Zum Schuljahresbeginn 2017/18 im August will Sachsen 1.400 Lehrer neu einstellen. Doch die Anzahl der grundständig ausgebildeten Bewerber reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken. Es wird schwerer als zuvor, die freien Stellen zu besetzen.
Schlagwort: Einstellungen
Insgesamt 800 neue Lehrer will Sachsen zum zweiten Schulhalbjahr 2016/2017 einstellen. Bis jetzt sind 765 Lehrerstellen besetzt. Weitere Lehrer werden in den nächsten Wochen eingestellt. Beworben hatten sich insgesamt 2.259 Personen. Allerdings waren nur 838 davon ausgebildete Lehrer und 1.421 Seiteneinsteiger. Das zeigt, wie angespannt die Lage auf dem Lehrerarbeitsmarkt ist, und zwar bundesweit.
Für das neue Schuljahr hat Sachsen insgesamt 45 Prozent Seiteneinsteiger in den Schuldienst eingestellt – so viele wie noch nie. Die meisten an den Grundschulen und Oberschulen. Das verkündete Kultusministerin Kurth heute in der Pressekonferenz zum neuen Schuljahr 2016/17. Grund ist der Mangel an Bewerbern mit Lehramtsabschluss. Für alle Beteiligten wie Schulaufsicht, Lehrer, Schulleiter und die Seiteneinsteiger selbst ist das eine riesige Herausforderung. Um den Einstieg zu erleichtern und sie für die neue Aufgabe weiter zu qualifizieren, gibt es erstmals sachsenweit abgestimmte Fortbildungsangebote.
Zum 1. Februar 2016 wird das Kultusministerium 760 neue Lehrer unbefristet einstellen. Das sind so viele wie nie zuvor im Februar. Hintergrund für den Einstellungsrekord ist, dass sich erfahrungsgemäß zum Schulhalbjahr mehr Lehrer mit dringend benötigten Fächern und Schularten bewerben als zum neuen Schuljahr im August. Das liegt einerseits daran, dass in Sachsen der Vorbereitungsdienst im Januar endet und andererseits an der Konkurrenz im August durch andere Bundesländer. Diese stellen nämlich meist nur einmal im Sommer ein.
Für das aktuelle Schuljahr 2015/16 hat Sachsen 223 Lehrer aus anderen Bundesländern eingestellt. Beworben hatten sich insgesamt 556 Lehrer. Der größte Teil der eingestellten Lehrer stammt aus Bayern.
