Wann es Wechselunterricht gibt

Für 37 weiterführende Schulen ist bereits Wechselunterricht angeordnet worden. Wie die Entscheidungen getroffen werden.

Wann kann für eine Schule Wechselunterricht angeordnet oder gar die Schließung einer Schule verfügt werden? Die Corona-Schutz-Verordnung macht dazu in § 5a klare Vorgaben. Im Grunde müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein.

  • Die Schule liegt in einer Hochinzidenzregion (Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen). Maßgebend sind die Inzidenzen des Robert-Koch-Institutes (RKI), die auch auf den Internetseiten des RKI abrufbar sind.
  • Entscheidend ist zudem das Vorhandensein einer diffusen Infektionslage an der Schule.

Diese Regelung ermöglicht es, auf ein lokales Infektionsgeschehen mit mehreren positiv-getesteten Personen zu reagieren. Zur Erfassung des Infektionsgeschehens an öffentlichen Schulen wurde eigens ein Online-Tool entwickelt, in dem die Schulen die erforderlichen Daten täglich eintragen. Im Ergebnis entsteht ein präzises Lagebild über alle öffentlichen Schulen im Freistaat Sachsen.

Die Daten versetzen wiederum das Kultusministerium in die Lage, jeden Morgen die Situation an jeder einzelnen Schule beurteilen zu können. Gemeinsam mit den Leitern der schulfachlichen Abteilungen des Ministeriums und der Leitung des Landesamtes für Schule und Bildung werden die Daten intensiv ausgewertet. Offene Fragen über die Situation an der jeweiligen Schule klären die Schulreferenten des Landesamtes für Schule und Bildung mit den Schulleitungen gemeinsam und noch am selben Tag.

Für weiterführende Schulen in Landkreisen und Kreisfreien Städten mit sehr hoher Inzidenz können auf diese Weise Einzelfallentscheidungen zum Wechselbetrieb oder gar die Entscheidung zur Schließung der Schule getroffen werden. Für die Grund- und Förderschulen in Hochinzidenzlagen gilt seit 1. Dezember 2020 der eingeschränkte Regelbetrieb mit festen Gruppen. Gleichwohl können mittels der Online-Meldungen die Entwicklungen zur Infektions- und Quarantänelage auch in diesen Schularten mit in den Blick genommen werden. Auch bei Grund- und Förderschulen werden im Bedarfsfall weitergehende Maßnahmen mit den Schulleitungen abgestimmt.

Gemeinsam mit dem Kultusministerium veröffentlicht das Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt täglich in einer Allgemeinverfügung auf der Corona-Website der Staatsregierung die Liste der Schulen, für die eine Änderung wirksam wird. Damit liegt den Schulen eine rechtssichere Entscheidung binnen eines Arbeitstages vor. Die betreffenden Schulen werden darüber informiert.

»Wir haben uns bewusst für diesen Weg entschieden, um die Schulleitungen von der nicht unumstrittenen Entscheidung zu entlasten«, so Kultusminister Christian Piwarz.

Die Zahl der Neuinfektionen im Freistaat Sachsen hat weiter zugenommen. Davon sind in immer stärkerem Maße auch Schulen betroffen. »Die Entwicklung in Sachsen beunruhigt uns alle. Weitere Beschränkungen des Schulbetriebes können zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr ausgeschlossen werden, sollte das Infektionsgeschehen im Freistaat auf hohem Niveau verharren«, so der Kultusminister.

