Immer weniger Schulen müssen schließen

Immer weniger Schulen müssen schließen

Während nach den Herbstferien die Infektionszahlen bei Schülerinnen und Schülern in die Höhe schnellten, gehen sie jetzt wieder zurück. Das hat auch Auswirkungen auf die Schließung von Schulen.

Täglich erfassen Leitungen öffentlicher Schulen die Infektionszahlen und melden diese über eine digitale Plattform der Kultusverwaltung. Dabei fließen die Ergebnisse aus den dreimal wöchentlichen Testungen ebenso ein, wie die den Schulen von außerhalb gemeldeten Infektionen bei Schülerinnen und Schülern sowie dem Schulpersonal. Dabei zeigt sich nun eine erfreuliche Entwicklung.

Stiegen die Infektionszahlen nach den Herbstferien rasant an, gehen sie jetzt wieder zurück. Das ergibt sich aus dem wöchentlichen Corona-Update. So wurden für die Woche vom 22. bis 28. November insgesamt 7.761 Infektionen bei Schülerinnen und Schüler sowie 591 bei Lehrkräften gemeldet. Für die vergangene Woche (29. November bis 5. Dezember) wurden hingegen 6.451 Infektionen bei Schülern und 439 bei Lehrerinnen und Lehrern erfasst. Das ist bei Schülern ein Rückgang um rund 17 Prozent.

Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch bei den Schulschließungen wider. Zum 25. November mussten von den rund 1.400 öffentlichen Schulen 121 aufgrund erhöhten Infektionsgeschehens vollständig befristet schließen. Das war die bislang höchste Zahl nach den Herbstferien. Am 29. November waren es immerhin noch 78 Schulen. Bei 222 Schulen wurden eine oder mehrere Klassen zeitweise in die Lernzeit nach Hause geschickt. Vier Tage später waren es deutlich weniger. Lediglich noch 35 Schulen wurden am 3. Dezember vorübergehend geschlossen und bei 172 Schulen die Schüler klassenweise vorübergehend nach Hause geschickt.

Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass durch das strikte Einhalten der Hygienemaßnahmen, wie regelmäßiges Lüften, Maskenpflicht und systematisches Testen die Infektionsketten unterbrochen werden. Zudem dürften die Einschränkungen im öffentlichen Raum die Entwicklung befördert haben.

Dirk Reelfs, Pressesprecher im Sächsischen Staatsministerium für Kultus

23 Kommentare

  1. Krássna P. 8 Monaten vor

    Guten Morgen,
    wie haben Sie „Ursache -> Wirkung“ untersucht, um diesen Zusammenhang herzustellen? Wäre sehr interessant, es gibt vielleicht auch andere Theorien für diese positive Entwicklung. Nur falls der Zusammenhang nicht stimmt, steuern wir wie ein JoJo wieder auf schlechtere Zeiten zu.

    Mich würde insbesondere interessieren, wie viele Familien Ihre Kinder in Sachen freiwillig aus der Schulpräsenz genommen haben, wie viele Lehrer und Schüler krankheitsbedingt die Schule nicht besuchen und somit auch zum aktuell besseren Verlauf beitragen.

