Anträge zur Verbeamtung können gestellt werden

Anträge zur Verbeamtung können gestellt werden

Ab sofort können Lehrkräfte, die sich zum 01.08.2018 in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis mit dem Freistaat Sachsen befinden, die Verbeamtung beantragen. Wichtige Fragen und Antworten zum Verfahren haben wir hier zusammengestellt.

Der elektronische Antrag: Was ist dabei zu beachten?

Der persönliche Antrag steht für Lehrerinnen und Lehrer seit dem 07.08.2018 im Schulportal zur Verfügung. Alle Anträge sind dabei bereits mit grundlegenden personenbezogenen Daten vorausgefüllt und können in vervollständigter Form über das Schulportal elektronisch zurückgesandt werden. Eine postalische Übersendung ist nicht notwendig. Nach Eingang des Antrags erhalten die Antragssteller umgehend eine digitale Bestätigung über das Schulportal. Im Verlauf der Bearbeitung prüft das Sächsische Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB), ob die sachlichen und die persönlichen Voraussetzungen für eine Verbeamtung vorliegen. Bei einem positiven Ergebnis erhalten die Lehrkräfte ab 03.09.2018 ein entsprechendes Schreiben mit detaillierten Informationen, welche Unterlagen bis zu welchem Termin noch einzureichen sind und was von ihnen gegebenenfalls noch zu veranlassen ist. Dazu zählen zum Beispiel das polizeiliche Führungszeugnis und der Nachweis über die Staatsbürgerschaft. Auch eine ärztliche Untersuchung ist zu absolvieren.

schwarze Tafel mit dem Schriftzug "Verbeamtung"

Zu beachten ist weiterhin, dass auch Lehrkräfte, die bereits zu einem früheren Zeitpunkt einen Antrag auf Verbeamtung gestellt haben, den neuen Antrag über das Online-Formular im Schulportal ausfüllen müssen.

Die ärztliche Untersuchung: Wie läuft sie ab?

Jeder Lehrer, der eine Verbeamtung beantragt, muss sich einer ärztlichen Eignungsfeststellung unterziehen. Dabei prüft der Arzt, ob die gesundheitlichen Voraussetzungen der Lehrkraft für eine Beschäftigung im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit erfüllt sind und teilt die entsprechenden Ergebnisse dem LaSuB mit. Die ersten Untersuchungen sollen ab 01.10.2018 beginnen. Die Kosten dafür trägt das Sächsische Staatsministerium für Kultus.

Wer führt die ärztliche Untersuchung durch?

Anders als bei bisherigen Untersuchungen können die ärztlichen Eignungsfeststellungen in Bezug auf die Verbeamtung auch von niedergelassenen Hausärzten (Fachärzte) durchgeführt werden. Dazu steht das Kultusministerium derzeit in Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen.

Wie viele Lehrer können nach jetzigem Stand verbeamtet werden?

Voraussichtlich ist eine Verbeamtung für 4.260 Bestandslehrer und für 1.050 Neueinstellungen möglich.

Gibt es eine zeitliche Ausschlussfrist für die Antragsstellung?

Nein. Jede Lehrkraft entscheidet selbst, wann sie ihren Antrag stellen möchte. Beachtet werden muss lediglich der Befristungszeitraum der Verbeamtungsmöglichkeit bis zum 31.12.2023. Eine frühzeitige Antragsstellung über das Schulportal (bis einschließlich 31.08.2018) gewährleistet eine schnellstmögliche Bearbeitung.

Wie lang dauert die Probezeit? Was ist hinsichtlich der Vorsorge für den Krankheits- und Pflegefall zu beachten? Antworten auf diese und weitere wichtige Fragen sowie Entscheidungshilfen zur Verbeamtung finden Sie hier.

Zusätzliche Informationen gibt es auch im Blogbeitrag FAQs zur Verbeamtung von Lehrern in Sachsen.