Dirk Reelfs, Pressesprecher im Sächsischen Staatsministerium für Kultus

22 Kommentare

  1. Christopher Schlegel 9 Monaten vor

    Liebes SMK Team,

    viele Nutzer ihrer Social Media Kanäle wünschen sich Antworten auf diese Fragen:

    Transparenz: Es ist prima, dass sie täglich Daten zu Quarantäne und Coronafällen kommunizieren. Allerdings werden diese auf fragwürdige Weise interpretiert. Nutzer als auch Journalisten wiesen daraufhin, dass Prozentuale Angaben keinen Sinn machen, denn in der Bevölkerung sind auch nur wenige Promille betroffen und bilden nicht exponentielles Wachstum ab. Es werden Ihnen die 7 Tage Inzidenzwerte für 100.000 Personen auch für Lehrer und Schüler von Followern präsentiert aber auch darauf wird nicht geantwortet. Weiterhin ist mit dem Wegfall der wöchentlichen Zahlen nicht klar wieviele Schüler aus vorhergehenden Wochen noch in Quarantäne sind. So lässt sich für außenstehende nicht einfach nachvollziehen wie sich das Geschehen entwickelt. Wenn man von Quarantäne betroffene Schüler auf die Gesamtschülerzahl berechnet kommt heraus, dass etwa jede 2.-3. Schule betroffen ist. Die Zahlen geben auch keine Auskunft wieviel Unterricht wegen fehlender Lehrer / Schüler überhaupt problemlos vermittelt werden kann. Ebenso ist nicht ersichtlich warum die Empfehlungen des RKI ignoriert werden.

    Maßnahmen: Viele Nutzer beschreiben die Umsetzung der Maßnahmen aus Ihrem Alltag. Jetzt wollen Sie ohne transparent zu machen an was sie das Infektionsgeschehen fest machen individuell Wechselunterricht in Hochrisiko Hotspots anordnen. Wie alle Wissen und durch LandrätInnen kommuniziert, sind die Gesundheitsämter bereits seit Wochen nicht mehr in der Lage Quarantäne- und Testmaßnahmen zeitnah umzusetzen, d.h. alle Maßnahmen die reaktiv geschehen laufen der Pandemie hinterher. Daten auf die Sie die Maßnahmen begründen, sind schon veraltet und bringen ggf. keinen Nutzen, da das Virus schon weiter gegeben wurde. Denn wenn ein positiv getestetes Kind Tage auf den Positivbescheid warten muss, Kommunikation von Quarantäne an andere SchülerInnen, wenn denn diese überhaupt angeordnet wird, bedarf weitere Tage, und dann müssen die schon überlasteten Schulen Ihnen die Daten zukommen lassen und Sie müssen eine Entscheidung fällen….

    Kinder sind nicht Treiber der Pandemie: Es wird immer auf die eigenen Studien referenziert ohne dabei andere verfügbare Quellen heranzuziehen. Die Studien haben noch nicht mal einen wissenschaftlichen Review durchlaufen und werden als „Beweise“ präsentiert. LeserInnen die selbst in der Wissenschaft arbeiten bzw. sich dafür interessieren, wissen dass dies eigentlich ein „no-go“ ist. Beiträge die auf das RKI verweisen, in denen täglich von Ausbrüchen auch in Schulen und Betreuungseinrichtungen hingewiesen wird und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet, als auch Erfahrungen aus anderen Ländern, die Schulen schließen mussten um das Infektionsgeschehen zu minimieren, werden ignoriert. Hinweise, dass das sich über die Infektionslast von Kindern noch nicht abschließend beurteilen lässt, finden kein Gehör. Es ist doch für Ihre Entscheidungen auch zweitrangig ob Kinder Treiber sind. Sie tragen die Infektionen hinein und verursachen Quarantänemaßnahmen und Unsicherheit bei Allen, die einen reibungslosen Präsenzunterricht gar nicht möglich machen.

    Schutz von PädagogInnen: Fragen wie sie als Arbeitgeber ohne Mindestabstand und Reduzierung der Klassenkapazitäten Ihre MitarbeiterInnen und BeamtInnen schützen, werden nicht adressiert. Verweise auf maximal 2h zu tragende FFP2 Masken, wöchentliche Testungen, Lüften und „Kinder sind nicht Treiber“ der Pandemie sind die einzigen Antworten und „Lösungen“. Kein respektvolles Verhalten Ihren PädagogInnen gegenüber.