  2. Carola Schilling 8 Monaten vor

    Sehr geehrter Herr Reelfs,
    ja, es ist gut, dass in Sachsens Schulen seit Ende der Herbstferien flächendeckend getestet wird. Keine Bevölkerungsgruppe wurde so gut dokumentiert. Ich bin Grundschullehrerin und sehe aber auch, wie sich das Infektionsgeschehen in einer Schule ausbreiten kann. Leider ist das Virus vor dem Gesundheitsschutz viel schneller. 3 positive Fälle in einer Klasse an einem Freitag getestet, 3 weitere am folgenden Montag, mit einem Test, der die hohe Viruslast nur zu 60% erkennt…in der Folge viele weitere bestätigte Infektionen in dieser Klasse und 2 Tage später die geimpfte Lehrkraft an Corona erkrankt. In der Folge breitet sich die Infektion in der Nachbarklasse aus. Diese ist nun auch in häuslicher Lernzeit. Wie viele Infektionen hätten verhindert werden können, wenn die Infektionskette direkt am Freitag unterbrochen worden wäre?
    Ich weiß, dass man hinterher viel schlauer ist als vorher, dass Schule ungeheuer wichtig ist für das soziale Leben und die emotionale Stabilität von Kindern und Jugendlichen, dass wir viel mehr Lehrkräfte brauchen, um dem gerecht zu werden, dass die verbliebenen Lehrkräfte einen noch größeren Rucksack aufgesetzt bekommen…und dass man Statistiken auf verschiedene Weise erstellen und auch lesen kann.
    Wurden bei den Erfassungen denn die Klassen herausgerechnet, die sich in häuslicher Lernzeit befunden haben? Prozentual dürfte das eine Menge ausmachen.
    Ich wünsche mir als Lehrerin, dass Sie authentisch sind, auch unbequeme Wahrheiten gehören zum Leben. Die darf man gerne kommunizieren. Es schreckt mich ab und macht mich auch ein wenig wütend, wenn ich das Gefühl habe, dass man mich mit Durchhalteparolen bei der Stange halten will. Überlegen Sie gut, welche Überschriften Sie wählen, denn die übriggebliebenen „Rucksacklehrerinnen“ benötigen dringend Ihre Unterstützung und Wertschätzung.
    Ich hoffe, dass uns das Virus nicht bald noch mehr ärgert und wir gezwungen sind, von vorne zu beginnen.
    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie viel Gesundheit und Zeit füreinander.
    Herzliche Grüße,
    Carola Schilling

    • Lynn Winkler - SMK 8 Monaten vor

      Liebe Carola Schilling,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Zunächst möchte ich mich für Ihre Wünsche bedanken, die ich gern an Sie zurückgebe.

      Gestatten Sie mir noch ein paar Worte zu Ihren Ausführungen: Ohne jeden Zweifel ist die aktuelle pandemische Lage auch für unsere Schule eine Herausforderung. Unser Kultusminister Christian Piwarz hat das kürzlich auf den Punkt gebracht: „Das ist für alle Beteiligten ein Kraftakt in dieser schwierigen Situation – und ich möchte herzlich danke sagen, was an Schulen und Kita geleistet wird. Von den Lehrerinnen und Lehrern, von den Erzieherinnen und Erziehern und den Leitungen.“ Dies bringen wir auch in vielen Schulleiterschreiben, auf unseren (Social Media-)Kanälen oder etwa am Telefon im persönlichen Gespräch zum Ausdruck. Zum Punkt Unterstützung würde ich ähnliches zum Ausdruck bringen (gern verweise ich dazu auf bisherige Ausführungen etwa unter den jeweiligen Beiträgen) – dabei werden wir tatkräftig von den Kolleginnen und Kollegen der Landesämter unterstützt, an die sich die Schulen jederzeit wenden können. Vielleicht erlauben Sie mir, an dieser Stelle auch noch auf das wichtige Thema Gesundheitsförderung zu sprechen zu kommen. Dazu gibt es aktuell eine Umfrage an den Schulen, bei der Beschäftigte ihre konkreten Ideen einbringen können und daraus sollen entsprechende Angebote entwickelt werden. Hier wollen wir besser werden und Unterstützung bieten. Ergänzend noch der Hinweis: Beschäftigte haben einen Anspruch auf Freistellung vom Dienst zur Wahrnehmung einer Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Diese Regelung gilt auch für Lehrkräfte (Tarifbeschäftigte und Beamte). Sie bezieht sich nicht nur auf die ersten beiden Schutzimpfun¬gen, sondern auch auf die Booster-Impfung.

      Bei den Infektionszahlen werden auch Infektionen von außen erfasst, das heißt: Wird in der Freizeit etwa bei einem Schüler eine Infektion festgestellt, wird diese gemeldet und in die Daten aufgenommen.

