Zwei sächsische Grundschulen können auf den Deutschen Schulpreis 2024 hoffen

Zwei sächsische Grundschulen können auf den Deutschen Schulpreis 2024 hoffen

20 Schulen aus ganz Deutschland gehen in die nächste Runde im Wettbewerb um den Deutschen Schulpreis 2024. Darunter sind auch zwei Grundschulen aus Sachsen.

„Dass die zwei Grundschulen an der nächsten Runde teilnehmen, ist allein schon ein toller Erfolg. Ich freue mich für die Lehrerinnen und Lehrer, die damit für ihr Engagement eine große Wertschätzung erfahren“, sagt Kultusminister Christian Piwarz.

Die Grundschulen werden in den kommenden Wochen von Mitgliedern einer Expertenjury besucht, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Im Mittelpunkt steht dabei die Qualität des Unterrichts und die Frage, wie die Schulen das Lehren und Lernen für ihre Schülerinnen und Schüler gestalten.

Die Preisverleihung mit Bundeskanzler Olaf Scholz findet dann am 2. Oktober in Berlin statt. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro dotiert, die fünf weiteren Schulpreise mit je 30.000 Euro. Der Deutsche Schulpreis ist die höchstdotierte Auszeichnung für Schulen in Deutschland. Seit 2006 vergibt die Robert BoschStiftung den Deutschen Schulpreis gemeinsam mit der Heidehof Stiftung.

Das sind die zwei sächsischen Grundschulen im Wettbewerb um den Deutschen Schulpreis:

Geschwister-Scholl-Schule, Grundschule der Stadt Leipzig

An der Grundschule im Leipziger Stadtteil Gohlis lernen 360 Kinder aus allen sozialen Schichten. Der Unterricht wird durch eine fortlaufende Diagnostik ständig an die Bedarfe der Kinder angepasst. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit individuelle Wochenplänen und Lerntagebüchern. Dokumentiert wird nicht das Misslingen, sondern das Gelingen. Die jahrgangsgemischten Gruppen sind auf verschiedene Lernhäuser aufgeteilt. Der Tag ist stark strukturiert und ritualisiert. In der Ankommenszeit wird jedes Kind von Schulhund Katinka und der Inklusionsassistentin begrüßt, es gibt ein Frühstück und in der Lerngruppe können die Kinder ihre Lerntagebücher für den Tag vorbereiten. Im Morgenkreis wird gemeinsam ein „Satz des Tages“ bestimmt und die weitere Tagesstruktur besprochen. In der einstündigen Mittagspause können die Kinder nach dem Essen offene Angebote wahrnehmen. In der Gartensaison gibt es an einem Tag pro Woche einen Gartentag. Auch die Teamzeiten des Kollegiums für die Unterrichtsentwicklung sind fest eingeplant und finden einmal pro Woche statt.

Thomas-Müntzer-Grundschule in Schkeuditz

Die Grundschule in Schkeuditz bei Leipzig hat einen eigenen Schulzoo mit 250 Tieren, dazu gehören Rotwild, Schafe Frettchen oder auch Terrarien. Naturverbundenheit und Umweltschutz gehören zum Schulprogramm. Zum multiprofessionellen Team der Schule gehört auch eine Zoopflegerin, die zusammen mit den Schülerinnen und Schüler arbeitet. Das Unterrichtskonzept und der Zoo sind eng miteinander verbunden. So wird im Matheunterricht berechnet, wie viel Futter die Tiere brauchen und im Werkunterricht wird ein neuer Unterstand gebaut. Entsprechende Aufgaben und Materialien wurden für alle Unterrichtsfächer erarbeitet und schaffen einen starken Lebensweltbezug. Die Kinder erkennen, dass sie selbst Teil der Natur sind und diese mit ihrem Handeln beeinflussen können. Auch für die inklusive Beschulung bietet der Zoo besondere Potenziale. Zusätzlich schafft der Zoo eine Verbindung der Schule zur Umgebung, denn er ist geöffnet für alle.

Dirk Reelfs, Pressesprecher im Sächsischen Staatsministerium für Kultus

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