    Horte/ Kitas/ Heime werden nicht betrachtet: Ihre Antwort: Sind wir nicht zuständig. Formell richtig aber auch als Ministerium haben sie gewisse Stellschrauben und Möglichkeiten auf die Träger Einfluss zu nehmen. Schulen mühen sich ab Hygienekonzepte zu erstellen, die dann durch fehlendes Hort Personal und durchmischte Gruppen zerstört werden. Respektvolle Wertschätzung für die integralen Bausteine der Betreuung und Bildung werden vermisst. Gäbe es nicht auch die Möglichkeit mit kostenlosen Tests, Personal durch LehramtsstudentInnen,… zu unterstützen auch wenn sie nicht zuständig sind?

    Die Kommunikation von Herrn Piwarz: Es ist nicht respektvoll SchülerInnen als verlorene Generation zu bezeichnen, sollte Wechselunterricht eingeführt werden. Seit wann misst sich der Wert eines Menschen an seiner Bildung bzw. Funktion „im System“? Damit werden sie den Anstrengungen aller nicht gerecht. Kinder und Jugendliche können viel über faktenbasierte Entscheidungen und wissenschaftliche Diskurse lernen, verantwortungsvolle und unterstützende PolitikerInnen, die Ihre Ängste und Wünsche erst nehmen und sie auf Augenhöhe begegnen und nicht nur als irgendwie zu Betreuende sehen.
    Danke!

    Viele Grüße
    Christopher Schlegel

    • Lynn Winkler - SMK 9 Monaten vor

      Lieber Christopher Schlegel,

      vielen Dank für Ihre Gedanken. Zu einigen Punkten habe ich in verschiedenen Kommentaren bereits geantwortet. Daher möchte ich Sie gern darauf verweisen.

      Zum Corona-Update: Zugunsten einer genaueren und verlässlicheren Darstellung haben wir auf ein neues Daten-Erfassungssystem umgestellt. Dies hat einige Tage in Anspruch genommen, die ausstehenden Daten wurden aber inzwischen veröffentlicht. Damit können sich unsere Nutzerinnen und Nutzer ein Bild vom Infektionsgeschehen machen. Die absoluten Zahlen haben wir bereits vor der Umstellung zur Verfügung gestellt.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

  2. Sonne 9 Monaten vor

    Es wird sich gewundert, warum der Lockdown light nicht hilft. Kein Wunder bei den laschen, sich gegenseitig wieder aufhebenden Bestimmungen. Kinder dürfen mit leichten Erkältungsanzeichen in Kitas und Schulen…“leicht“ liegt im Auge des Betrachters. Die Eltern haben Not und müssen arbeiten. Gebt den Eltern die Sicherheit, das sie ihren Job nicht verlieren. Wir haben hier einen Ausnahmezustand! Senkt die Kriterien für K1 und K2!

    Worauf wartet Herr Kretschmar eigentlich noch? Lockdown komplett, jetzt!

  3. GS L ü50 9 Monaten vor

    Am 18.März zum Tag der vorsorglichen Schulschließungen gab es einen Inzidenzwert von 4,9, aktuell liegen wir bei über 300 in ganz Sachsen.
    Eltern, Lehrer und Schüler haben enorme Bedenken.
    Als GS Lehrerin und Mutti und auch Tochter einer, auch mit 75 noch – wenn gebraucht-aushelfenden Rentner- Lehrerin, wachsen meine Bedenken, ob wir aktuell wirklich klug und situationsbezogen handeln.
    Bitte entscheiden Sie neu, indem Sie den Gesundheitsschutz aller in Schulen Tätigen fokussieren und priorisieren.

