Teach First Deutschland: „Fellow“ Katharina stellt sich und ihre Arbeit an einer Grundschule vor

Teach First Deutschland: „Fellow“ Katharina stellt sich und ihre Arbeit an einer Grundschule vor

19 sogenannte Fellows von Teach First Deutschland werden in diesem Schuljahr an Sachsens Schulen aktiv. Als Vertrauenspersonen und zusätzliche Kräfte unterstützen sie Lehrer im Förder- und Fachunterricht und betreuen Kinder und Jugendliche an Schulen aus schwierigem sozialen Umfeld. Eine der Fellows ist Katharina Ringler. Im Blog schreibt sie von ihren ersten Eindrücken an ihrer Schule. Ein Erfahrungsbericht.

Gestatten, Katharina Ringler. Fränkin. Volkswirtin. Seit Montag: Teach First Deutschland Fellow an der Karl-May-Grundschule in Hohenstein-Ernstthal.

Zwei Jahre liegen vor mir, fünf Tage hinter mir: Mit dem Elan der Schuleingangsfeier im Schützenhaus startet meine erste Schulwoche. Vorherrschendes Gefühl: Neugier von allen Seiten. Nicht nur ich bin aufgeregt. Auch die Lehrerinnen sind neugierig, was ein „Fellow“ ist und was ich an ihrer Grundschule mache. Dass mein Volkswirtschaftsstudium zunächst nicht pädagogischer Arbeit klingt, macht es noch spannender.

Das ist Katharina Ringler. Sie ist Fellow an der Karl-May-Grundschule in Hohenstein-Ernstthal.

Wen unterstütze ich an der Karl-May-Grundschule?

Bei den vielen freudigen Kindern und Lehrkräften kam mir kurz die Frage, warum diese Schule zusätzlich einen Fellow braucht. Im Gegensatz zu manchen Schulen meiner Mit-Fellows sieht der Blick über die Felder nicht nach Problemviertel aus. Dennoch merke ich schnell, dass es Kinder gibt, die Gefahr laufen, abgehängt zu werden. Kinder, die im traditionellen Unterricht ihre Potenziale nicht vollends entfalten können. Genau diese Kinder will ich in den nächsten zwei Schuljahren fit machen für den Übergang an die weiterführende Schule.

Warum bin ich hier Fellow geworden?

Ich selbst möchte aus der Schule genauso viel mitnehmen wie die Kinder. Neben dem Verständnis für Land und Leute, vor allem im System Schule, kann ich hier meine Fähigkeit beweisen, eigene Projekte umzusetzen. Ich möchte Bindungen zu Kindern, Kolleginnen, der Schulleitung und Akteuren der Stadt aufbauen. Mit meiner Extra-Portion Zeit möchte ich dafür sorgen, dass dieses Netzwerk den Schülerinnen und Schülern der Karl-May-Grundschule zugutekommt.

Dirk Reelfs, Pressesprecher im Sächsischen Staatsministerium für Kultus

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