Neuer Lehrplan an Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Neuer Lehrplan an Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Seit Beginn des Schuljahres 2017/18 wird an sächsischen Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung nach einem neuen Lehrplan unterrichtet. Wesentliches Ziel ist es, diese jungen Menschen noch besser auf gesellschaftliche und berufliche Teilhabe vorzubereiten.

Dementsprechend ist der Bereich „Arbeit und Beruf“ gegenüber dem bisherigen Lehrplan gestärkt worden. Der neue Lehrplan gleicht sich damit dem Modell an, das den Lehrplänen aller anderen Schularten zugrunde liegt. Die Verbesserung der Teilhabe entspricht der UN-Behindertenrechtskonvention, die keineswegs die Existenz von Förderschulen ausschließt.

lehrplanfoesg-blogAnknüpfungspunkte zu Lehrplänen anderer Schularten

Förderschulen werden auch in Zukunft ein fester Bestandteil in Sachsens Schullandschaft sein. Dennoch stellt der neue Lehrplan vielzählige Bezüge zu den Lehrplänen der anderen Schularten her und gibt damit wichtige Anknüpfungspunkte für die inklusive Unterrichtung.

Die Lernbereiche Mathematik und Sachunterricht verdeutlichen das besonders, denn die Arbeit mit Taschenrechner und Computer, aber auch die Themen Energie und Umwelt unterstützen die Schüler dabei, ihre Lebenswelt zu erschließen.  Der neue Lehrplan greift für den Schüler alltagsrelevante Probleme und Aufgaben auf und ermöglicht aktives, selbstbestimmtes und entwicklungsgemäßes Lernen in realen Lernsituationen.

Der Lehrplan nimmt außerdem die nach dem im April beschlossenen Schulgesetz geltende Bezeichnung dieser Förderschulen als „Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung“ auf.

Kultusministerin Brunhild Kurth dankt allen Beteiligten, insbesondere der Lehrplankommission und der Universität Leipzig, die die Erarbeitung des Lehrplans ermöglicht haben.

Fortbildungen werden Einführung des Lehrplans begleiten

Die Einführung des neuen Lehrplans wird durch eine flächendeckend angelegte Fortbildung wirksam unterstützt. Zusätzlich zu der bereits initiierten schulinternen Fortbildung werden ab dem laufenden Schuljahr in allen Regionalstellen der Sächsischen Bildungsagentur bedarfsorientierte regionale Fortbildungen angeboten. Sie stehen Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften offen und sollen einen wesentlichen Beitrag leisten, damit die im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung tätigen Pädagogen ihre anspruchsvolle Aufgabe mit viel Geduld und Kreativität zum Erfolg zu führen können.

Bianca Schulz, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

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