Wer individuelle Fragen zur Verbeamtung hat, kann sich an den jeweiligen Standort des Landesamtes für Schule und Bildung wenden. Für diesen Zweck wurden extra E-Mail-Adressen eingerichtet:

Standort Bautzen:    verbeamtung_stob@lasub.smk.sachsen.de

Standort Chemnitz: verbeamtung_stoc@lasub.smk.sachsen.de

Standort Dresden:   verbeamtung_stod@lasub.smk.sachsen.de

Standort Leipzig:     verbeamtung_stol@lasub.smk.sachsen.de

Standort Zwickau:   verbeamtung_stoz@lasub.smk.sachsen.de

Lynn Winkler, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

16 Kommentare

  1. 10 Jahre Lehrer OS vor 2 Tagen

    Hallo,

    Worin begründet sich die erneute Probezeit für neue Beamte? Kann man bestehende Bestimmungen sinvoll anpassen?

    Ein 40 jähriger Leher, der in Sachsen erstes und zweites Staatsexamen hinter sich hat, nach einer Probezeit, ausreichend Hospitation und Beurteilungen seinen unbefristeten Arbeitsvertrag hat und schon mehrere Jahre erfolgreich als Lehrer arbeitet soll nun erneut beweisen, dass er das kann was er seit langem tut.

    Unter welchen konkreten Kriterien wird diese Probezeit von 3 auf 1 Jahr gekürzt?

    MfG

  2. Lehrer OS vor 3 Tagen

    Hallo,

    Warum ist es nötig, dass Lehrer die schon unterrichten, ihr Referendariat und die Probezeit für das was sie tun erfolgreich hinter sich gebracht haben wieder in eine neue Probezeit zu stecken, die wiederum genau das gleiche feststellen soll, was schon von ihnen bewiesen wurde? (Ansonsten sollten sie ja nicht unbefristet als Lehrer arbeiten)

    Worin liegt der Sinn? Ist das eine zusätzliche Beschäftigung für die Schulleitung? Die Möglichkeit doch noch ein paar Pensionsrücklagen einzusparen?

    Das vergrault doch wieder Lehrkräfte.
    Die haben ihre Prüfung doch schon bestanden und arbeiten in der Praxis.

    Anhand welcher konkreten Kriterien soll festgelegt werden ob die Probezeit von 3 auf 1 Jahr gekürzt werden kann?

    MfG

  3. Robert Himmelsbach vor 5 Tagen

    Guten Tag
    Auf den Infoveranstaltungen, die ich besucht habe würde stets betont, dass sich Bestandslehrer bis zum 01.01.19 entscheiden müssen und danach keine Möglichkeit zur Übernahme in das Beamtenverhältnis mehr besteht. Der Zeitraum bis 2023 sei lediglich das Fenster, in dem Neueingestellte Lehrer das Angebot bekommen, sich zwischen dem Angestellten- und dem Beamtenverhältnis zu entscheiden. Hier im Blog steht nun, dass sich auch Bestandslehrer noch bis 2023 Zeit lassen können, um die Vor- und Nachteile abzuwägen. Welche Information stimmt nun? danke! Mfg Robert

    • Autor
      Lynn Winkler - SMK vor 2 Tagen

      Guten Tag Robert,

      herzlichen Dank für Ihre Frage. Für Bestandslehrer gibt es, mit Ausnahme der im Handlungsprogramm festgelegten Frist (31.12.2023), keine Ausschlussfrist. Individuell muss jeder Bewerber lediglich das Nichtüberschreiten der Altersgrenze beachten. Eine zeitnahe Antragsstellung über das Schulportal (bis einschließlich 31.08.2018) gewährleistet jedoch eine schnellstmögliche Bearbeitung.

      Freundliche Grüße
      Lynn Winkler

  4. Funktionsträger aus Bautzen vor 6 Tagen

    Liebe Frau Winkler,

    ich habe eine Funktionsstelle und bin unter 42, wäre also eventuell zu verbeamten. Werde ich bei einer Verbeamtung in die a14 eingruppiert (bin aktuell in der e14) oder muss ich dann in die a13? Weder aus dem Handlungsprogramm noch in den Unterlagen des Schulportals geht dies hervor. Es wird immer nur von der a13 gesprochen.
    Schnelle Antwort wäre toll.

    Herzliche Grüße aus der Lausitz

    • Autor
      Lynn Winkler - SMK vor 2 Tagen

      Lieber Funktionsträger aus Bautzen,

      bei Bestandslehrern, die bereits in die E 14 eingruppiert sind, prüft das LaSuB, ob die Voraussetzungen für eine Einstellung im ersten Beförderungsamt vorliegen. Eine Verbeamtung als Oberstudienrat ist also durchaus möglich.

