Kultusministerin Brunhild Kurth warnte heute davor, sächsische Schüler gegen die Flüchtlingskinder auszuspielen. »Niemand bestreitet, dass die hohe Zahl an Schutzsuchenden auch die Schulen vor eine Herausforderung stellt, die es so noch nicht gegeben hat. Ich warne jedoch vor Hysterie. Verbale Brandstifter spalten das Land. Mit Stimmungsmache schaffen wir Probleme, statt sie zu lösen.«
SMK-Blog
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Kultusministerin Brunhild Kurth hat sich heute mit den Lehrern der Oberschule Apollonia von Wiedebach in Leipzig über die schulische Integration in der Praxis ausgetauscht.
Für das aktuelle Schuljahr 2015/16 hat Sachsen 223 Lehrer aus anderen Bundesländern eingestellt. Beworben hatten sich insgesamt 556 Lehrer. Der größte Teil der eingestellten Lehrer stammt aus Bayern.
Es tauchen derzeit immer wieder neue Gerüchte zum Flüchtlingsthema auf. So zum Beispiel jetzt auch, dass Flüchtlingskinder die Gesundheit von Schülern und Lehrern gefährden würden. Die Sächsische Bildungsagentur ist der Behauptung nachgegangen und hat das Zentrum für Arbeit und Gesundheit Sachsen um Stellungnahme gebeten. Die Mediziner geben Entwarnung.
Nach einem Aufruf von Kultusministerin Brunhild Kurth, haben die Mitarbeiter des Kultusministeriums Schulmaterialien für Flüchtlingskinder gesammelt. Heute haben wir unsere Spendensammlung an Frau Glinka vom Deutschen Kinderschutzbund, Ortsverband Dresden, übergeben.
Der Lehrerarbeitsmarkt ist momentan leergefegt, das betrifft vor allem die Deutsch als Zweitsprache -Lehrer. Diese brauchen wir aber dringend für die steigende Zahl der Flüchtlingskinder an den Schulen.
Dass Kinder gut voneinander und miteinander lernen, ist kein Geheimnis. Besonders zahlt sich das im jahrgangsübergreifenden Unterricht aus.
Jugendliche Flüchtlinge und junge Erwachsene werden bei uns altersgemäß an verschiedenen Schularten integriert. Wie das genau funktioniert, beleuchtet dieser »Faktencheck«.
