Lernen neu entdecken: Terra Nova Campus – Die Entdeckerschule Chemnitz

Lernen neu entdecken: Terra Nova Campus – Die Entdeckerschule Chemnitz

Lehrer werden in Chemnitz? An einem Förderzentrum? Wir haben Terra Nova Campus – Die Entdeckerschule Chemnitz besucht. Sie überzeugt nicht nur mit einem großzügigen, neuen Schulgebäude, modernster Ausstattung und vielfältigen Förderangeboten, sondern ganz besonders mit einem hochmotivierten und herzlichen Team.

„Wir sind ein Team aus verschiedenen Spezialisten und möchten jeder Schülerin und jedem Schüler die Möglichkeit geben, sich entsprechend seiner individuellen Begabungen bestmöglich zu entwickeln“, sagt Annett Goerlitz, Schulleiterin des Förderzentrums mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung in Chemnitz. Die Voraussetzungen dafür stimmen: Auf dem rund 14.000 Quadratmeter großen Schulgelände gibt es einen Therapie- und Medizinbereich, Heim- und Ganztagsbetreuung sowie eine Sporthalle und Sportfreianlagen. „Bewegung ist ein wichtiger Baustein unseres Konzepts.“

An der Entdeckerschule lernen Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse. Entsprechend ist der Schulkomplex in drei Bereiche unterteilt: Terra Bambini für die Grundschülerinnen und Grundschüler, Terra Luna für den Oberschulbereich und den Förderschwerpunkt Lernen sowie Terra Mio für die Unter- und Werkstufe und den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Die Mädchen und Jungen können hier ihren Realschulabschluss, Hauptschulabschluss und den erfolgreichen Abschluss im Förderschwerpunkt Lernen und geistige Entwicklung erwerben. „Genauso wie die Kleinen davon profitieren, dass die Großen da sind, profitieren die Großen davon, dass die Kleinen da sind. Weil sich dadurch ganz viele Berührungspunkte ergeben – dieses soziale Lernen funktioniert gut. Und so entwickelt sich auch die Akzeptanz und Toleranz unter den Schülerinnen und Schülern gut“, freut sich Annett Goerlitz.

Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung: Was bedeutet das?

Dieser Förderschwerpunkt meint Beeinträchtigungen oder Körperbehinderung, die sich auf das Lernen oder den erfolgreichen Schulabschluss auswirken können. „Deshalb bedürfen diese Schülerinnen und Schüler einer besonderen Förderung, die sie bei uns durch einen entsprechenden Unterricht und durch verschiedene Unterstützungssysteme, wie zum Beispiel therapeutische Angebote, erhalten.“

Eine moderne Schule mit vielen Angeboten

„Wir sind 2016 hier in die Heinrich-Schütz-Straße umgezogen“, erzählt Annett Goerlitz. „Der Neubau mit seiner modernen Ausstattung ermöglicht vielfältige Angebote für unsere Schülerinnen und Schüler. Das beinhaltet bei uns nicht nur das Lernen, sondern auch Therapie und Ganztagsangebote. Und all das wird bei uns im Schulalltag so vernetzt, dass eine Förderung bestmöglich gelingt.“

„Das Besondere sind die interdisziplinären Angebote“, erzählt die Schulleiterin. Es gibt zum Beispiel ein Bewegungsbecken für therapeutische Wasserangebote. Außerdem steht eine große, barrierefreie Zweifeld-Sporthalle zur Verfügung. „Hier finden nicht nur unsere Schülerinnen und Schüler sowie viele Vereine der Stadt Chemnitz eine Sport- und Trainingsstätte. In der ersten Ferienwoche fand hier zum Beispiel auch ein Sommer-Basketball-Camp mit Basketballer und NINERS-Kapitän Malte Ziegenhagen für Schülerinnen und Schüler aus ganz Sachsen statt. Thema war dabei auch Rollstuhl-Basketball.“

Platz hat hier auch ein Schulgarten gefunden. „Wir pflanzen hier verschiedene Lebensmittel wie Kartoffeln und Tomaten zusammen mit den Schülerinnen und Schülern an. Nach der Ernte verarbeiten wir diese dann direkt in unserem Hauswirtschaftsunterricht weiter. So lernen unsere Mädchen und Jungen auch, wo Lebensmittel und ihr Essen eigentlich herkommen.“ Der Raum für den Hauswirtschaftsunterricht ist übrigens barrierefrei, zum Beispiel gibt es höhenverstellbare Tische für die Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer – für sie gibt es auch Hochbeete.

