Bautzen. Die Anmeldeliste war schon am Freitag voll, 135 Leute kamen dann am Montagabend: Das vierte Bürgerforum zur neuen Schulgesetznovelle erzeugte ein neues Rekordinteresse und füllte die große, ehrwürdige Aula des Bautzener Friedrich-Schiller-Gymnasiums komplett.
SMK-Blog
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Schülerinnen und Schüler der Apollonia-von Wiedebach-Oberschule Leipzig besuchten heute Kultusministerin Brunhild Kurth im Ministerium in Dresden. Die Ministerin hatte die Schüler bei ihrem Besuch der Oberschule im Oktober spontan eingeladen.
Dritte Etappe, dritter Eindruck: Die Aula des Franziskaneums zu Meißen geriet beim Bürgerforum zur neuen Schulgesetznovelle mit 94 Teilnehmern zur bislang bestbesuchten Veranstaltung, die Aula war voll, zusätzliche Stühle gefragt. Grund dafür: Das Schülerkollegium trat gleich mit 13 Interessenvertretern an und prägte die Debatte mit.
Oft haben wir es schon gesagt: Der Lehrerarbeitsmarkt ist leergefegt. Besonders für Mathematik, Naturwissenschaften und Fremdsprachen fehlen in Sachsen (und nicht nur hier) ausgebildete Lehrer. Können die freien Stellen nicht mit ausgebildeten Lehrern besetzt werden, steigen die Chancen als Seiteinsteiger Fuß zu fassen. Allerdings muss man dafür einige Hürden nehmen.
Pirna. Was am Montag in Frankenberg begann, setzte sich auch am Dienstag in Pirna fort: Der Bürgerdialog zur ersten Fassung von Sachsens Schulgesetznovelle stößt auf lebhaftes Interesse und mündet in ernsthafte, konstruktive Diskussionen: 73 Bürger – beruflich als Kultusministerin oder deren Experten, als Schuldirektor, als Lehrer oder Moderator, aber privat meist auch als Eltern in der Pflicht wie Kür – diskutierten im Friedrich-Schiller-Gymnasium.
Frankenberg. Sachsens erster Bürgerdialog zur Schulgesetznovelle ist eine echte Premiere: Noch nie wurde ein Gesetzesnovelle im Freistaat schon direkt nach der ersten Kabinettslesung so offen und direkt mit den Betroffenen vor Ort diskutiert. Doch Kultusministerin Brunhild Kurth, selbst diplomierte Biologie- und Chemielehrerin und nach der Wende elf Jahre Schulleiterin am Gymnasium Burgstädt, wollte unbedingt die »Bürgerwerkstatt Schulgesetzänderung« – und zwar in ganz Sachsen, direkt in den Schulen, auch auf dem Land.
Eine der größten Veränderungen durch das neue Schulgesetz ist die Abschaffung der Förderschulpflicht. In den Medien gab es bereits Kritik, dass die Schulen dafür weder personell noch sächlich ausgestattet seien. Die Frage, wie das funktionieren soll, steht im Raum. Die Antwort dazu haben wir.
Über zehn Jahre blieb das sächsische Schulgesetz unverändert und das aus gutem Grund: Verlässlichkeit im schulgesetzlichen Rahmen ist ein hohes Gut. Dadurch können sich Schulen auf das Kerngeschäft konzentrieren – guten Unterricht. Doch die Ansprüche an Bildung haben sich verändert.
