Vielfältig und besonders kollegial: Die Oberschule in Döbeln

Vielfältig und besonders kollegial: Die Oberschule in Döbeln

Lehrer werden in Döbeln? Wir haben die Oberschule „Am Holländer“ besucht. Sie überzeugt mit vielen verschiedenen Projekten und Angeboten – und vor allem mit einem Kollegium, auf das man sich jederzeit verlassen kann.

 

„An unserer Oberschule unterrichten 40 Lehrerinnen und Lehrer rund 450 Schülerinnen und Schüler“, erzählt Schulleiterin Katrin Wagner. „Wir befinden uns hier in einem Schulkomplex – denn wir arbeiten mit der Grundschule unter einem Dach.“

Für die Oberschülerinnen und Oberschüler stehen zum Beispiel verschiedene Ganztagsangebote bereit: „Im musikalischen Bereich gibt es eine Schulband und einen Gitarrenkurs, außerdem können unsere Mädchen und Jungen einen Keramikkurs und einen Schmuckkurs besuchen. Außerdem gibt es das Projekt ‚Junge Sanitäter ‘ und eine Judogruppe – und wir bieten ein Angelprojekt an. Seit etwa fünf Jahren angelt ein ehemaliger Kollege von uns, Biologielehrer im Ruhestand, vorrangig mit unseren Fünft- und Sechstklässlern an kleinen Teichen in der Umgebung.“

„Wir haben als eine von acht Schulen in Sachsen das Produktive Lernen. Mit einer Klasse in der Klassenstufe acht und einer Klasse in der Klassenstufe neun.“ Für das Projekt „Produktives Lernen“ bewerben sich Schülerinnen und Schüler aus dem Umkreis, denen das praktische Arbeiten leichter fällt. Sie sind drei Tage in der Praxis, also in einem Unternehmen, und zwei Tage in der Schule im Unterricht. „In einer Orientierungsphase müssen sie sich zunächst bewähren. Das heißt, hier können sie herausfinden, ob das Projekt etwas für sie ist“, erklärt Katrin Wagner. Nach zwei Jahren absolvieren sie – genauso wie die übrigen Schülerinnen und Schüler unserer Schule – den Hauptschulabschluss und dieser wird als gleichwertiger Hauptschlussabschluss anerkannt. Sie können auch den qualifizierenden Hauptschulabschluss erwerben. „Dadurch, dass die Mädchen und Jungen in dieser Zeit drei Betriebe kennenlernen, bekommen sie ein besseres Gefühl für ihren späteren Berufsweg – und ihnen fällt die Lehrstellensuche häufig leichter.“ Derzeit absolvieren an der Oberschule zwischen 10 und 15 Schülerinnen und Schüler pro Jahrgang das Produktive Lernen.

Das ist Cindy Berger

Die Junglehrerin unterrichtet hier seit 2017 in den Fächern Musik, Deutsch und Ethik – und das sehr gern: „Ich habe ein tolles Kollegium und wurde hier sehr herzlich aufgenommen“, berichtet Cindy Berger. „Wir reden hier sehr viel miteinander – wir sind ein sehr familiäres Team.“

Und warum gerade diese Schule? „Weil ich Döbelnerin bin“, erzählt Cindy Berger lachend. „Ein paar meiner Kollegen waren früher meine Lehrer.“ Die Nachwuchslehrerin hat in Jena studiert: „Das war auch eine schöne Zeit. Aber mein Mann und ich sind in Döbeln fest verwurzelt – und deshalb bin ich jetzt hier auch Lehrerin“. Und das Lehrerleben in Döbeln hält viele schöne Momente bereit: „Wenn Schüler dieses ‚Aha-Erlebnis‘ haben, diese Erkenntnis ‚jetzt habe ich etwas verstanden und ich kann es anwenden‘ und natürlich dieser Stolz, wenn sie aufgrund ihrer Leistungen eine gute Note bekommen – das ist für mich besonders schön.“

Das ist Johann Franz

Johann Franz unterrichtet Mathe und Sport. „Ich habe in Koblenz studiert, komme ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen“, erzählt der Junglehrer. „Aber die Liebe hat mich nach Sachsen verschlagen – und ich bin hier sehr zufrieden.“

„Mir gefällt besonders unser Lehrerkollegium. Wir verstehen uns hier sehr gut, wir können uns aufeinander verlassen – und das ist aus meiner Sicht für unsere Arbeit sehr wichtig“, betont Johann Franz. „Es gibt immer mal Herausforderungen im Schulalltag, aber wenn man als junger Lehrer immer jemanden hat, der mit Rat und Tat zur Seite steht, ist das sehr hilfsreich. Und auch von der Schulleitung kann ich immer Hilfe erwarten und das erleichtert die Arbeit ungemein.“ Schöne Momente gibt es auch bei ihm: „Im Sportunterricht sieht man immer sehr deutlich, wenn es den Schülerinnen und Schülern gefallen hat. Am Ende sind alle platt, aber glücklich – das ist das Gefühl, bei dem ich sage, das hat richtig Spaß gemacht.“

Das ist Riccarda Priemer

Die Seiteneinsteigerin unterrichtet Mathematik und Informatik. „Ich bin Klassenlehrerin einer sechsten Klasse. Seit 2017 bin ich hier an der Oberschule. Ich habe vorher Nachhilfe gegeben und das hat mir sehr viel Freude bereitet. Also habe ich mich entschieden, Lehrerin zu werden.“

„Ich bin sehr dankbar und froh über unser Kollegium. Hier herrscht ein guter Zusammenhalt – und auch wenn man mal einen schlechten Tag hatte, sobald man ins Lehrerzimmer kommt, ist vieles gleich wieder vergessen“, erzählt Riccarda Priemer. „Man tauscht sich aus, bekommt Unterstützung: Deshalb bin ich sehr froh, dass ich hier bin.“

Ist der Seiteneinstieg etwas für jeden? „Ich finde, man muss es ausprobieren. Es ist kein einfacher Weg, es fordert. Es gibt viele Eindrücke im Schulalltag, aber man bekommt auch so viel zurück. Lehrer sein ist etwas Sinnvolles mit vielen schönen Momenten. Besonders die Momente mit meiner eigenen Klasse sind am schönsten: Ihre Entwicklung zu sehen, helfen zu können – das ist unersetzbar.“

Lehrer werden in Sachsen!

Neugierig? Egal, ob grundständig ausgebildete Lehrerin bzw. ausgebildeter Lehrer oder Seiteneinsteigerin bzw. Seiteneinsteiger: Alle Informationen zum #LehrerwerdeninChemnitz gibt es beim Landesamt für Schule und Bildung Chemnitz:

Kontakt:

Rainer Fuhrmann, Personalreferat
Telefon: 0371 53 66 220

Kerstin Fechert, Seiteneinstiegskoordinatorin
Telefon: 0371 53 66 312

Alle Informationen zum #LehrerwerdeninSachsen auf unserer Webseite: www.lehrer-werden-in-sachsen.de.

Lynn Winkler, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

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