Schulverwaltungsassistenten: Schulen können sich für Modellprojekt bewerben

Schulverwaltungsassistenten: Schulen können sich für Modellprojekt bewerben

Ausgewählte Schulen sollen bei der Verwaltungsarbeit personelle Unterstützung erhalten. Bis zum 27. Oktober 2017 können sich sächsische Schulen für die Teilnahme am Modellprojekt „Schulverwaltungsassistent“ bewerben. Die sachsenweit 39 Einsatzschulen werden bis Ende Oktober 2017 ausgewählt.

Ziel der zunächst modellhaften Einführung von Schulverwaltungsassistenten ist die personelle Unterstützung der Schulleiter und Lehrkräfte bei verwaltungstechnischen Angelegenheiten. Zum einen können so Organisations- und Verwaltungsabläufe weiter professionalisiert werden. Zum anderen können sich Schulleiter und Lehrkräfte durch diese Entlastung von zeitaufwendigen Verwaltungsaufgaben verstärkt ihrem pädagogischen Kerngeschäft widmen – sprich: Unterrichten, Erziehen, Beraten, Betreuen und Fördern. Mit der Konzentration auf die originären Bildungs- und Erziehungsaufgaben soll auch die Unterrichtsqualität gesteigert werden.

Mit dem Modellprojekt wird an öffentlichen Schulen erprobt, ob diese Ziele durch den Einsatz der Schulverwaltungsassistenten und die damit einhergehenden schulinternen Umstrukturierungen unterrichtsfremder Aufgaben erreicht werden können.

Aufgabenbereiche vielfältig

Die Schulverwaltungsassistenten können je nach Schulart und -größe vornehmlich folgende Aufgabenbereiche übernehmen oder unterstützen:

  • die kontinuierliche Unterstützung der Schulleitung bei der Organisation des Unterrichts, schulischer Veranstaltungen, des Schulanmeldeverfahrens und von Elternsprechtagen,
  • die Erstellung von schulinternen und amtlichen Statistiken,
  • die Vorbereitung, Organisation und Dokumentation von Schulkonferenzen, Beratungsgesprächen etc.,
  • die Mitwirkung bei der Öffentlichkeitsarbeit der Schule sowie Erstellung von z. B. Aushängen und Elternbriefen,
  • die Koordination der Schülerbeförderung (z.B. Abstimmung der Abfahrtszeiten der Schulbusse) und Zusammenarbeit mit Fördervereinen, externen Partnern in der Region, anderen Bildungseinrichtungen und Schulträger (z.B. beim Gebäudemanagement),
  • die Mitwirkung bei der Bewirtschaftung von Haushaltsmitteln, Führung des Schulgirokontos und Beantragung von Fördermitteln,
  • die Unterstützung der Schulleitung bei der Personalverwaltung (z.B. Prüfung von Dienstreiseanträgen und -abrechnungen, Erfassung von Mehrarbeitsstunden der Lehrkräfte),
  • die Pflege der Schulhomepage und Internetveröffentlichungen.

Die Schulverwaltungsassistenten können dabei an einer oder mehreren Schulen (z.B. bei kleinen Schuleinheiten) eingesetzt werden. Pädagogische Aufgaben dürfen sie dagegen ebenso wenig wahrnehmen wie Aufgaben, die nicht der Zuständigkeit des Freistaates zuzuordnen sind, wie beispielsweise Sekretariats- oder Hausmeisterdienste.

Bewerbungsverfahren der Schulen läuft

Pro Landkreis bzw. kreisfreier Stadt sollen drei Schulverwaltungsassistenten eingestellt werden. Bei der Verteilung werden insgesamt alle Schularten berücksichtigt. Die Erprobungsphase ist auf zwei Jahre angelegt mit Beginn im Dezember 2017. Die Kosten trägt das Sächsische Kultusministerium.

Das Modellprojekt zum Einsatz von Schulverwaltungsassistenten wurde im Rahmen des Maßnahmenpakets „Zukunftsfähige Schule für Sachsen“ vom Oktober 2016 von der Staatsregierung beschlossen. In den vergangenen Monaten wurden daraufhin die  konzeptionellen Grundlagen dieses landesweiten Modellprojekts entwickelt und die konkreten Umsetzungsschritte abgestimmt.

Die Teilnahme erfolgt auf freiwilliger Basis der Schulen. Die Entscheidung über eine Bewerbung trifft die Schulleitung in Abstimmung mit der Lehrerkonferenz und im Benehmen des Schulträgers. Die 39 Schulstandorte wählen endgültig das Kultusministerium und die Sächsische Bildungsagentur gemeinsam auf der Grundlage der eingegangenen Bewerbungen aus. Bis Ende Oktober 2017 soll auch die Stellenausschreibung für ausreichend qualifizierte Fachkräfte (z.B. Verwaltungsfachangestellte/r oder Kauffrau/-mann für Büromanagement) abgeschlossen werden. Die genauen Bewerbungsmodalitäten werden mit der Auswahl der Modellstandorte veröffentlicht.

Am Ende des Erprobungszeitraumes wird das Modellprojekt gegebenenfalls einer externen Evaluation unterzogen. Darauf aufbauend soll über die Fortführung und weitere Umsetzung entschieden werden.

Interessierte Schulen können sich bis zum 20. Oktober 2017 bei der Zentralstelle der Sächsischen Bildungsagentur (Annaberger Str. 119, 09120 Chemnitz) schriftlich melden.

Bianca Schulz, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

0 Kommentare

Eine Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*