Lehrerbedarf: Ab 2017 mehr Studienplätze für Lehramtsstudiengänge

Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange hat Eckpunkte für die Hochschulentwicklungsplanung bis 2025 vorgelegt. Dabei wurden in Abstimmung mit dem Kultusministerium auch weitreichende Entscheidungen für die Lehrerbildung getroffen.

Steigende Schülerzahlen, Integration und Inklusion

Um den wachsenden Lehrer-Bedarf zu decken, soll nach Absprache mit dem Kultusministerium die Zahl der Studienplätze in den Lehramtsstudiengängen ab dem Jahr 2017 von aktuell 1800 Plätzen auf 2000 steigen. Das sah der 2009 beschlossene Hochschulentwicklungsplan nicht vor. Erst mit dem Ende 2011 verabschiedeten Bildungspaket wurden die Kapazitäten für die Lehrerbildung an den Universitäten in Leipzig, Dresden und Chemnitz beginnend ab 2012 auf aktuell 1800 ausgebaut. Gründe für die Aufstockung der Studienplatzkapazitäten auf nun 2000 Plätze gibt es gleich mehrere. Zum einen steigen die Schülerzahlen, zum anderen werden auch immer mehr Schüler mit Migrationshintergrund an Schulen integriert. Zusätzlich steigt die Zahl der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die an Regelschulen integriert werden. Gleichzeitig gehen immer mehr Lehrerinnen und Lehrer in den wohlverdienten Ruhestand.

Regelmäßige Prüfung des Lehrerbedarfs

Das Kultusministerium und das Ministerium für Wissenschaft und Kunst überprüfen außerdem in regelmäßigen Abständen, wie hoch der Bedarf an Studienanfängern bei den Lehramtsstudiengängen ist. In Zielvereinbarungen wird dann die Zahl der Studienplätze für die einzelnen Schularten und Fächer festgelegt.

Dirk Reelfs, Pressesprecher im Sächsischen Staatsministerium für Kultus

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