Bildungsempfehlung: Mehr als die Hälfte fürs Gymnasium

Bildungsempfehlung: Mehr als die Hälfte fürs Gymnasium

Von den aktuell 31.763 sächsischen Grundschülerinnen und Grundschülern an öffentlichen Schulen haben 53,2 Prozent – und damit 16.905 Schülerinnen und Schüler – eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium erhalten.

46,8 Prozent (14.858 Schülerinnen und Schüler) erhielten eine Bildungsempfehlung für die Oberschule. Für etwa ein Prozent der Grundschüler, die in DaZ-Klassen oder inklusiv lernzieldifferent unterrichtet werden, gab es keine Bildungsempfehlung.

Im letzten Schuljahr haben rund 54 Prozent eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium erhalten. 45 Prozent der Mädchen und Jungen haben eine Empfehlung für die Oberschule bekommen. Ein Prozent der Grundschüler erhielt keine Bildungsempfehlung, da sie entweder in DAZ-Klassen oder inklusiv lernzieldifferent unterrichtet werden.

Circa 23 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit einer Bildungsempfehlung für das Gymnasium entschieden sich für die Oberschule und circa 4,5 Prozent wählten trotz Oberschulempfehlung den Weg auf das Gymnasium.

Im Schuljahr 2021/22 lernen insgesamt 13.394 Schülerinnen und Schüler in der Klassenstufe 5 eines öffentlichen Gymnasiums. Davon haben 621 Schüler (4,5 Prozent) eine Bildungsempfehlung für die Oberschule erhalten. Auch umgedreht melden sich Schüler mit einer Bildungsempfehlung für das Gymnasium auf der Oberschule an. So lernen im Schuljahr 2021/22 insgesamt 16.860 Schüler in der Klassenstufe 5 einer öffentlichen Oberschule. Davon haben 4.137 Schüler (23 Prozent) eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium erhalten.

Die regionalen Zahlen gibt es bei beim Landesamt für Schule und Bildung.

Lynn Winkler, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

6 Kommentare

  1. Klassenlehrer H.K. 6 Monaten vor

    … ich wäre ja für ein einheitliches, vom SMK festgelegtes System von Eignungstests in den Kernfächern mit zentral gestellten Aufgaben für alle Schüler der zuendegehenden 4.Klassen, wenn die Eltern diese Tests am Gym. beantragen – weg von den eher subjektiven?! Bildungsempfehlungen.

  2. Privat 6 Monaten vor

    Für mich heißt das, dass die Eltern einfach nur einen super Job im Homeschooling gemacht haben. Die Kinder haben also in der Pandemie offensichtlich sehr gut gelernt.

  3. Lehrerin 6 Monaten vor

    Hier muss umgedacht werden und die Zugangsregelung für das Gymnasium wieder verschärft werden. Schnitt mindestens 1,5 in den Kernfächern, ansonsten nur bei Bestehen des Eignungsteses mit mindestens 2. Damit hätte die Oberschule endlich ein relevantes Mittelfeld und das Gymnasium würde für viele Schüler nicht zum einzigen Misserfolg!

  4. Ines Herrmann 6 Monaten vor

    Mehr als die Hälfte der Grundschüler hat die BE für das Gymnasium, Tendenz steigend. Mich stimmt das eher sehr nachdenklich. Entweder sind die Anforderungen zu gering oder die Kinder werden immer klüger?

    I. Herrmann

    • Klassenlehrer H.K. 6 Monaten vor

      naja, ich als Lehrer Oberschule würde auf Ersteres tippen, immerhin kommt ein Teil davon ja wieder wegen Überforderung später zurück zu uns an die OS oder wechselt nach Klasse 10 ans berufl. Gymnasium. Mich wundert darum auch nicht der Mangel an Lehrstellenbewerbern in Sachsen im Handwerk, wenn Gymnasien und Unis überquellen, gleichzeitig aber ein immer akuter werdender Lehrermangel (und damit planmäßige Minderbildung) festzustellen ist…..(was studieren die Abiturienten bloß alle ???

    • Ludwig, K 6 Monaten vor

      Mich ebenfalls. In einer Zeit großer Defizite … und ständigem Ausfall.
      Ich frage mich, was wird damit bezweckt? Ein „Schönreden“ der Missstände?
      Die Zahlen erscheinen mir sehr unrealistisch.
      Ich hoffe, wir arbeiten die letzten zwei Jahre richtig auf. Das ist im Sinne unserer Kinder äußerst wichtig.