Mehr Geld für Ganztagsangebote

Mehr Geld für Ganztagsangebote

Für das Schuljahr 2018/2019 erhalten Sachsens Schulen rund 27 Millionen (Mio.) EUR für Ganztagsangebote. Das sind nochmals eine Mio. EUR mehr als im laufenden Schuljahr. Rund 311.000 Schüler werden von Ganztagsangeboten profitieren.In den nächsten Wochen erhalten die 1.300 Schulen einen Zuweisungsbescheid für die Förderung ihrer Ganztagsangebote. Das sind 18 Schulen mehr als im aktuellen Schuljahr. Auch in diesem Jahr ist es das Ziel, dass die Schulen die Bescheide noch vor den Sommerferien erhalten. Damit können die Schulen rechtzeitig und sicher das neue Schuljahr planen.

Für die Grundschulen und Gymnasien wird die Pauschale 58,56 EUR pro Schüler betragen und für die Förder- und Oberschulen 96,42 EUR pro Schüler. Die Pauschalen liegen damit leicht über denen des Vorjahres. 185 Schulen wollen einen Schulklub betreiben, das sind genauso viele wie im aktuellen Schuljahr.

Die Schulen können ihre Ganztagsangebote eigenverantwortlich planen und gemeinsam mit Partnern vor Ort wie Verbänden und Kultur- Sport- oder Jugendvereinen gestalten. Für die Schüler sind diese Angebote ein großer Gewinn. Sowohl leistungsschwache als auch leistungsstarke Schüler werden gefördert.

„Ganztagsangebote sind zu einem Merkmal von Schulqualität geworden. Sie gehören inzwischen zum Schulalltag und werden immer weniger als etwas Zusätzliches wahrgenommen. Dies ist vor allem dem großen Engagement der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Kooperationspartner zu verdanken“, so Kultusminister Christian Piwarz.

Der Kultusminister will Ganztagsangebote quantitativ und qualitativ weiter ausbauen. Dazu sollen die Mittel zum Schuljahr 2019/2012 um 13,5 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt werden. „Damit Ganztagsangebote erfolgreich sind, müssen aber auch inhaltliche und qualitative Aspekte stimmen. Die Vergleichbarkeit der Angebote und die Chancengerechtigkeit für die Schüler lassen sich am besten mit einem gemeinsamen Qualitätsverständnis sichern“, so Piwarz. Dazu wird derzeit an 20 Schulen ein „Qualitätsrahmen Ganztagsangebote“ erprobt. Er wurde vom Kultusministerium gemeinsam mit der TU Dresden und Schulpraktikern erarbeitet. Der Qualitätsrahmen soll ab dem Schuljahr 2018/2019 allen allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung stehen. Er soll Maßstab für gute Ganztagsangebote sein und zugleich als Instrument verwendet werden, um die Qualität zu sichern und weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen sind abrufbar unter: http://www.schule.sachsen.de/1744.htm

 

 

Dirk Reelfs, Pressesprecher im Sächsischen Staatsministerium für Kultus

2 Kommentare

  1. Leipziger vor 3 Monaten

    Sehr geehrter Herr Reelfs,
    wurde inzwischen eine Lösung für „wachsende“ Schulen gefunden? Die Schülerpauschalen werden nach den aktuellen Schülerzahlen zugeteilt. Für eine Schule die noch keinen Abschlussjahrgang hat, aber 6 neue 5.Klassen aufnimmt, fehlen damit im kommenden Schuljahr die Gelder für 168 Schüler, also ca. 10000€. Das ist eine erhebliche Benachteiligung der betroffenen Schule, zumal neu eingerichtete GTA ja oft Erstinvestitionen (Mikrofone,Medien, Arbeitsmaterialien) benötigen.

    • Autor
      Dirk Reelfs - SMK vor 3 Monaten

      Sehr geehrter „Leipziger“,
      vielen Dank für Ihre Anfrage. Für die Berechnung der Schülerpauschalen wird die amtliche Schulstatistik des jeweils vorangegangenen Schuljahres zugrunde gelegt. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war der Umstand, dass dadurch die Anwendung von Schülerpauschalen als ein wesentlicher Bestandteil des vereinfachten Zuweisungsverfahrens auf Grundlage amtlich bestätigter Schülerzahlen und nicht auf fiktiver Zahlen erfolgen kann. Ob es bei dieser Verfahrensweise bleibt, lässt sich heute allerdings noch nicht sagen. Auf Grund des neuen Schulgesetzes bedarf es ab dem Schuljahr 2019/2020 einer Neufassung der entsprechenden Verordnung für Ganztagsangebote (SächsGTAVO). In diesem Zusammenhang soll auch noch einmal geprüft werden, inwieweit für Schulen in Neugründung eine andere Lösung gefunden werden kann.
      Viele Grüße
      Dirk Reelfs

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