Trotz der angespannten Lage auf dem Lehrerarbeitsmarkt konnten in Sachsen fast alle freien Lehrerstellen zum Beginn des Schuljahres 2017/18 besetzt werden. Aufgrund der komplizierten Bewerberlage, stieg die Quote der Seiteneinsteiger im Vergleich zum Vorjahr allerdings an.
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Nach Bekanntwerden der verstärkten Werbung um bayrische Lehrer kursiert die Falschmeldung um eine »Buschzulage« für abgeworbene Lehrkräfte. Bei der Prämie handelt es sich jedoch um dieselbe Gewinnungszulage, die auch hiesige Bewerber mit Inkrafttreten des Maßnahmenpaketes erhalten können. Viele weitere Maßnahmen wurden bereits umgesetzt: ein Zwischenstand.
Nachdem wir gestern den derzeitigen Stand des Einstellungsverfahrens der Lehrer veröffentlichten, erreichten uns viele Fragen zu der regionalen Planung und Bewerberlage sowie der Verteilung der Seiteneinsteiger. Darauf geben wir gern folgend Antwort.

In diesen Tagen blickt die Koalition aus CDU und SPD auf die erste Hälfte der laufenden Legislaturperiode zurück. Doch warum Halbzeitbilanz ziehen, wenn es auch länger geht. Seit März dieses Jahres ist Kultusministerin Brunhild Kurth fünf Jahre im Amt. Sie gehört damit zu den Kultusministern in Deutschland, die am längsten dieses Amt bekleiden. Grund genug einmal Bilanz zu ziehen.
Eigentlich könnte Ute Puhl sich im Juni von ihrer Schule verabschieden. Doch das wird sie nicht tun, denn ihre Mission ist noch nicht erfüllt. Die 62jährige ist Schulleiterin an der 41. Grundschule in Dresden. Bald kommt ihr neuer Stellvertreter und diesen möchte sie unbedingt noch einarbeiten. Damit der Übergang gut klappt, will sie noch ein bis zwei Jahre dranhängen.

Im Kampf gegen den Lehrermangel wirbt Sachsen jetzt auch verstärkt im Ausland um Lehrer. Dabei setzt das Kultusministerium vor allem auf social media und Internet. Ein Videoclip ist der Startschuss für die neue Werbeaktion um Lehrer. Francesca aus Italien ist eine der drei Protagonisten. Seit zwei Jahren arbeitet die ausgebildete Gymnasiallehrerin bereits an einer Grundschule in Dresden. Damit ist sie eine von insgesamt 200 ausländischen Lehrern, die derzeit an einer sächsischen Schule unterrichten. Der Film lässt die zwei Lehrerinnen und einen Lehrer ihre teils bewegende Geschichte erzählen. Es sind Geschichten mit Happy End, denn alle drei fühlen sich wohl und es lohnt sich für sie aus vielen Gründen, in Sachsen als Lehrer zu arbeiten. Die Premiere für den Film gibt es hier bei uns im Blog.

Im Januar 2013 hat das Kultusministerium die Kampagne »Lehrer werden in Sachsen« gestartet. Auftakt war damals eine Veranstaltungsreihe für Lehramtsstudierende an den sächsischen Universitäten. Mit Erfolg: Die Bewerberzahlen für ein Lehramtsstudium haben sich verdoppelt. Mit der Kampagne werden Lehrer, Studierende, Schüler und Seiteneinsteiger auf verschiedenen Kanälen direkt angesprochen. Die Werbung um Lehrer wird jetzt noch weiter ausgebaut. Auch die Servicequalität für Bewerber soll besser werden.
Sie ist eine von 1.134 Seiteneinsteigern an öffentlichen Schulen in Sachsen, die in den vergangenen beiden Jahren eingestellt wurden. Seit 2015 unterrichtet Sylvie Schuster an der Oberschule Clara-Zetkin in Freiberg. Mittlerweile ist sie sogar Klassenlehrerin. Bis dahin war der Weg anspruchsvoll und kräftezehrend. Aber es hat sich gelohnt. Für die Seiteneinsteigerin ist es schön zu sehen, wie ihre Schüler mit ihrer Hilfe lernen und sich weiterentwickeln. Für die neue Sonderbeilage der KLASSE »Wir sind die Neuen« sprach Eszter Bodnár mit Sylvie Schuster über Herausforderungen und Chancen des Seiteneinstiegs in den Lehrerberuf.