      Zum Thema „unbequeme Wahrheiten“: Wenn Sie unseren Blog vielleicht schon eine Weile verfolgen, können Sie gut nachlesen, dass wir uns gerade im Zuge der Corona-Pandemie diesen offen stellen – und versuchen dies stets bestmöglich zu erklären. Wir kommunizieren von Anbeginn offen und transparent auf unseren Kanälen und informieren über unser Handeln. Sie können über unterschiedliche Kanäle jederzeit mit uns Kontakt aufnehmen. Wie schon an manch anderer Stelle zum Ausdruck gebracht, begrüßt nicht jeder die getroffenen Maßnahmen. Manche wünschen sich verschärfte, mancher fordert weniger. Fest steht: Jeder Entscheidung geht ein sorgfältiger Abwägungsprozess voraus.

      Wir wissen um Ihre wertvolle Arbeit und die Ihrer Kolleginnen und Kollegen – und gerade Ihren Schützlingen kommt diese am meisten zugute.

      Sie können sich sicher sein, dass Sie nicht mit „Durchhalteparolen bei der Stange gehalten werden sollen“. Es ist keine einfache Zeit, sie erfordert, dass wir uns zusammen und bestmöglich für die Bildung der Jüngsten einsetzen.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

  3. M. Lange 8 Monaten vor

    Guten Tag,

    Ich freue mich natürlich, dass die Zahlen sinken. Allerdings habe ich das Gefühl, dass nach dem Herbstferien konsequenter die Schulen geschlossen wurden. Meine Freundin arbeitet an einer Oberschule, in deren einen Klasse letzte Woche 10 Kinder positiv getestet worden und die Klasse hat weiterhin normal Unterricht.
    Auch bei uns im SOE sind die Zahlen weiterhin extrem hoch mit eine Inzidenz vom über 3000 bei dem Schülern. Bei meiner Klasse mussten erst über 1/4 der Schüler positiv getestet werden, bevor wir eine Woche häusliche Lernzeit hatten. Ich persönlich weiß nicht, bei wem es da hingen blieb, ich finde die Reaktion aber persönlich zu langsam für die hohen Zahlen.

    Liebe Grüße

  4. Lehrerin 8 Monaten vor

    Könnte aber auch daran liegen, dass Klassen nicht mehr ab vier sondern ab sieben oder mehr Corona-Kindern geschlossen werden und die Schulleitung mit dem melden der Betroffenen nicht hinterher kommen.
    In meiner Klasse steigen die Zahlen gerade nur an.

  5. Anna 8 Monaten vor

    Liebes SMK,
    unsere Grundschule hat ca. 50 positive Kinder und 8 positive Lehrer bzw. Personal in den letzten Wochen. Und wir sind nicht geschlossen worden, weder durch die Taskforce des SMK, noch durch das Gesundheitsamt. Woran liegt das? Es heißt also nicht, nur weil Schulen nicht schließen, gibt es weniger Bedarf dazu.

  6. S.B.. 8 Monaten vor

    Glauben Sie wirklich an Ihre Version?
    Wenn Schulen geschlossen worden sind, weil die Infektionen zu hoch waren, sind diese Schüler zu erheblichen Teilen „durchinfiziert“ ( sagt man doch so). Mittlerweile steigen in Schulen die Infektionen, Mitschüler gehen nicht in Quarantäne, das Gesundheitsamt reagiert kaum bis nicht: wir unterrichten weiter, als wäre nichts gewesen.
    Im Gegenteil: neben Unterricht + Vorbereitung kümmern wir uns „mal so“ um die Schüler, die wir positiv testen und das nicht so gelassen sehen, kümmern uns dann um die restliche Klasse, versorgen täglich die Schüler zu Hause mit Aufgaben. Welche Mehrbelastung sollte dann noch wegen Wechselunterrichts auf uns zukommen?
    Wir KuK sind geimpft und oftmals schon geboostert, trotzdem ist eine erhebliche Verunsicherung und eine gewisse Angst dabei, wenn wir so häufig Kinder mit positiven Tests erleben und uns um sie kümmern. Der Arbeitgeber hat doch seinen Arbeitnehmern gegenüber eine Fürsorgepflicht. Diese ist nicht damit abgetan, dass geschrieben wird, es würden die Schulen weniger geschlossen werden. Wir alle (Schüler wie Lehrer) würden uns mit einer Schließung wohler fühlen!

