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»Lara Checkt«: Kultusministerium startet erste Förderschulkampagne

»Lara Checkt«: Kultusministerium startet erste Förderschulkampagne

In der neuen Social-Media-Serie »Lara Checkt« besucht Lehramtsstudentin Lara verschiedene Förderschulen in Sachsen. Sie räumt mit Vorurteilen auf und zeigt, weshalb gerade diese Schulart nicht nur unterschätzt, sondern warum Förderschullehrkraft ein Beruf mit Zukunftsperspektive ist.

»Lehrerin oder Lehrer am Gymnasium oder der Grundschule sind beliebte Berufswünsche unter jungen Menschen. Oft übersehen werden unsere Förderschulen – und das vollkommen zu Unrecht. Diese Schulart leistet eine sehr individuelle Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen. Mit ›Lara Checkt‹ geben wir einen Einblick in einen Job mit Zukunft, der vielfältiger und sinnstiftender kaum sein könnte. Mit großem Herzblut engagieren sich Förderschullehrerinnen und -lehrer täglich, um ihre Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fordern, zu fördern und sie in ihrer Entwicklung voranzubringen. Davon brauchen wir deutlich mehr. Ich möchte ausdrücklich für unsere Förderschulen werben und an alle Nachwuchskräfte appellieren, diesem Job eine Chance zu geben«, betont Kultusminister Conrad Clemens zum Start der neuen Kampagne. »Ich danke Studentin Lara und allen beteiligten Schulen herzlich, dass sie uns durch ihr Mitwirken helfen, die Besonderheiten ihrer Schulart nach außen zu transportieren, Vorurteile zu entkräften und möglichst viele Menschen für die lohnende Arbeit an Förderschulen zu gewinnen.«

@lehrerinsachsen

Wie sieht es eigentlich wirklich an Förderschulen aus? 👀 Heute Nachmittag 14:30 Uhr starten wir mit »Lara Checkt« – bleibt gespannt! #LaraCheckt #Förderschule #LehrerInSachsen

♬ Originalton – Lehrer in Sachsen

Lara checkt die Förderschulen

In der dokumentarischen Social-Media-Serie »Lara Checkt« besucht Moderatorin Lara Schreck sechs verschiedene Förderschulen mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten in Sachsen. Dort trifft sie Lehrerinnen und Lehrer, die von ihrem Berufsalltag berichten und Fragen zu Verantwortung, Sinn und Belastung in ihrem Job beantworten. Die ersten sechs Episoden drehen sich konkret um die jeweilige Schule und ermöglichen einen differenzierten und authentischen Einblick in die Vielfalt des Förderschulbereichs. Die Folgen 7 und 8 sind schulübergreifend konzipiert. Hier verdichtet Lara ihre Erfahrungen aus den vorherigen Episoden, zieht übergreifende Erkenntnisse und ordnet zentrale Fragen der Zielgruppe systematisch ein. Die insgesamt acht Folgen erscheinen bis Ende Juli auf dem TikTok– und dem Instagram-Kanal der »LEHRERIN SACHSEN«-Kampagne.

»Lehrerin an einer Förderschule zu werden, bedeutet für mich: Das individuelle Kind fördern zu können und dass genau dabei ganz viele wertvolle, wunderschöne kleine Momente im Alltag entstehen können«, freut sich Lara. »Die Kampagne bietet die Möglichkeit, nicht nur einen Förderschwerpunkt, nicht nur eine Schule, sondern hoffentlich ansatzweise die ganze Vielfalt abbilden zu können und tiefgreifend auch das Verständnis von Sonderpädagogik transportieren zu können – denn vor allem hier braucht es Verständnis für Inklusion.«

Lara studiert selbst Sonderpädagogik mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und hat durch mehrere Praktika an Förderschulen umfassende Einblicke in den Schulalltag gewonnen. Sie kennt die Anforderungen, Herausforderungen und Chancen des Berufs aus erster Hand und ist bereits ein vertrautes Gesicht auf den @lehrerinsachsen-Kanälen.

Vorurteile ade – hallo realer Berufscheck

»Ein Klassiker ist: Förderschullehrer klatschen, singen und tanzen nur – und haben im Prinzip gar nichts zu tun. Das stimmt so gar nicht. Ich klatsche nicht, ich singe nicht und tanzen kann ich schon mal gar nicht«, stellt Lehrer Peter von der Adolph-Diesterweg-Schule in Leipzig klar. Er ist seit 10 Jahren in seinem Beruf tätig. Mit diesen und anderen Vorurteilen räumt das neue Format auf – und zeigt, was es wirklich bedeutet, an einer Förderschule zu arbeiten.

»Das, was mich persönlich am meisten an diesem Job festhält, ist, dass die Beziehungsarbeit vorm Unterricht kommt. Das macht es auch so spannend. Jeder Tag ist anders, man weiß nie, was kommt, und das fetzt. Wir brauchen unbedingt jungen, motivierten Nachwuchs, junge Leute, die Lust haben, auf Kids mit ganz bunten, facettenreichen Hintergründen und Paketen, die sie so mitbringen«, fügt Kollegin Jenny hinzu.

»Ganz besonders sind für mich Momente wie die Zeugnisübergaben – wenn man sieht, dass die Kinder groß geworden sind, die Schule geschafft haben und ihr Zeugnis bekommen. Auch, dass wir als Lehrerinnen und Lehrer so etwas erleben dürfen – den Kindern auf diesem Lebensweg geholfen zu haben«, beschreibt Jens Schieferdecker, Schulleiter der Albert-Schweitzer-Schule in Leipzig, die erfüllende Arbeit als Förderschullehrkraft und ergänzt: »Wichtig ist es zu zeigen, dass sich Kinder an einer Förderschule wohlfühlen können. So soll auch ein Stück weit mit Vorurteilen aufgeräumt werden – denn am Ende wollen wir nur eins: die Kinder bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereiten und ihnen im gleichen Zug eine ganz normale Kindheit ermöglichen.«

Lara zu Besuch an der Albert-Schweitzer-Schule

Noch mehr Informationen rund um die Förderschule stellt unsere Webseite bereit.


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