      Sonnige Grüße aus Dresden
      Lynn Winkler

  5. Jana Schneider vor 6 Tagen

    Hallo Liebes SMK-Blog Team,
    wie sieht es eigentlich mit einer Versetzung bei Verbeamteten Lehrern aus? In welchen Umkreis kann ich seitens der Lasub bzw. des SMK´s versetzt werden. Gilt auch hier die Regelung, dass man nur in seinem „Schulbezirk“ versetzt werden kann oder gilt dann ganz Sachsen. Gibt es hierzu eine Regelung, die eine maximal Anzahl von Versetzungen festschreibt?
    Danke für den tollen Blog
    Jana

    • Autor
      Lynn Winkler - SMK vor 2 Tagen

      Liebe Jana Schneider,

      vielen Dank für Ihr Lob! Darüber freuen wir uns sehr.

      Zu Ihrer Frage: Die Pflichten von Beamten (wozu auch Abordnungen oder Versetzungen gehören) finden Sie in unseren FAQs (https://www.lehrerbildung.sachsen.de/23075.htm) unter dem Punkt „Welche Pflichten haben Beamte“. Regelungen zu einer „maximalen Anzahl“ möglicher Abordnungen oder Versetzungen gibt es nicht.

      Freundliche Grüße
      Lynn Winkler

  6. Marco F vor 7 Tagen

    Sehr geehrte Frau Winkler,
    in den Diskussionen und Vorabmeldungen war immer wieder von der Möglichkeit gesprochen worden, dass Ausnahmeregelungen (Erziehungszeiten, FSJ oder Zivildienst) die Altersgrenze um diese Zeit nach hinten schieben könnten. Mich betrifft das – ich verpasse den Stichtag um 3 Monate. Ist da nun etwas vorgesehen? Gerade diese Angestellten müsste ja zeitig Bescheid wissen, da sie bei evtl. Regelungen nicht ewig Zeit mit dem Antrag haben.

    • Autor
      Lynn Winkler - SMK vor 2 Tagen

      Sehr geehrter Marco Fiedler,

      vielen Dank für Ihre Geduld. Leider kann ich Ihnen zu Ihrer Frage derzeit noch keine befriedigende Auskunft geben. Das entsprechende Gesetz, das diesen Sachverhalt – d. h. die Absenkung der Altersgrenze auf 42 Jahre und die Festlegung möglicher Ausnahmen – künftig regelt, liegt noch nicht vor. Sobald es einen neuen Sachstand gibt, informieren wir Sie hier sofort.

      Freundliche Grüße
      Lynn Winkler

  7. Lehrer Gym vor 7 Tagen

    Behalten Lehrer am Gym, die verbeamtet werden, ihre Stammschule? Also bleibt dies vertraglich verankert bzw. steht das auf der Ernennungsurkunde? Werden Beamte bevorzugt schulartfremd eingesetzt?

  8. OS/GY-Lehrer vor 7 Tagen

    Guten Tag,

    Danke für die Moglichkeit dieses Blogs, hier Kommentare zu hinterlassen.
    Ich habe eine Frage, die nur ein paar künftige Beamte umtreibt:
    Wie verhält es sich mit den schulartfremd eingestellten Lehrern, die zeitlich befristet z.B. an die Oberschule statt gleich ans Gymnasium gegangen sind? Einen Vertrag haben sie als Beamte ja nicht mehr, auf den sie sich berufen können. Mich treibt der Gedanke um, dass das LaSuB mir die Oberschule für alle Zeit aufdiktiert und meine eigentliche Ausbildungsschulart dabei herunterfällt.
    Danke für Ihre Antwort und freundliche Grüße!

    • Autor
      Lynn Winkler - SMK vor 7 Tagen

      Guten Tag OS/GY-Lehrer,

      vielen Dank für Ihre Frage. Im Augenblick können wir dazu leider keine Aussage treffen. Ihr Anliegen liegt zudem vor allem im Ermessen des LaSuB. Allerdings können Sie sich gern bei den zuständigen Kollegen informieren: https://www.lehrerbildung.sachsen.de/offene_fragen.html.

      Freundliche Grüße
      Lynn Winkler

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