Die Zahl der Schüler in Vorbereitungsklassen ist in Sachsen mittlerweile auf rund 6.777 gestiegen (Stichtag 8. Februar 2016). Aktuell gibt es 419 Vorbereitungsklassen. Es wird allerdings immer schwerer, für alle Flüchtlingskinder schnell einen Schulplatz bereitzustellen. Die richtigen Lehrer zu finden ist schwierig und bei den räumlichen Kapazitäten stößt Sachsen an Grenzen. Auch sofort einen Dolmetscher zu bekommen, gelingt nicht immer. Deshalb müssen die Kinder zum Teil länger auf einen Schulplatz warten als bisher. Das Land tut derzeit alles menschenmögliche, damit die Flüchtlingskinder möglichst schnell in die Schule gehen können. So werden jetzt auch zunehmend Vorbereitungsklassen an Gymnasien eingerichtet.
SMK-Blog
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Das Käthe-Kollwitz-Gymnasium Zwickau – die fünfte Etappe der Bürgerwerkstatt zur neuen sächsischen Schulgesetznovelle– erregte auch in Westsachsen großes Interesse: 99 Leute widmeten sich in Zwickau der Diskussion, darunter zwei MDR-Kamerateams, die sich den Problemen aus verschiedenen Blickwinkeln nähern, wobei sich Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth dank Kamerascheinwerfer noch mehr im Fokus wiederfand.
Insgesamt bis zu 600 Menschen haben sich bisher schon an den ersten fünf Dialogforen zum Schulgesetzentwurf beteiligt. Das Interesse ist deutlich größer als erwartet. Deshalb werden die Foren teilweise erweitert. »Die Bürgerinnen und Bürger wollen ernst genommen werden und sie werden ernst genommen. Möglicherweise haben wir Politiker es zu sehr vernachlässigt, immer auch gezielt den direkten Austausch mit den Menschen zu suchen. In unseren Dialogforen erlebe ich nun einen konstruktiven und ernsthaften Dialog. Dafür bin ich dankbar«, so Kultusministerin Brunhild Kurth.
Für die kommende Ausgabe unserer Zeitschrift »KLASSE« haben Vertreter von Landesschülerrat, Landeselternrat und GEW sowie eine Schulleiterin über den Entwurf des neuen sächsischen Schulgesetzes diskutiert. Brennpunktthemen dabei waren Eigenverantwortung und Inklusion. Einen Auszug aus dem Interview gibt es jetzt hier vorab.
Bautzen. Die Anmeldeliste war schon am Freitag voll, 135 Leute kamen dann am Montagabend: Das vierte Bürgerforum zur neuen Schulgesetznovelle erzeugte ein neues Rekordinteresse und füllte die große, ehrwürdige Aula des Bautzener Friedrich-Schiller-Gymnasiums komplett.
Schülerinnen und Schüler der Apollonia-von Wiedebach-Oberschule Leipzig besuchten heute Kultusministerin Brunhild Kurth im Ministerium in Dresden. Die Ministerin hatte die Schüler bei ihrem Besuch der Oberschule im Oktober spontan eingeladen.
Dritte Etappe, dritter Eindruck: Die Aula des Franziskaneums zu Meißen geriet beim Bürgerforum zur neuen Schulgesetznovelle mit 94 Teilnehmern zur bislang bestbesuchten Veranstaltung, die Aula war voll, zusätzliche Stühle gefragt. Grund dafür: Das Schülerkollegium trat gleich mit 13 Interessenvertretern an und prägte die Debatte mit.
Oft haben wir es schon gesagt: Der Lehrerarbeitsmarkt ist leergefegt. Besonders für Mathematik, Naturwissenschaften und Fremdsprachen fehlen in Sachsen (und nicht nur hier) ausgebildete Lehrer. Können die freien Stellen nicht mit ausgebildeten Lehrern besetzt werden, steigen die Chancen als Seiteinsteiger Fuß zu fassen. Allerdings muss man dafür einige Hürden nehmen.
