Für das neue Schuljahr hat Sachsen insgesamt 45 Prozent Seiteneinsteiger in den Schuldienst eingestellt – so viele wie noch nie. Die meisten an den Grundschulen und Oberschulen. Das verkündete Kultusministerin Kurth heute in der Pressekonferenz zum neuen Schuljahr 2016/17. Grund ist der Mangel an Bewerbern mit Lehramtsabschluss. Für alle Beteiligten wie Schulaufsicht, Lehrer, Schulleiter und die Seiteneinsteiger selbst ist das eine riesige Herausforderung. Um den Einstieg zu erleichtern und sie für die neue Aufgabe weiter zu qualifizieren, gibt es erstmals sachsenweit abgestimmte Fortbildungsangebote.
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Sie sind eines der wirksamsten Instrumente, um Einfluss auf den Lehrerarbeitsmarkt zu nehmen: Zielvereinbarungen, die festlegen, wie viele und welche Studienplätze die Unis für Lehramtsstudierende bereitstellen. Um mehr Lehrer in dringend benötigten Fächern und Schularten auszubilden, haben die Staatsregierung und die Universitäten jetzt neue Zielvereinbarungen getroffen. Diese gelten ab dem Wintersemester 2016/17. Zum ersten Mal gab es die Zielvereinbarungen im Jahr 2012. In den neuen Vereinbarungen gibt es wichtige Änderungen, angepasst an die aktuelle Situation. Hier eine Übersicht dazu.
Ab heute berichten die Stipendiaten des Sachsenstipendiums auf der neuen Facebookseite »Perspektive Land« von ihrem Landlehrerleben und den Erfahrungen mit dem Stipendium. Die angehenden Lehrer stellen dabei speziell ihre Regionen und ihre Schulen vor und wollen damit andere Nachwuchslehrer für das Landlehrerdasein begeistern.
Ab sofort können Lehrer bei ihrer Bewerbung für den Schuldienst in Sachsen einen bestimmten Landkreis oder eine Schule angeben, an der sie gerne unterrichten möchten. Dafür gibt es zum Einstellungsverfahren 2016 /17 eine neue Anlage zum Bewerbungsformblatt.
Für herausragende Leistungen im Schuljahr 2014/2015 hat der Freistaat Sachsen an 1.641 Lehrerinnen und Lehrer Prämien ausgezahlt. Insgesamt 3,35 Millionen Euro gingen an die Lehrkräfte. Im Durchschnitt erhielt damit jeder ausgezeichnete Lehrer eine Leistungsprämie in Höhe von rund 2.000 Euro (brutto).
Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange hat Eckpunkte für die Hochschulentwicklungsplanung bis 2025 vorgelegt. Dabei wurden in Abstimmung mit dem Kultusministerium auch weitreichende Entscheidungen für die Lehrerbildung getroffen.
Oft haben wir es schon gesagt: Der Lehrerarbeitsmarkt ist leergefegt. Besonders für Mathematik, Naturwissenschaften und Fremdsprachen fehlen in Sachsen (und nicht nur hier) ausgebildete Lehrer. Können die freien Stellen nicht mit ausgebildeten Lehrern besetzt werden, steigen die Chancen als Seiteinsteiger Fuß zu fassen. Allerdings muss man dafür einige Hürden nehmen.
Zum 1. Februar 2016 wird das Kultusministerium 760 neue Lehrer unbefristet einstellen. Das sind so viele wie nie zuvor im Februar. Hintergrund für den Einstellungsrekord ist, dass sich erfahrungsgemäß zum Schulhalbjahr mehr Lehrer mit dringend benötigten Fächern und Schularten bewerben als zum neuen Schuljahr im August. Das liegt einerseits daran, dass in Sachsen der Vorbereitungsdienst im Januar endet und andererseits an der Konkurrenz im August durch andere Bundesländer. Diese stellen nämlich meist nur einmal im Sommer ein.