  7. Marion Köthe 8 Monaten vor

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Natürlich kann man in der Kürze der Blogbeiträge kaum ein umfassendes Bild der derzeitigen Situation skizzieren, dennoch würde ich mir wünschen, dass wichtige Details hier nicht vergessen werden: Auch ohne Anordnung des SMK werden derzeit nämlich viele Schüler wegen (Corona-) Personalmangels in die häusliche Lernzeit geschickt. So kümmern sich abermals die Eltern zuhause um die Beschulung oder die Kinder nehmen an der Notbetreuung teil, wo sie allein Aufgabenlisten abarbeiten. Ihr Recht auf Bildung wird in beiden Fällen stark eingeschränkt. Darüber hinaus ist die Zahl der Ausfallsstunden sehr hoch- an Grund- und weiterführenden Schulen. Auch wenn der Artikel den Anschein erweckt, die Schulen seien (wieder vermehrt) offen, ist für unsere Kinder aktuell nur eingeschränkt die Teilhabe an Bildung wahrnehmbar. Dass dies nun schon wieder mehrere Wochen so praktiziert wird, sorgt natürlich viele Eltern. Bitte stellt endlich genügend Lehrer ein! Es kann doch nicht sein, dass eine Grundschule bei zwei kranken KollegInnen (die übrigens beide kurz vor der Rente stehen), schon kollabiert und die Klassen nicht mehr betreuen kann? Dass diese mal länger ausfallen könnten, ist auch ohne Corona schon absehbar. Oder dass von einem Mittag auf den nächsten Morgen die Kinder nicht mehr zur Schule kommen sollen und Eltern in die Rolle der Ersatzlehrer gedrängt werden, während deren Arbeitgeber wiederum in Schwierigkeiten kommt, weil sie ihrer Erwerbstätigkeit nicht nachkommen können. Lehrer braucht das Land. Doch wer will diesen Job schon machen, wenn er dauerhaft 60 bis 80h Arbeit bedeutet – ohne Überstundenausgleich. Mit immer wachsender Aufgabenzahl- großen Klassen, miserabler Technik an den Schulen, dünner Personaldecke. Es geht hier um unsere Kinder, um die Zukunft unseres Landes, um die Zukunft unserer Gesellschaft. Wie wichtig Bildung dabei ist, zeigt sich an den irrsinnigen Protesten im Land. Viele Menschen würden gar nicht zweifeln an der Wahrheit, wenn sie die Statistiken richtig lesen könnten. Wenn sie hinterfragen würden. Doch das lehren wir in den Schulen! Kinder haben ein Recht auf Bildung. Doch Bildung ist nicht Aufgabenlisten abarbeiten, auch nicht Videos im Klassenverband schauen während die Lehrerin gerade die andere Klasse betreut, und ebensowenig wenn der Schultag aus ein bis zwei Unterrichtsstunden in Präsenz besteht, während die anderen vier ausfallen, wegen Lehrermangel. Lasst unsere Kinder bitte nicht hängen!

    • Lynn Winkler - SMK 8 Monaten vor

      Liebe Marion Köthe,

      vielen Dank für Ihren Beitrag, in dem Sie einen wichtigen Aspekt ansprechen (ich möchte dennoch an unsere Netiquette erinnern, da es im Beitrag um Corona geht): Ohne Lehrerinnen und Lehrer ist Bildung nicht möglich. Uns ist bewusst, dass sich die aktuelle pandemische Lage (als auch die kalte Jahreszeit, die ohnehin höhere Krankenstände bedingt) nicht entspannend auf die Personalsituation an den Schulen auswirkt. Wir würden sehr gern mehr Lehrerinnen und Lehrer einstellen, wenn es der Bewerbermarkt zulassen würde. An Geld und an Stellen mangelt es dafür nicht.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

  8. Rico Walter 8 Monaten vor

    Sehr geehrte Damen und Herren, mit der von Ihnen getroffen Aussage bin ich nicht einverstanden. Bei über 6000 Fällen in der Gruppe der Kinder, sehr hohen Kinderinzidenzwerten, den aktuellen internationalen Erkenntnissen zu LongCovid bei Kindern und Erwachsenen, nur einem sich derzeit andeutenden Plateau des Infektionsgeschehens können Sie nicht so verharmlosend von der derzeitigen Situation sprechen, das ist höchst unverantwortlich.

