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Ein Stück Normalität im Klinikalltag – Vor Ort in der Klinik- und Krankenhausschule Kreischa

Ein Stück Normalität im Klinikalltag – Vor Ort in der Klinik- und Krankenhausschule Kreischa

Was passiert mit der Schulpflicht, wenn das Leben dazwischengrätscht und eine schwere Krankheit oder ein langer Reha-Aufenthalt den gewohnten Alltag unterbricht? Schulen wie die Klinik- und Krankenhausschule in Kreischa ermöglichen Schülerinnen und Schülern, die sich in stationärer medizinischer Behandlung befinden, auch weiterhin eine Schule zu besuchen. Kultusminister Clemens war vor Ort, um sich ein Bild von der Betreuung zu machen.

Individuelle Förderung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen

Schon beim Betreten der Schule fällt auf: Der Rhythmus ist ein anderer. Wo an normalen Schulen die Pausenglocke den Takt vorgibt, prägen hier Therapiepläne den Schulalltag. Eingebettet in die weitläufigen Anlagen der Klinik Bavaria, verfolgt die Klinik- und Krankenhausschule Kreischa das Ziel, junge Patientinnen und Patienten während ihres Aufenthaltes weiter schulisch zu bilden.

In Kreischa werden vor allem Kinder mit schweren akuten oder chronischen neurologischen Erkrankungen unterrichtet. Die Betreuung findet in enger Zusammenarbeit mit dem Ärzteteam des neurologischen Rehabilitationszentrums für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene statt. Die schulische Förderung wird individuell auf die Bedürfnisse und den Gesundheitszustand der Schülerinnen und Schüler angepasst. Lehrerinnen und Lehrer übernehmen nicht nur die Rolle der Wissensvermittler, sondern sind auch Brückenbauer, die sich mit den Ärzten sowie den eigentlichen Schulen der Patienten (sogenannte »Stammschulen«) austauschen und individuelle Lehrpläne erstellen.

Wiedereingliederung in den Schulalltag

Die Schülerinnen und Schüler kommen aus allen Schularten – von der Grundschule bis zum Gymnasium. Ziel ist, sie wieder in ihre Stammschulen einzugliedern oder den Übergang zu einer dem Leistungsvermögen entsprechenden Schule vorzubereiten. Für manche Patienten werden nach schweren Unfällen oder Krankheiten Schullaufbahnänderungen oder Regelungen zum Nachteilsausgleich sowie zur schulischen Inklusion notwendig. Deshalb ist die sonderpädagogische Beratung ein wichtiger Bestandteil der Arbeit vor Ort.

Schule als Ankerpunkt

Bei der Betreuung geht es um mehr, als um Noten. Für viele Kinder bringt der Unterricht ein Stück Normalität in den Klinikalltag. In einer Umgebung, in der sich fast alles um Diagnosen und Defizite dreht, wird Schule zu einem Ort, an dem man einfach nur »Schülerin/Schüler« sein darf. Eine wichtige Aufgabe, die es weiterhin zu unterstützen gilt.


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