Auch an den sorbischen Schulen in Sachsen steigt der Bedarf an Lehrern. Bis 2025 werden insgesamt 99 Lehrerinnen und Lehrer aus dem Dienst ausscheiden. Besonders in den Jahren 2017 und 2018 sowie 2024 und 2025 wird es deutliche Abgänge geben. Die Schülerzahlen an den sorbischen Schulen sind zudem leicht gestiegen von 811 im Schuljahr 2013/14 auf 878 Schüler im vergangenen Schuljahr. Doch Lehrer für das Fach Sorbisch sind Mangelware.
SMK-Blog
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Die staatlichen Zuschüsse an freie Schulträger in Sachsen sind zum neuen Schuljahr 2016/2017 weiter gestiegen. Grund dafür ist vor allem das am 1. August 2015 in Kraft getretene neue Gesetz für Schulen in freier Trägerschaft.
Der Berufseinstieg ist eine sensible Phase für junge Lehrerinnen und Lehrer und prägt meist das gesamte Berufsleben. Denn schon bald entscheidet sich, ob sie moderne Pädagogik umsetzen oder eher damit kämpfen, die nächste Unterrichtsstunde irgendwie zu überstehen. Längsschnittstudien belegen zum Beispiel, dass sich ein Teil der jungen Lehrer bereits nach kurzer Zeit nicht mehr an den während der Ausbildung gelernten Handlungsgrundsätzen orientiert, sondern auf erlebte Muster der eigenen Schulzeit zurückgreift. Damit es nicht so weit kommt, gibt es in Sachsen ein spezielles Trainings- und Coachingangebot. Mit dem Programm werden sie in der schwierigen Anfangszeit im Anschluss an die Lehramtsausbildung intensiv untersützt.
Begabtenförderung ist seit Jahren eine der Stärken des sächsischen Schulsystems. Meist denkt man dabei zuerst an die Erfolge sächsischer Schüler bei den großen internationalen Olympiaden im Sport, in Mathematik oder in den Naturwissenschaften. Sachsens Schüler belegen hier immer wieder Spitzenplätze. Aber Begabtenförderung zeigt sich ganz besonders im schulischen Alltag.
Für das neue Schuljahr hat Sachsen insgesamt 45 Prozent Seiteneinsteiger in den Schuldienst eingestellt – so viele wie noch nie. Die meisten an den Grundschulen und Oberschulen. Das verkündete Kultusministerin Kurth heute in der Pressekonferenz zum neuen Schuljahr 2016/17. Grund ist der Mangel an Bewerbern mit Lehramtsabschluss. Für alle Beteiligten wie Schulaufsicht, Lehrer, Schulleiter und die Seiteneinsteiger selbst ist das eine riesige Herausforderung. Um den Einstieg zu erleichtern und sie für die neue Aufgabe weiter zu qualifizieren, gibt es erstmals sachsenweit abgestimmte Fortbildungsangebote.
Ein Thema prägte das Schuljahr 2015/16 besonders: Die enorm steigende Zahl an Schülern mit Migrationshintergrund durch den Flüchtlingsstrom nach Sachsen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Schüler in Vorbereitungsklassen um mehr als 70 % gestiegen. Sachsens Schulen haben diese Herausforderung bisher gut bewältigt. Eine Bilanz.
Sie sind eines der wirksamsten Instrumente, um Einfluss auf den Lehrerarbeitsmarkt zu nehmen: Zielvereinbarungen, die festlegen, wie viele und welche Studienplätze die Unis für Lehramtsstudierende bereitstellen. Um mehr Lehrer in dringend benötigten Fächern und Schularten auszubilden, haben die Staatsregierung und die Universitäten jetzt neue Zielvereinbarungen getroffen. Diese gelten ab dem Wintersemester 2016/17. Zum ersten Mal gab es die Zielvereinbarungen im Jahr 2012. In den neuen Vereinbarungen gibt es wichtige Änderungen, angepasst an die aktuelle Situation. Hier eine Übersicht dazu.
Noch bis heute (30.6.) können sich Lehramtsstudierende ab dem 4. Semester für das Sachsenstipendium bewerben. Es gibt 300 Euro im Monat für die Dauer der Regelstudienzeit, spezielle Fortbildungen und eine individuelle Begleitung sowie Kontakt- und Vernetzungsangebote in der künftigen Einsatzregion.