Individuelle Förderung durch Musik

Die 31-Jährige Theres Eckardt arbeitet seit 2016 vorwiegend als Musiklehrerin an der Entdeckerschule. „Ich unterrichte Schülerinnen und Schüler mit Lernförderbedarf, Oberschülerinnen und Oberschüler und bin auch im Grundschulbereich tätig – auch Schülerinnen und Schüler mit schwerer Mehrfachbehinderung unterrichte ich im Musikbereich.“ Neben Musik gibt die Nachwuchslehrerin außerdem Unterricht im Bereich Sprache und Lese-Rechtschreib-Schwäche, auch ein Kurs in basaler Stimulation gehört zu ihren Aufgaben.

„In meinem Musikbereich bin ich total zufrieden, weil ich alles an Equipment habe, was ich brauche, um mich musikalisch auszutoben. Das ist wirklich sehr, sehr schön“, schwärmt Theres Eckardt. „Ich bin sehr glücklich mit meinem Fach, das ich von Herzen gern unterrichte. Ich bin leidenschaftliche Musiklehrerin und Musikerin. Und diese Freude an Musik und Kultur versuche ich den Schülerinnen und Schülern näherzubringen.“ Speziell in Projekten wie der Schülerband gelingt ihr das besonders gut: „Hier kann ich die Schülerinnen und Schüler sehr individuell fördern. Ich kann gerade denjenigen mit körperlichen Beeinträchtigungen etwas für ihr Selbstwertgefühl, für ihre persönliche Entwicklung mitgeben – dieses „Gesehen werden“, ich kann etwas, weil ich stehe hier vorn und bringe euch etwas rüber, das gefällt mir total gut.“

Bewegung, Individualisierung, Teamarbeit

Die unterrichtliche Konzeption der Entdeckerschule basiert auf drei Schwerpunkten: 1. Bewegungsförderung: „Alles, was wir machen, hat mit Bewegung und der Frage ‚Wie bringe ich die Schulung der Motorik in den Unterricht?‘ zu tun“, erklärt Annett Goerlitz. 2. Individualisierung bzw. Differenzierung: „Es kommt bei uns immer darauf an, Unterrichtsinhalte so zuzuschneiden, dass sie bestmöglich bei den Schülerinnen und Schülern ankommen.“ 3. Teamarbeit: „Wir haben hier unterschiedliche Spezialisten und jeder schaut aus dem Blickwinkel seiner Profession auf das Kind. So kann man gemeinsam schauen, wie die Förderung bestmöglich gelingt. Und jeder der gern im Team arbeitet, findet hier bei uns ein gutes Zuhause.“

Das hat auch Theres Eckardt überzeugt: „Was mir sehr gut an dieser Schule gefällt, ist das übergreifende Arbeiten. Wir haben hier viele verschiedene Schülerinnen und Schüler mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen: Das ist auch eine Herausforderung, weil man sich im Kopf viel umprogrammieren muss“, erzählt Theres Eckardt. „Man ist auch manchmal mit Schicksalen konfrontiert, aber man kann ein guter Begleiter für die Schülerinnen und Schüler sein. Und das schätze ich sehr.“

Auch die Lage der Schule überzeugt aus ihrer Sicht: „Sie ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen – gleichzeitig haben wir hier den ‚Zeisigwald‘ direkt nebenan: der zum Beispiel zu Exkursionen einlädt. Und wir sind ein gutes Kollegium: Wir sind viele junge Leute und viele kompetente Lehrerinnen und Lehrer, die mit Leidenschaft ihren Beruf ausüben – genauso wie die pädagogischen Fachkräfte, Krankenpfleger und Therapeuten, die hier arbeiten.

Noch mehr zur Entdeckerschule Chemnitz gibt es auf unserem SMK-YouTube-Kanal.

Lehrer werden in Sachsen!

Neugierig? Egal, ob grundständig ausgebildete Lehrerin bzw. ausgebildeter Lehrer oder Seiteneinsteigerin bzw. Seiteneinsteiger: Alle Informationen zum #LehrerwerdeninChemnitz gibt es beim Landesamt für Schule und Bildung Chemnitz:

Kontakt:

Rainer Fuhrmann, Personalreferat
Telefon: 0371 53 66 220

Kerstin Fechert, Seiteneinstiegskoordinatorin
Telefon: 0371 53 66 312

Alle Informationen zum #LehrerwerdeninSachsen auf unserer Webseite: www.lehrer-werden-in-sachsen.de.

Lynn Winkler, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

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