Unterwegs in der Natur

Unterwegs in der Natur

Alles was man zur Untersuchung eines Ökosystems braucht – das hat die studierte Forstwissenschaftlerin Susanne Brenner in ihrem Umweltmobil. Im Auftrag der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt fährt die junge Frau durch ganz Sachsen und bringt Schülern den Lehrstoff im realen Umfeld nahe. Heute wird gemeinsam mit den Schülern der 11. Klasse des Gymnasiums Dresden-Bühlau eine Streuobstwiese erforscht.

Text: Ira Scholz; Foto: Benjamin Jenak

Susanne Brenner ist mit dem Umweltmobil an der Streuobstwiese nahe des Gymnasiums Dresden-Bühlau angekommen. Den Standort für die Untersuchungen hat sich ein Lehrer der Schule ausgesucht. Daher macht sich Susanne Brenner zuerst mit dem Gelände vertraut und beginnt, die einzelnen Stationen aufzubauen.

Es geht los: Nachdem Susanne Brenner die Schüler begrüßt hat, erklärt sie die Aufgabe, die die Jugendlichen heute in Gruppen bearbeiten sollen. »Größere Schüler lasse ich gerne alleine arbeiten. Meine Aufgabe ist es, die Schüler zu unterstützen, wenn sie Fragen oder Probleme haben. Bei jüngeren Klassen sieht das natürlich anders aus. Die werden gezielt angeleitet und brauchen auch meine Unterstützung bei der Ausführung«, sagt Susanne Brenner.
Ob das Bestimmen von Tieren und Pflanzen, die Entnahme von Bodenproben oder das Feststellen von Standortfaktoren – jeder Schüler ist an einer anderen Stelle der Wiese beschäftigt und protokolliert fleißig seine Ergebnisse. Anschließend werden die Stationen gewechselt. »Gerade wenn wir Stand-gewässer untersuchen, kann es sein, dass nicht jeder Schüler alle Stationen durchlaufen kann – dafür reicht die Zeit manchmal einfach nicht.« Damit trotzdem alle Schüler mit dem gleichen Wissensstand nach Hause gehen, wertet Susanne Brenner gemeinsam mit den Schülern alle Ergebnisse aus.
Das Umweltmobil bietet Projekte zu verschiedensten Themen an: ob nun auf der Streuobstwiese, an einem Stand- oder Fließgewässer oder auf einem Areal, wo Schüler die Bodenbeschaffenheit genau untersuchen können. Die Workshops werden individuell auf das jeweilige Alter der Schüler zugeschnitten. »Wir arbeiten mit Kindern der Klassenstufen 3 bis 12 zusammen. Um sicherzugehen, dass wir auch jeden Schüler erreichen, betreuen wir maximal 16 Schüler gleichzeitig. Darum teilen wir Klassen oft in zwei Gruppen auf. Das macht die Arbeit auch für die Kids fruchtbarer.«
Nach drei Stunden ist für diese Klasse die Arbeit mit dem Umweltmobil beendet. Murrend laufen die Jugendlichen zurück ins Klassenzimmer. Viele wären gern noch länger im Freien geblieben, denn das praxisnahe Arbeiten in der Natur macht Spaß und bringt Abwechslung und Frischluft in den Schulalltag. Für Susanne Brenner ist der Arbeitstag jedoch noch nicht vorbei. Gleich wird sie die nächste Klasse auf der Streuobstwiese begrüßen
Wie kommt das Umweltmobil auch an meine Schule?Jede Schule in Sachsen kann sich für das Angebot der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt kostenlos bewerben. Das Anmeldeformular und weitere Informationen finden Sie unter: www.lanu.de/de/Bilden/Umweltmobil.html.

Den Beitrag können Sie in der aktuellen KLASSE, ab Seite 8, nachlesen.

Übrigens: Für alle, die sich über den Klimawandel und seine gesellschaftlichen Auswirkungen informieren und ihre Ideen für eine klimafreundliche Zukunft mit Gleichgesinnten diskutieren wollen, findet am 22. Juni 2019 die Klimakonferenz sächsischer Schülerinnen und Schüler in Leipzig statt. Auf der Konferenz, die von der Staatsregierung gemeinsam mit dem Landesschülerrat vorbereitet wird, können Schüler mit Ministerpräsident Michael Kretschmer, Vertretern der sächsischen Staatsregierung wie Kultusminister Christian Piwarz, Wissenschaftlern und Verantwortlichen aus der Wirtschaft ins Gespräch kommen. Teilnehmen können junge Menschen ab elf Jahren in Begleitung ihrer Eltern, ab dem 14. Lebensjahr auch allein. Weitere Details und alle Informationen zur Anmeldung gibt es hier.

 

Lynn Winkler, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

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