  4. Carina Enke 9 Monaten vor

    Guten Morgen Herr Reelfs,
    leider ist die Verlinkte Unterseite zum Link “ Allgemeinverfügung auf der Corona-Website der Staatsregierung“ nicht mehr verfügbar. Können Sie den Link anpassen? (vermutlich zu https://www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-bekanntmachungen.html)
    Viele Grüße

  5. Enrico Jutzies 9 Monaten vor

    Sehr geehrter Herr Reelfs,
    die Oberschule in Kreischa hat für große Teile der Klassen und Lehrer eine Quarantäne Situation bis Mittwoch kommender Woche. Ist es bei dem überaus hohen Inzidenzwert im Landkreis tatsächlich denkbar, dass am Donnerstag der normale Schulbetrieb wieder los geht? Ich bin Elternratsvorsitzender der Oberschule und habe besorgte Elternanfragen.

  6. F. Petzold 9 Monaten vor

    Macht die Schulen bitte zu und zwar jetzt.

  7. Engagierter Lehrer 9 Monaten vor

    Lieber Herr Reelfs,
    mir ist bewusst, dass nicht Sie die Entscheidungen treffen. Gleichwohl haben Sie regelmäßigen Zugang zum Minister. Insofern meine Bitte: Ich bin Lehrer mit besonderen schulischen Aufgaben in einem BSZ in einem Landkreis, der kurz vor der Inzidenz von 500 steht. Vor 9 Monaten wurden Schulen bei weniger als einem Zehntel dieser Inzidenz geschlossen. Und jetzt gibt das SMS (für das SMK) Allgemeinverfügungen heraus, die leider lebensfremder nicht sein können. Was bedeuten denn 1.1 bis 1.3 dieser AV?
    1.1 – Dass wir für Nichtabgangsklassen die normale Anzahl Lehrer brauchen. Und die möglichst doppelt arbeiten sollen, um die „häusliche Lernzeit“ der Nichtanwesenden zu einer solchen werden zu lassen.
    1.3 – Dass wir für Abgangsklassen und -kurse die DOPPELTE Anzahl Lehrer und Räume brauchen. Und das in der Zeit der höchsten Krankenstände, der Positivfälle und Quarantänen!
    Können Sie mir DIESE Logik erklären? Dafür wäre ich wirklich dankbar.
    Nichtsdestotrotz: Wir halten durch!
    Herzliche Grüße

  8. Herr Albrecht 9 Monaten vor

    Hallo SMK,

    warum wurde mein letzter Kommentar mit einer vollkommen sachlichen Frage weder veröffentlicht noch beantwortet? Sie werden wissen warum aber für mich ist das absolut nicht nachvollziehbar. Einfach nur enttäuschend und mir reicht es jetzt. Hier braucht sich keiner mehr wundern wenn Leute aus Frust, Politikverdrossenheit, intransparent o.ä. AfD wählen.. Mir haben sie mit ihrem „Verhalten“ bezüglich des Zulassens von Kommentaren etc. in diesen Blog die Augen geöffnet und mich förmlich dazu getrieben bei der nächsten Wahl das Kreuz an einer anderen Stelle zu machen. Herzlichen Glückwunsch Frau Winkler, Herr Reelfs und Co..

    Mit freundlichen Grüßen

    Herr Albrecht

    • Lynn Winkler - SMK 9 Monaten vor

      Lieber Herr Albrecht,

      gern möchte ich Ihnen unsere Netiquette empfehlen, in der wir sowohl unsere Arbeitszeiten als auch unsere Arbeitsweise darlegen. An einem Sonntag innerhalb von 14 Minuten in der Noch-Nicht-Bearbeitung Ihres Kommentars eine Begründung für Ihr Wahlverhalten zu finden, entzieht sich meinem Verständnis vollkommen.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

  9. Herr Albrecht 9 Monaten vor

    Hallo SMK Team,

    ich habe eine Frage bezüglich der Quarantäne-Anordnung für Lehrkräfte. Konkret würde ich gerne in Erfahrung bringen, welche Anweisungen für Schulleitungen bestehen, also „ab wann sind Lehrkräfte in Quarantäne zu schicken?“. So viel ich weiß, sind am 2. Dezember (?) diesbezüglich nochmal Informationen an Schulleitungen ergangen. Leider herrscht an meinem Arbeitsplatz nur sehr wenig Transparenz sowohl über Fälle als auch über entsprechende Regelungen. Mich wundert es sehr, dass einfach nichts(!) passiert trotz einiger Fälle die man „am Rande“ mitbekommt. Ich bitte um Aufklärung für alle Beteiligten außerhalb der Schulleitung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Herr Albrecht

