Christian Piwarz ist neuer sächsischer Kultusminister

Christian Piwarz ist neuer sächsischer Kultusminister

Das Sächsische Kultusministerium wird zukünftig von Christian Piwarz (CDU) geführt. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ernannte Christian Piwarz heute im Zuge der Ernennung seines neuen Regierungskabinetts.

© Pascal Ziehm

Christian Piwarz ist seit 2006 Mitglied des Sächsischen Landtags und war 2006 bis 2009 unter anderen Mitglied im Ausschuss für Schule und Sport. Seit 2009 ist er Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion. Der 42-Jährige studierte von 1995 bis 2001 Rechtswissenschaften an der Technischen Universität Dresden. Nach seinem Zweiten juristischen Staatsexamen 2003 arbeitete Piwarz als selbständiger Rechtsanwalt.

Piwarz ist in Dresden geboren und hat zwei Töchter. Er wird Amtsnachfolger des bisherigen Staatsministers Frank Haubitz.

Ministerpräsident Michael Kretschmer zu seiner Entscheidung: „Mit Christian Piwarz habe ich einen Kultusminister berufen, der bei Schule und frühkindlicher Bildung die gleiche Leidenschaft hat wie ich. Dafür sind Entscheidungen notwendig, die im politischen Raum unterstützt werden müssen und die von Erziehern, Lehrern, Eltern und Schülern aber auch der gesamten Gesellschaft mitgetragen werden. Und sie müssen erfolgreich wirken. Das traue ich ihm als Vater und sehr erfahrenem und gut verankertem Politiker zu.“

Unterstützt wird der neue Kultusminister durch den Staatssekretär Herbert Wolff, der bereits von 2012 bis 2014 in dieser Funktion tätig war.

Die Lebensläufe im Detail:

Bianca Schulz, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

12 Kommentare

  1. Janni K. vor 11 Monaten

    Ich bin Lehrerin und Mutter – allerdings von Kindern, die diesem Schulsystem schon entwachsen sind.Ich habe also den „Draufblick“ und ich weiß, wie es in den Lehrerzimmer zugeht -und jetzt „kocht“.
    Herr Haubitz ist jemand, der weiß, wo dieses Schulsystem seine Fehler hat und er trat endlich mal offen und konsequent für lange geforderte Verbesserungen ein. Mit ihm wäre es möglich gewesen, zeitraubende bürokratische Verwaltungsakte zu verändern, denn er wusste aus seiner eigenen Schulleitertätigkeit, was WIRKLICH notwendig ist. Herr Haubitz war Hoffnungsträger für Lehrer und Referendare und es ist beschämend, wie mit einem kompetenten Menschen umgegangen wird.
    Herr Ministerpräsident Kretschmer – sie wollten für die Sachsen regieren . Dieser Schritt der Berufung eines neuen Kultusministers ist nicht vertrauensfördernd. Bildung und unsere Kinder sind unser höchstes Gut und hier sollte ein Minister verantwortlich sein, der nicht nur aus familiären Gründen das System kennt, sondern der tagtäglich die Schwierigkeiten dieses System im Umgang mit Kollegen und Kindern erlebt und auch früher schon Kritik daran geübt hat.
    Danke für ihre geleistete Tätigkeit Herr Haubitz, sie hatten leider viel zu wenig Zeit für wirkliche Veränderungen. Ich bin gerne Lehrerin und kann sagen, dass viele von uns im Moment enttäuscht sind. Heute sagen viele von uns die gleichen Worte wie der Lehrerkollege in der Gesprächsrunde mit Ministerpräsidenten Kretschmer -„WIR SIND ALLE HAUBITZ“ .

  2. Marion vor 11 Monaten

    Die Vorgehensweise des neuen Ministerpräsidenten bei der Aufstellung seines Kabinetts ist beschämend und fördert die Politikverdrossenheit. Bildung ist eines unserer höchsten Güter, aber in Sachsen steht scheinbar Parteigeklüngel vor Bildung und Sachkompetenz. Ein Mann wie Frank Haubitz, der aus der Praxis kommt, Probleme auf den Punkt bringt und keiner Parteidisziplin folgen muss, ist zu unbequem.

  3. Conny vor 11 Monaten

    Ich schließe mich den Vorrednern an. Es ist doch unmöglich einen vom Fach, Herrn Haubitz, „abzusetzen“ und dafür einen einzusetzen, welcher öffentlich seine Kenntnisse durch die Erfahrungen mit seinen Kindern anpreist. Heftig daneben!!!

