Jugendliche einfach machen lassen

Jugendliche einfach machen lassen

1.500 Euro für Schulen – das gibt es beim Projekt „Deine Idee? Deine Schule. Deine Entscheidung!“. Sechs Pilotschulen sind aktuell dabei. Was mit dem Geld passiert, ist ganz allein den
Jugendlichen überlassen. Der Vorsitzende des Landesschülerrates, Noah Wehn, ist überzeugt vom Projekt.

Text: Ira Scholz, Foto: Eric Zimmermann

Der Landesschülerrat hat an der Entwicklung des Projektes intensiv mitgearbeitet. Was macht den Schülerhaushalt deiner Meinung nach aus?

Besonders spannend ist, dass die Schüler die Zügel selbst in der Hand haben. Man braucht als junger Mensch eine Idee, muss sich dafür einsetzen und dann erlebt man die Umsetzung hautnah mit.

Wie läuft das Projekt denn genau ab? Die Schulen bekommen ein Budget von 1500 Euro und wie geht es dann weiter?

Das Projekt wird von der Sächsischen Jugendstiftung und dem Staatsministerium für Kultus (SMK) finanziert. Das Ganze wird pädagogisch begleitet. Es ist also nicht so, dass man sagt: „Hier habt ihr 1.500 Euro! Macht was Hübsches draus!“. Die Betreuer der Sächsischen Jugendstiftung kommen an die Schule
und dann durchläuft man gemeinsam mit den Schülern verschiedene Etappen. Am Anfang hat man ganz viele Ideen und dann schaut man: „Was können wir überhaupt umsetzen?“ Die Hüpfburg ist das nicht. Das ist klar. Danach werden die Ideen entweder weiter konkretisiert oder direkt abgestimmt und dann schlussendlich umgesetzt.

Und was ist die Aufgabe der Lehrer bei dem Projekt?

Es ist wichtig, dass die Lehrkräfte und die Schüler gleichermaßen offen dafür sind. Es ist ein Projekt, das sowohl die Schulen als auch das Lehrpersonal bewegen kann. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass man Schüler manchmal einfach machen lassen sollte. Daraus kann etwas Tolles entstehen, womit man vorher gar nicht gerechnet hätte. Aber traut den jungen Menschen doch mal etwas zu und sagt bewusst: „Ihr schafft das!“. Wenn Lehrkräfte ihren Schülern dann auch noch beratend zur Seite stehen, sie aber nicht bevormunden, fände ich das klasse.

 

Den kompletten Beitrag können Sie in der aktuellen KLASSE, Seite 9, nachlesen.

Lynn Winkler, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

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