    • Lynn Winkler - SMK 9 Monaten vor

      Lieber Herr Albrecht,

      vielen Dank für Ihre Nachfrage. Gern kläre ich auf:

      Als Verdachtsfall gelten in diesem Kontext Beschäftigte, die

      • einen unmittelbaren engeren Kontakt von mindestens 15-minütiger Dauer mit weniger als 1,5 m Abstand zu einer Person hatten, die nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert ist,
      • von der Corona Warn App einen roten Warnhinweis erhalten haben oder
      • Symptome aufweisen, die auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 hinweisen, insbesondere Fieber, Husten und Atemnot.

      Betroffene sollten sich unverzüglich beim Gesundheitsamt (und im Falle von Symptomen auch beim Hausarzt) melden. Von dort wird dann über eine Quarantäne oder anderweitige Maßnahmen (z. B. Vornahme eines Coronatests) entschieden.

      Der Schulleiter ist (wie bei einer Krankmeldung) über eine von Seiten des Gesundheitsamtes angeordnete Quarantäne unverzüglich zu unterrichten.

      Solange in diesem Zusammenhang noch keine Quarantäneanordnung des Gesundheitsamtes ergangen ist, dürfen die nach den vorgenannten Kriterien als Verdachtsfall einzustufenden Beschäftigten die Schule zur Vermeidung von Ansteckungsrisiken nicht mehr betreten bzw. sie beenden nach Rücksprache mit der Schulleitung unverzüglich ihren Dienst. Solange keine Krankschreibung erfolgt, wird der Dienst im Homeoffice fortgesetzt. Diese Anordnung erfolgt durch die Schulleiterin bzw. den Schulleiter.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

  10. Privat 9 Monaten vor

    Schulschließungen sind überfällig!!! Die Inzidenz liegt aktuell bei über 500 im LK Sächsische Schweiz Osterzgebirge.
    Wie lange will man noch warten?

  11. Privat 10 Monaten vor

    Wie lange will man uns noch hinhalten? Eine Inzidenz nahe der 500 er Marke sollte doch nun endlich dazu führen, dass gehandelt wird. Wir hatten bereits 3 Klassen in Quarantäne. Was ist passiert? Nichts! Die Schulleitung möchte keinen Wechselunterricht. Super! Die Kinder müssen weiter in den vollen Präsenzunterricht, Sportunterricht wird jetzt mit Maske vollzogen. Der Bus ist voll und vor und nach dem Unterricht mischen sich die Klassen. Das sind doch keine Zustände!!! Abstand überall, nur nicht in der Schule. Das ist nicht verhältnismässig. Ganz Sachsen ist ein Hotspot, deshalb gibt es nur eine Forderung. Wechselunterricht für alle oder Schule zu! Wer das nicht mag, solle die Schulpflicht aussetzen. Eltern sollten dann selbst entscheiden können, ob sie das Risiko einer Gesundheitsgefährdung eingehen wollen. Das Festhalten am Regelbetrieb ist nicht mehr tragbar. Jetzt muss gehandelt werden. Sofort, denn bis zu den Ferien kann und darf es so nicht weitergehen.

  12. Frank 10 Monaten vor

    Ich frage mich, warum diese Vorgaben nach außen kommuniziert, intern aber mit Füßen getreten werden. Wie kann laut oben genannten Kriterien der Antrag einer Oberschule auf Wechselunterricht abgelehnt werden, wenn sie im Risikogebiet mit deutlich über 200 Neuinfizierten auf 100000 Einwohnern liegt, mehrere positive Fälle in der Schule vorweisen muss und sich mehrere Klassen bereits in Quarantäne befinden? Im selben Ort wird gleichwohl der Wechselunterricht im Gymnasium genehmigt bzw. angewiesen. Muss ich daraus schlussfolgern, dass die vorhandenen Positivfälle in der Einrichtung sowie ausgesprochene Quarantäne von drei Klassen keine „diffuse Infektionslage“ darstellen oder wie ist so eine Entscheidung zu begründen? Wieviele Personen müssen sich und andere in dieser Einrichtung noch infizieren, damit die kommunizieren Kriterien als erfüllt gelten?