    Die derzeitigen Maßnahmen werden nicht ausreichen, nur ein kompletter Lockdown mit verlängerten, vorgezogenen Weihnachtsferien kann zu einem spürbaren Rückgang der Zahlen führen, das sagen auch Modellierungen und deutliche Hinweise wissenschaftlicher Institute, wie RKI oder Leopoldina. Kinder sind in besonderem Maße zu schützen, sie haben ein Recht auf gesunde, angstfreie, ruhige und erholsame Weihnachten. Daher mein Appell an Herrn Piwarz und das Sächsische Staatsministerium für Kultus, aber auch an Herrn Ministerpräsident Michael Kretschmer und das Sozialministerium Sachsen : Machen Sie jetzt einen kompletten Lockdown mit gleichzeitig verlängerten, vorgezogenen Weihnachtsferien, nur so können wir eine Entspannung der Lage in Sachsen erreichen!

    Mit freundlichen Grüßen
    Rico Walter

  9. J. Tauchmann 8 Monaten vor

    Von positiven Entwicklungen zu sprechen, ist schon sehr gewagt unter den gegebenen Umständen. Es werden nur infizierte Schüler und Schülerinnen erfasst und stellenweise fehlt fast die Hälfte der Klasse, weil sie in Quarantäne oder anders krank sind.
    Und wie bitte soll bei den Witterungsverhältnissen letzte Woche, mit Schneesturm und Regen um die 0 Grad effektiv gelüftet werden. Positiv ist daran nichts.

  10. freedomday21 8 Monaten vor

    Danke, dass Schulen offen bleiben.

    Und nun hätte ich gern eine Aussage, ab wann wenigstens die Maskenpflicht am Platz wegfallen kann. Dank Impfungen oder Genesung sind in den Klassen teilweise zu 80 Prozent sichere Kinder vor geimpften und geboosterten Lehrern. Wenigstens geimpfte und genesene Schüler und Lehrer sollten endlich selbst entscheiden können, ob mit oder ohne Maske.
    Bitte haben Sie hier auch endlich ein Einsehen.

  11. anonym 8 Monaten vor

    Die Realität sieht leider ganz anders aus und ein solcher Artikel ist ein Schlag in das Gesicht vieler Kollegen*innen, die momentan an den Schulen noch die Stellung halten. Es dauert oft über eine Woche bis PCR-Tests ausgewertet werden. Wo Klassen letzte Woche noch komplett in Quarantäne gingen, bleibt nun nur noch das einzelne Kind zu Hause. Es dauert Tage, bis die verantwortlichen Behörden auf eine Häufung von positiven Ergebnissen in Schulen reagieren. Seltsamerweise entscheidet ab heute aufgrund der enormen Zahl von täglichen Coronainfektionen die Schulleiter*innen eigenständig ohne Absprache mit dem SMK über die Schließung der Schule (vgl. LVZ 6.12.21).

    • Lynn Winkler - SMK 8 Monaten vor

      Hallo anonym,

      vielen Dank für Ihre Meinung. Der Autor hat den entsprechenden Schulleiterbrief fehlinterpretiert und sich dafür entschuldigt. Es gab dazu eine Korrektur. Es bleibt dabei: Schulen schließt allein das SMK, nicht die Schulleitung. Der SL-Brief verweist auf § 2, Absatz 3 der Schul- und Kita-Coronaverordnung, nicht auf Absatz 4.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