  4. Kristin vor 11 Monaten

    Ich bin irritiert. Ich denke Herr Piwarz wird es nicht leicht haben, besonders nachdem Herr Haubitz so „hervorgebrecht“ ist. Aber wer die Wahrheit laut ausspricht wird eben eiskalt abserviert. Ich bin gespannt, was jetzt kommt, wenn Herr Kretschmer meint, dass Haubitz‘ Ideen (trotzdem) „umgesetzt werden sollen“.
    Viel Erfolg, Herr Piwarz. Möge die Schule mit Ihnen sein…

  5. Thomas vor 11 Monaten

    Und dafür sind wir 89 nicht auf die Straße gegangen! Parteibuch vor Kompetenz – wie armselig ist dieses neuen Entwicklung im Bildungschaos Sachsen! Die womöglich letzte Chance mit einem mutigen und kompetenten Macher wie Frank Haubitz die Karre wieder aus dem Dreck zu ziehen und verlorengegangenes Vertrauen der potentiellen Bewerber zurückgewinnen zu können wurde vom neuen MP und seiner Fraktionsspitze grandios vergeigt. Wenn dem neuen Minister nichts besseres einfällt das offensichtliche Chaos an unseren Schulen mit zum Teil mehr als 50 Prozent Seiteneinsteigern nur besser „ Verkaufen „ zu wollen dann gute Nacht -die Rechnung werden leider unsere Kinder ausbaden!

  6. Susanne Richter vor 11 Monaten

    Einfach nur frustrierend!!!
    Herr Haubitz war der erste Kultusminister seit langem, der fachkompetent war, den Willen zu Umgestaltung hatte und ein Herz für Lehrer.Er wusste recht gut, wo der Schuh drückt.
    Leider hatte er nicht mehr Zeit um seine vielen auch kleineren, aber wichtigen Verbesserungen umzusetzen.

  7. Marieluise vor 11 Monaten

    Meine Vorredner sprechen mir aus dem Herzen. Passt doch gut – ein Seiteneinsteiger als Chef der Seiteneinsteiger! Das motiviert unheimlich. Aber eine kleine Anmerkung für „Vater“(siehe oben). Bitte kämpfen Sie nicht gegen die alternde Lehrerschaft! Ich finde, wir „Alten“ haben das nicht auch noch verdient, dass man gegen uns kämpft! Ich glaube, ohne die älteren Kollegen sähe es noch schlimmer aus. Ich hoffe, das war nur ein falscher Zungenschlag.

  8. Frau K. vor 11 Monaten

    Guten Tag,
    Herr Kretschmer geht konsequent gegen den Lehrermangel vor: Er schickt einen erfahrenen Pauker (Herrn Haubitz) zurück an die Schule und Quereinsteiger (Herr Piwarz) im Bereich der Bildung sind seit langer Zeit erwünscht. Da ist doch alles in Ordnung. 😉

  9. Ralf Lippold vor 11 Monaten

    Schade, dass der Praktiker nach acht Wochen im Amt bereits das im schweren Fahrwasser befindliche Boot verlassen muss.

    Wenn man es genau nimmt ist das Kultusministerium eines der geringst wahrgenommenen Ministerien und fast das wichtigste, wird doch hier über Zukunft eines Landes entschieden: BILDUNG

  10. Vater vor 11 Monaten

    Ich bin geschockt. Parteibuch geht hier über Kompetenz. Zitat Cristian Piwarz heute in der „SZ“: „Mir geht durch den Kopf, dass wir unser Bildungssystem wieder positiver darstellen müssen.“ Achtung, wir müssen das sächsische Bildungssystem nicht positive DARSTELLEN, sondern wir müssen gegen massiven Stundenausfall und eine alternde Lehrerschaft kämpfen. Herrn Haubbitz danke ich für seine in so kurzer Zeit geleistete Arbeit. Er hat wachgerüttelt, nichts beschönigt (oder dargestellt) und versucht, der Lage Herr zu werden. Leider hat man ihn nicht gelassen, dies auch umzusetzen. Alles Gute Ihnen und nochmals DANKE.

  11. Emmy-Marie vor 11 Monaten

    Musste das sein? Herr Haubitz erschien mir sehr kompetend und hat in seiner kurzen Amtszeit viel geleistet. Nun wissen wir alle, was wir von einer CDU-geführten Regierung zu erwarten haben. Herr Haubitz als parteiloser Minister passte wohl nicht in die aalglatte Regierung! Die nächsten Wahlen sind in zwei Jahren.

    • 00friedi vor 11 Monaten

      Es ist beschämend! Zugleich typisch Politik, denn die hatte schon immer einen Haltungsschaden…
      Mit solchen Aktionen wird das Lehrerbild in der Öffentlichkeit UND in den Reihen eventuell Lehramt-studieren-Wollender sowie Elternschaft weiter beschädigt.

Sehr geehrte User, der Beitrag wurde bereits stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion für diesen Beitrag zu schließen.

Die Moderation