Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange hat Eckpunkte für die Hochschulentwicklungsplanung bis 2025 vorgelegt. Dabei wurden in Abstimmung mit dem Kultusministerium auch weitreichende Entscheidungen für die Lehrerbildung getroffen.
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Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Das Kultusministerium wagte die sächsische Premiere und suchte erstmals mit einem Gesetzentwurf in der Tasche einen umfassenden Bürgerdialog – und zwar schon in Version der ersten Kabinettsfassung. Doch was brachten die neun Etappen der Schultour des Kultusministeriums, die vor allem in der sportlichen zweiten Halbzeit nach den Winterferien gern als Marathon bezeichnet und empfunden wurden? Hier ein erstes Fazit.
Sachsens Schüler sollen sich intensiver mit demokratischen Grundwerten wie Freiheit, Gerechtigkeit, Verantwortung und Toleranz auseinandersetzen. Das unterstreicht ein überarbeiteter Erlass des Kultusministeriums zu Politikerbesuchen an öffentlichen Schulen. Er betont die Verantwortung der Schule bei der politischen Bildung deutlich stärker als die alte Fassung.
Eine gute Idee für den Abschluss der Dialogforen: Das Chemnitzer Berufliche Zentrum für Wirtschaft I war Gastgeber für die neunte Etappe des Bürgermarathons, mit dem das Kultusministerium zur Diskussion des neuen sächsische Schulgesetzes in Version der ersten Kabinettsfassung einlud. Einerseits bot die lichte Aula architektonisch akkurate Nachkriegsmoderne und andererseits zeigte die Einrichtung mitsamt den vielen Hinweisen in Zimmern und Fluren die breite Entwicklungspalette für Oberschüler nach ihrem Abschluss. Fotogalerie
Das Leipziger Reclam-Gymnasium füllte sich recht früh und rasch: Erstaunlich viele Eltern und Elternvertreter, etliche Schüler, recht wenige Studenten – so der erste Eindruck vom Andrang zur achten Bürgerwerkstatt zur sächsischen Schulgesetznovelle, die – so der Plan von Initiatorin Brunhild Kurth – bereits am dem Schuljahr 2017/18 wirken soll. Ein sportliches Programm, was Sachsens Kultusministerin von ihren Mitarbeitern fordert – ebenso wie der Bürgerdialog selbst.
Die siebte Einladung zur Bürgerwerkstatt zum neuen Schulgesetz lud in die Landeshauptstadt – und in den ersten Nagelneubau: Im Gymnasium Bürgerwiese, topmodern und innen quietschgrün, begrüßte Schulleiter Jens Reichel ein jüngeres Publikum mit mehr Eltern. Dem zu erwartenden Andrang wurde von vornherein Rechnung getragen, sechs (statt bislang vier) Thementische warteten auf insgesamt 106 Diskutanten.
Angesichts einer wachsenden Zahl von jugendlichen Flüchtlingen wird die Bildungsberatung für nicht mehr schulpflichtige Migranten gestrafft. Damit soll auch die Beratungsleistung besser auf die individuellen Bildungsbiografien der Flüchtlinge ausgerichtet werden.
Zwei Drittel des Dialog-Marathons sind nun mit dem gestrigen Dialogforum in Torgau bereits vorbei. Rund 87 Interessierte kamen in das Johann-Walter-Gymnasium, um mit Kultusministerin Brunhild Kurth und sechs Fachexperten aus dem Ministerium über den Entwurf des neuen Schulgesetzes zu diskutieren. Schuldirektor Peter Nowack ließ keinen Zweifel daran, dass es der richtige Ort sei. Bildergalerie
