Seit dem Schuljahr 2012/13 wird in vier sächsischen Modellregionen das gemeinsame Lernen von Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf erprobt. Die Ergebnisse des Schulversuchs »ERINA« wurden nun im Rahmen eines Fachtages vorgestellt.
Schlagwort: Inklusion
Das gemeinsame Lernen von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Grund- und Oberschulen erfordert eine besondere Abstimmung des Unterrichts. Das Sächsische Bildungsinstitut hat hierfür unterstützende Materialien für die Lehrkräfte entwickelt.
An weiteren 38 Schulen in Sachsen werden ab dem kommenden Schuljahr Inklusionsassistenten im Einsatz sein. Um Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder sonderpädagogischem Förderbedarf zu unterstützen, sind bereits seit Sommer 2016 an 173 sächsischen Schulen Inklusionsassistenten tätig. Zum Schuljahr 2017/18 wurden in einer zweiten Verfahrensrunde weitere Schulen ausgewählt, für die sich Träger bei der Sächsischen Aufbaubank bewerben konnten.

In diesen Tagen blickt die Koalition aus CDU und SPD auf die erste Hälfte der laufenden Legislaturperiode zurück. Doch warum Halbzeitbilanz ziehen, wenn es auch länger geht. Seit März dieses Jahres ist Kultusministerin Brunhild Kurth fünf Jahre im Amt. Sie gehört damit zu den Kultusministern in Deutschland, die am längsten dieses Amt bekleiden. Grund genug einmal Bilanz zu ziehen.
Sozialpädagogen vom KINDERLAND-Sachsen e.V. touren derzeit mit einem außergewöhnlichen Inklusionsprojekt durch insgesamt 100 sächsische Schulen. Der »Bus der inklusiven Werte« sensibilisiert mit einem Rollenspiel für das Thema Behinderung. Das Spiel macht die Vielfalt des Themas für Schüler emotional und praktisch erlebbar. Erfolgreich ist das Projekt, wenn bei Kindern und Jugendlichen Inklusion selbstverständlich wird.
Eine der größten Veränderungen durch das neue Schulgesetz ist die Abschaffung der Förderschulpflicht. In den Medien gab es bereits Kritik, dass die Schulen dafür weder personell noch sächlich ausgestattet seien. Die Frage, wie das funktionieren soll, steht im Raum. Die Antwort dazu haben wir.
Die neue Handreichung »Sonderpädagogische Förderung im gemeinsamen Unterricht« soll Lehrern praktische Hilfen und neue Perspektiven bieten. Kultusministerin Brunhild Kurth hofft, dass sie »als Arbeitshilfe angenommen wird sowie die Verantwortung und Kompetenz der Regelschulen für die sonderpädagogische Begleitung der Schüler stärkt«.
