Abitur: Rund 97,7 Prozent aller Schüler erfolgreich

Abitur: Rund 97,7 Prozent aller Schüler erfolgreich

Stabile Noten trotz veränderter Rahmenbedingungen, so lassen sich die diesjährigen sächsischen Abiturergebnisse zusammenfassen.

abitur-2017Erstmalig konnten die Bundesländer in den schriftlichen Klausuren in Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik auf gleich schwere Aufgaben aus dem gemeinsamen Abituraufgabenpool der Länder beim IQB (Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen) zurückgreifen. Die Abiturnoten wurden zudem nach deutschlandweit einheitlichen Regeln berechnet, auf die sich die Kultusministerkonferenz verständigt hatte.

Damit sächsische Abiturienten im bundesweiten Vergleich keine Nachteile haben, hatte Kultusministerin Brunhild Kurth auch die Einbringungspflichten an die im Sommer 2016 neu beschlossenen einheitlichen Vorgaben der Kultusministerkonferenz angepasst. So mussten sächsische Schülerinnen und Schüler, wie zum Beispiel auch in Bayern, lediglich 40 statt wie bisher 52 Kurshalbjahresergebnisse in die Gesamtqualifikation zum Abitur einbringen.

Unabhängig von den neuen Rahmenbedingungen entsprechen die Ergebnisse der sächsischen Abiturienten weitgehend denen der Vorjahre.

Abiturienten haben sich verbessert

Von 10.401 zur Prüfung zugelassenen Schülern haben 10.148 an den allgemeinbildenden Gymnasien, Abendgymnasien und Kollegs die allgemeine Hochschulreife erlangt. Damit nahmen 97,65 Prozent erfolgreich an den Abiturprüfungen teil, im Vorjahr waren es 97,5 Prozent. Alle Abiturienten mussten in drei Fächern zur Prüfung antreten. In einem Fach wurden sie schriftlich geprüft, in zwei weiteren mündlich. Verpflichtend mussten dabei die Fächer Mathematik und Deutsch belegt werden.

Die erreichten Durchschnittsnoten der Abiturienten haben sich im Jahresvergleich leicht weiter verbessert. Lag der Landesmittelwert der Abiturnoten 2016 noch bei 2,29, verbesserten die Abiturienten ihre Ergebnisse im Mittel nunmehr auf 2,24. Unter ihnen waren 240 Abiturienten, die die Traumnote von 1,0 erreichten – 73 Schüler mehr als noch im Vorjahr.

durchschnittsnoten

Unterschiede in den einzelnen Fächern und Prüfungsarten

Bei der Analyse der einzelnen Fächer und Prüfungsarten gibt es Unterschiede, wie in den Vorjahren auch. So verbesserten sich die Matheabiturienten in der schriftlichen Leistungskursprüfung von der Durchschnittsnote 2,8 im Jahr 2016 auf nunmehr 2,5. In der mündlichen Prüfung des Mathegrundkurses wurde mit 3,2 die Durchschnittsnote gehalten. Die erreichte Durchschnittsnote 3,4 der schriftlichen Grundkursprüfung im Fach Mathematik weicht jedoch vom Vorjahresergebnis ab.

Die Ergebnisanalyse für den Mathematikgrundkurs ist noch nicht abgeschlossen. Fest steht allerdings: Die schriftlichen Abituraufgaben für den Grundkurs entsprachen nicht nur den von der Kultusministerkonferenz vereinbarten Bildungsstandards, sondern auch dem sächsischen Lehrplan.

Im zweiten Pflichtfach Deutsch, erreichten die Abiturienten in den schriftlichen Prüfungen im Leistungskurs im Durchschnitt die Note 2,9, im Grundkurs 3,0 und damit exakt die Ergebnisse des Vorjahres. Die meisten Prüflinge wählten neben den beiden Pflichtfächern den Leistungskurs Englisch (4.229) als Prüfungsfach. Hier erreichten sie in der schriftlichen Prüfung genauso wie im Jahr 2016 im Schnitt die Note 2,3. Am beliebtesten waren bei den Schülern nach dem Fach Englisch die Leistungskurse Physik und Geschichte mit 1.926 beziehungsweise 1.815 Absolventen. Sie erreichten im Schnitt die Note 2,7 (Vorjahr 3,1) beziehungsweise 3,0 (Vorjahr 3,1).

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Bianca Schulz, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

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