  12. J. Lautenbach 8 Monaten vor

    Guten Tag,
    es ist erfreulich, dass Sie generell diese Tendenz der Verbesserung feststellen können. Lokal scheint es jedoch starke Unterschiede zu geben. An der Grundschule meines Sohnes werden regelmäßig positive Ergebnisse beim Selbsttest festgestellt, in der Klasse meines Sohnes heute der 6. Fall innerhalb von 2 Schulwochen! Das Gesundheitsamt scheint komplett überlastet zu sein: keinerlei Reaktion. Der SL meint, nur das Gesundheitsamt könne Schulen schließen bzw. Klassen in das Distanzlernen schicken. In Anbetracht eines Inzidenzwertes von > 1.200 in Sachsen scheint mir das keine akzeptable Situation zu sein. Gibt es wirklich keinerlei Handlungsspielraum, in einer solchen Situation auch als SL geeignete Maßnahmen zu ergreifen? Und noch eine Frage: Gibt es ein Handout, welches ein SL den positiv getesteten SchülerInnen mitgeben kann (nächste Schritte: Ergebnis PCR-Test an SL/Klassenleiter weiterleiten, Geschwisterkinder bis zum Ergebnis des PCR-Tests nicht zur Schule schicken, …)? Ich bedanke mich für eine Antwort bereits vorab und verbleibe mit freundlichen Grüßen
    J. Lautenbach

    • Lynn Winkler - SMK 8 Monaten vor

      Lieber J. Lautenbach,

      vielen Dank für Ihren Beitrag. Gern ein paar Worte dazu: Die Schulleitungen haben von uns ganz aktuell ein Schulleiterschreiben sowie einen Leitfaden erhalten, wie bei Infektionen von Schülerinnen und Schülern zu verfahren ist. Bitte bedenken Sie auch, dass wir als Kultusministerium keine Quarantänemaßnahmen aussprechen können, sondern nur einzelne Klassen ins häusliche Lernen schicken oder Schulen komplett und zeitlich begrenzt schließen können. Dies erfolgt auf Grundlage der gemeldeten positiven Coronafälle und in Rücksprache mit der Schulleitung. Diese kann sich auch jederzeit telefonisch an uns wenden.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

  13. Spieldaseinerolle 8 Monaten vor

    Herr Reelfs,

    woher haben Sie eigentlich Ihre Informationen. Mir sind allein schon zwei Schulen/Klassen bekannt, die diese Woche schließen.
    Wenn man natürlich anordnet, das keine Klassen mehr in Quarantäne geschickt werden, sondern nur noch Positivfälle abgesondert werden, darf man sich nicht wundern, wenn Schulen schließen, da es an Personal mangelt, die noch übrigen minimierten Schüler zu beschulen und immer mehr Schulen den Notstand ausrufen und eine Allgemeinverfügung zur Schließung anfordern.
    Recherchieren Sie doch zukünftig bitte gründlicher!

    Danke.

  14. F. Saft 8 Monaten vor

    Sehr geehrte Damen und Herren, dieses Update widerspricht deutlich meiner Wahrnehmung. Für das Infektionsgeschehen und deren Bezug zu Schulschließungen mag dies gelten, wo aber werden die Schulen erfasst, die aus Personalmangel keinen Unterricht mehr anbieten? Natürlich sinken die Infektionszahlen, wenn sich die Schüler in „häuslicher Lernzeit“ befinden. Unsere Grundschule sind seit einigen Wochen von diesem Thema betroffen, heute wurden dann alle Schüler (8 von 8 Klassen) in diesen Zustand versetzt. Für die Eltern kommt – neben dem Fehlen des Unterrichtes – nun auch die Unplanbarkeit sowie die mangelnde Rechtfertigung vor Arbeitgeber und auch gesellschaftlich hinzu – insbesondere wenn stets von „offenen“ Schulen berichtet wird. Wie konkret kommen wir nun zu „offenen“ Schulen zurück (insbesondere wenn das Infektionsgeschehen nicht die Begründung ist)? Herzliche Grüße, F. Saft

  15. Privat 8 Monaten vor

    Man kann es sich auch schönreden. Verfolgt man die Presse, ist von Entspannung keine Rede. Es wurde auch mehrfach betont, dass die Meldung der Gesundheitsämter nicht auf dem aktuellen Stand ist und Kontaktnachverfolgung kaum noch möglich ist. Es gibt Schulen, da passiert nichts, obwohl es Fälle gibt. Wann werden die Schulen geschlossen? Beginnen die Ferien nun am 15.12.21? Eine Entscheidung sollte Anfang Dezember fallen!

    • Lynn Winkler - SMK 8 Monaten vor

      Hallo Privat,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Kabinett wird in dieser Woche über weitere Maßnahmen entscheiden. Wir werden darüber auf den bekannten Kanälen informieren.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler