Zum Beginn des neuen Schuljahres treten neue Regelungen zur Lernmittelfreiheit an den sächsischen Schulen in Kraft.* Taschenrechner mit spezifischen Funktionen sind von den Schulträgern zur Verfügung zu stellen. Ausstattungs- und Gebrauchsgegenstände müssen weiterhin von den Eltern gezahlt werden.
Schlagwort: Schulgesetz
Der Sächsische Landtag hat heute ein novelliertes Schulgesetz beschlossen. Damit wurde ein über fast 15 Monate gehender Gesetzgebungsprozess abgeschlossen. Doch für die Juristen und Bildungsexperten im Kultusministerium ist die Arbeit damit noch lange nicht zu Ende. Im Gegenteil: Jetzt müssen die fast 140 Seiten Gesetzestext mit 65 Paragrafen für die Schulpraxis umgesetzt werden. Das gleicht einer Mammutaufgabe.
Die Staatsregierung hat gestern den überarbeiteten, zweiten Entwurf für das neue Schulgesetz verabschiedet. Kultusministerin Brunhild Kurth stellte ihn heute vor. Ein aufwändiges Anhörungsverfahren liegt zwischen diesem und dem ersten Entwurf vom Januar. Dabei ist das Kultusministerium mit den Dialogforen und dem Onlineportal einen völlig neuen Weg gegangen. Über 1000 Menschen haben sich mit Stellungnahmen daran beteiligt. Viele davon waren Meinungsäußerungen, aber es waren auch 660 konkrete Veränderungsvorschläge dabei.
Eine gute Idee für den Abschluss der Dialogforen: Das Chemnitzer Berufliche Zentrum für Wirtschaft I war Gastgeber für die neunte Etappe des Bürgermarathons, mit dem das Kultusministerium zur Diskussion des neuen sächsische Schulgesetzes in Version der ersten Kabinettsfassung einlud. Einerseits bot die lichte Aula architektonisch akkurate Nachkriegsmoderne und andererseits zeigte die Einrichtung mitsamt den vielen Hinweisen in Zimmern und Fluren die breite Entwicklungspalette für Oberschüler nach ihrem Abschluss. Fotogalerie
Die siebte Einladung zur Bürgerwerkstatt zum neuen Schulgesetz lud in die Landeshauptstadt – und in den ersten Nagelneubau: Im Gymnasium Bürgerwiese, topmodern und innen quietschgrün, begrüßte Schulleiter Jens Reichel ein jüngeres Publikum mit mehr Eltern. Dem zu erwartenden Andrang wurde von vornherein Rechnung getragen, sechs (statt bislang vier) Thementische warteten auf insgesamt 106 Diskutanten.
Für die kommende Ausgabe unserer Zeitschrift »KLASSE« haben Vertreter von Landesschülerrat, Landeselternrat und GEW sowie eine Schulleiterin über den Entwurf des neuen sächsischen Schulgesetzes diskutiert. Brennpunktthemen dabei waren Eigenverantwortung und Inklusion. Einen Auszug aus dem Interview gibt es jetzt hier vorab.
Bautzen. Die Anmeldeliste war schon am Freitag voll, 135 Leute kamen dann am Montagabend: Das vierte Bürgerforum zur neuen Schulgesetznovelle erzeugte ein neues Rekordinteresse und füllte die große, ehrwürdige Aula des Bautzener Friedrich-Schiller-Gymnasiums komplett.
Dritte Etappe, dritter Eindruck: Die Aula des Franziskaneums zu Meißen geriet beim Bürgerforum zur neuen Schulgesetznovelle mit 94 Teilnehmern zur bislang bestbesuchten Veranstaltung, die Aula war voll, zusätzliche Stühle gefragt. Grund dafür: Das Schülerkollegium trat gleich mit 13 Interessenvertretern an und prägte die Debatte mit.
