Legetricktechnik? Editieren? »Explainity-Films«? Für Neuntklässler des Lichtensteiner Gymnasiums keine Fremdworte mehr nach ihrer fächerverbindenden Projektwoche vor den Sommerferien. Die Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (SAEK) sind in jedem Jahr Partner der Projektwoche – wie bei über 650 Projekten sachsenweit.
Kategorie: Unterricht
Eltern und Lehrer bewerten den jahrgangsübergreifenden Unterricht an sächsischen Grundschulen sehr positiv. Nahezu alle Lehrer berichten von einem ausgeglicheneren Schulklima, einer Verbesserung des Sozialverhaltens und besseren fachlichen Leistungen bei Schülern, die jahrgangsübergreifend unterrichtet werden. Auch die meisten Eltern begrüßen das Konzept.
Nachdem bereits die Unterrichtsbelastung für die kommenden Elftklässler an den Gymnasien und Beruflichen Gymnasien gesenkt wurde, gibt es auch für die Fachoberschüler in Sachsen bald Entlastung. Für die Fachoberschulen ist erstmals nach 19 Jahren die Schulordnung und die Stundentafel überarbeitet worden. Damit wird auch die bisher hohe Unterrichtsbelastung gesenkt. In allen fünf Fachrichtungen haben die neuen Elftklässler bzw. die Zwölftklässler der 12L ab nächstem Schuljahr 32 Unterrichtsstunden wöchentlich. Bisher lag die Zahl je nach Fachrichtung bei 31 bis 37 Unterrichsstunden und damit über den Anforderungen der Kultusministerkonferenz. Außerdem ist die Berufs- und Studienorientierung in enger Zusammenarbeit mit den Kammern IHK und HWK verbessert worden. Insgesamt 20 Lehrpläne wurden neu geschrieben oder überarbeitet. Die wesentlichen Änderungen in der neuen Fachoberschulordnung gibt es hier schon einmal im Überblick.
Es ist heute kaum vorstellbar, dass Lehrer Hans Hauser ursprünglich so gar nicht beim Projekt »Produktives Lernen« mitmachen wollte. »Ich war absolut zufrieden als Geografie und Geschichtslehrer an meiner Mittelschule in Hoyerswerda.« Doch sein damaliger Schulleiter überzeugte den Pädagogen. Das war im Jahr 2008. Den Schritt hat er nie bereut. Ganz im Gegenteil, mit Herz und Seele betreut und unterrichtet er gemeinsam mit Kollegin Rosemarie Schulze mittlerweile nun schon die siebente Generation Schüler beim »Produktiven Lernen«. Es sind vier Lehrer, die in einem eigenen kleinen Gebäude zwei kleine Klassen betreuen. Von der achten bis zur neunten Klasse und damit letztendlich bis zum Hauptschulabschluss.
Nicht viele Sachsen sprechen Polnisch oder Tschechisch. Unsere Nachbarn lernen viel eher Deutsch als umgekehrt. Anders sieht das bei den Jüngeren aus: Immer mehr Kinder im Freistaat gehen in zweisprachige Kitas. Und immer mehr Schüler belegen eine Nachbarsprache als zweite Fremdsprache.
Mit dem Ziel, die politische Bildung und Demokratieerziehung an Sachsens Schulen zu stärken, hat Kultusministerin Brunhild Kurth heute ein Expertengremium berufen. Das Gremium soll dazu bis zum Sommer dieses Jahres ein Handlungskonzept erstellen.
In Sachsen wird »Erste Hilfe« jetzt an einigen Schulen im Unterricht vermittelt. Das Sächsische Kultusministerium, das Universitätsklinikum Dresden und die Sächsische Landesärztekammer haben dafür heute das gemeinsame Projekt »Schüler retten Leben« gestartet. Die Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Universitätsklinikum Carl-Gustav-Carus hat die Konzepte für die Lehrerfortbildung und die darauf aufbauenden Schülerkurse entwickelt. Das Kultusministerium stattet die Schulen mit 420 Reanimationsphantome aus und die Landesärztekammer übernimmt das Anmeldeverfahren für die Lehrerfortbildungen. 94 Schulen in Sachsen haben sich bereits angemeldet. Für 56 Schulen beginnen die Fortbildungen jetzt im Januar.
Seiteneinsteiger sollen noch bevor sie unterrichten eine Einstiegsqualifizierung erhalten. Das hatte die Staatsregierung mit dem Maßnahmenpaket zur Lehrerversorgung Ende Oktober beschlossen. Mit Beginn des neuen Jahres startet für Seiteneinsteiger nun erstmalig eine dreimonatige Fortbildung.
