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SMK-Blog
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Die Zahl der Vorbereitungsklassen für Flüchtlingskinder ist in Sachsen deutlich gestiegen. Derzeit gibt es 377 Vorbereitungsklassen (Stand 21.12.2015). Ende Oktober waren es noch 340.
»Typisch für das Netz: Der #Shitstorm. Leg mich wieder hin.«, so die Reaktion über »twitter« von Blogger und Politikberater Martin Fuchs auf unser Interview mit Politikwissenschaftler Prof. Dr. Kliche. Warum er das so sieht, wollten wir aber genauer wissen und haben deshalb auch ihn gefragt, wie er social media im Spannungsfeld Politik und Medien wahrnimmt und welche Rolle die Schule dabei spielen sollte.
Nirgendwo in Sachsen haben so viele Kinder eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium erhalten wie an der Grundschule 5 im Leipziger Waldstraßenviertel. In diesem Jahr waren es 93% der Viertklässler und damit doppelt so viele wie im sächsischen Durchschnitt. Das Viertel zählt zu den wohlhabenden Gegenden der Stadt. Spätestens seit PISA wissen Bildungsforscher, dass das Kind eines Professors eine dreimal größere Chance hat, aufs Gymnasium zu gehen, als das einer Verkäuferin. Ist das nun Schicksal? Wir haben Wissenschaftler, Lehrer und Ärzte gefragt, welchen Einfluss die Schule denn überhaupt noch dabei hat.
Die neue Handreichung »Sonderpädagogische Förderung im gemeinsamen Unterricht« soll Lehrern praktische Hilfen und neue Perspektiven bieten. Kultusministerin Brunhild Kurth hofft, dass sie »als Arbeitshilfe angenommen wird sowie die Verantwortung und Kompetenz der Regelschulen für die sonderpädagogische Begleitung der Schüler stärkt«.
Zum 1. Februar 2016 wird das Kultusministerium 760 neue Lehrer unbefristet einstellen. Das sind so viele wie nie zuvor im Februar. Hintergrund für den Einstellungsrekord ist, dass sich erfahrungsgemäß zum Schulhalbjahr mehr Lehrer mit dringend benötigten Fächern und Schularten bewerben als zum neuen Schuljahr im August. Das liegt einerseits daran, dass in Sachsen der Vorbereitungsdienst im Januar endet und andererseits an der Konkurrenz im August durch andere Bundesländer. Diese stellen nämlich meist nur einmal im Sommer ein.
»Muslime im Klassenzimmer – zum Umgang mit »Ehre«« so oder so ähnlich heißen die neuen Fortbildungen, die das Sächsische Bildungsinstitut jetzt für Sachsens Lehrer anbietet. Und das nicht ohne Grund: Die Flüchtlinge bringen ihre Kultur, ihre Werte und auch das Rechtsverständnis aus ihren Heimatländern an die Schulen mit. Deshalb benötigen Schulleitungen, aber auch alle Lehrerinnen und Lehrer Unterstützung für den Schulalltag.
Lange hat sich in der Bildungsdiskussion alles um die Frage gedreht: Wie können wir die leistungsschwachen Schüler fördern? Intensiv haben sich Bildungspolitik und Schulen um diese Schüler gekümmert und das nicht ohne Erfolg, wie Bildungsstudien zeigen. Doch nun ist es an der Zeit, auch die leistungsstarken Schüler besser zu unterstützen. Nicht zuletzt ist auch das eine Frage der Chancengerechtigkeit. Unter der Präsidentschaft von Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth hat die Kultusministerkonferenz deshalb im Juni 2015 erstmals eine Förderstrategie dazu verabschiedet. Jetzt haben Sachsen, Hessen und Bayern als erste Bundesländer beschlossen, bei der Umsetzung der Förderstrategie eng miteinander zusammenzuarbeiten.