    • Lynn Winkler - SMK 9 Monaten vor

      Lieber Frank,

      vielen Dank für Ihren Beitrag. Ohne die konkrete Schule zu kennen, kann ich diesem Fall leider nicht nachgehen und Ihnen keine Antwort darauf geben.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

  13. Ralf Zoellner 10 Monaten vor

    Aber es hält sich doch kommunal keiner an die Vorraussetzungen.
    Chemnitz sei z.bsp. bereits seit Dienstag 200er Dauergebiet lt. Verordnungsbegründung.
    Dabei hat das RKI am So und gestern unter 200 veröffentlicht.
    Soll das die Schule entscheiden und fertig.
    Tolle Begründungen an die sich anschließend die erlassene Behörde selbst nicht hält sind gefährlich.

  14. Claudia 10 Monaten vor

    Hat Herr Piwarz dann auch Lehrkräfte, die er den Schulen zur Verfügung stellen kann, sollte der Wechselunterricht angewiesen werden? An unserer Schule ist dieses Modell schlicht nicht durchführbar, da einfach viel zu viele Lehrkörper fehlen (krank, Quarantäne, Kinderbetreuung). Es werden derzeit schon ganze Klassenstufen zu Hause gelassen, weil ein Unterricht nicht ab haltbar ist und die Klassen, die anwesend sind, werden teils von fachfremden Lehrerinnen und Lehrern im Prinzip beaufsichtigt, da oftmals die Aufgaben in der Schule erledigt werden, die vom Fachlehrer online eingestellt werden. Hier heißt sich die Katze in den Schwanz. Transparenz zwischen Schule und den Elternhäusern fehlt und unseren Kindern die Struktur.

  15. I.W. 10 Monaten vor

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    wenn man schon weiß, dass in nächster Zukunft noch mehr Schulen betroffen sein werden, warum schickt man nicht alle Schulen in den Wechselunterricht? Die täglichen zermürbenden Auseinandersetzungen um das (korrekte) Tragen der Masken würden dann auch wegfallen. Viele Kollegen sind physisch und psychisch angeschlagen wegen der Arbeitsbelastung (Unterricht und Material für Schüler in Quarantäne erstellen) und beständiger Auseinandersetzungen wegen der durchzusetzenden Coronamaßnahmen. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass reihenweise Lehrer deshalb krankheitsbedingt ausfallen. Dann wird der Unterricht auch nicht mehr gehalten werden können. Mittlerweile haben Lehrer, die in der Schule die Hygienemaßnahmen umsetzen müssen, auch im privaten Bereich angefeindet. Das geht zu weit.
    Ich bin natürlich dafür, dass Schüler soziale Kontakte haben müssen in der Schule. Ich weiß, dass Unterricht in der Schule besser ist als das Lernen zu Hause.
    Der Preis, den die Lehrer zahlen, ist aus meiner Sicht sehr hoch. Ich mache mir große Sorgen um die älteren, aber auch die jüngeren Kollegen an der Schule. Wo bleibt die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers?

  16. verwunderter lehrer 10 Monaten vor

    Link „Allgemeinverfügung auf der Corona-Website der Staatsregierung“ funktioniert „super“. Auch auf der sachsen.de-Seite direkt fehlen natürlich die wichtigen Anlagen mit den Schulen/Klassen.

    • Lynn Winkler - SMK 9 Monaten vor

      Liebe verwunderter lehrer,

      vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben noch mal geprüft: Funktioniert. Schauen Sie gern noch einmal.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler