»Für viele Kinder gehören Smartphone und Co. bereits ab dem Kleinkindalter zur Lebensrealität. Sie werden als Zeitvertreib oder Spielzeug erlebt«, sagt Schulleiter Holger Wachtel. Er leitet die Grundschule »Samuel von Pufendorf« in Zwönitz.
Schlagwort: Digitale Medien
Als erstes Flächenland hat Sachsen eine Förderrichtlinie zur Umsetzung des DigitalPakts Schule aufgelegt. Damit können Schulträger ab Juni Fördermittel beantragen. Insgesamt stehen den Schulen 250 Millionen Euro bis 2024 für die digitale Infrastruktur und Ausstattung zur Verfügung.
An Schulen werden täglich Daten verarbeitet. Das sind nicht nur Namen und Adressen, sondern auch Fotos, Leistungsnachweise, Bewertungen und Prüfungsergebnisse. Gerade Schülerakten sind detaillierte Sammlungen mit teilweise sehr sensiblen Daten, die mit jedem Schuljahr aussagekräftiger werden. Die Datenschutz-Grundverordnung, die seit dem 25. Mai 2018 gilt, stellt für alle Einrichtungen, die personenbezogene Daten erfassen und speichern, Regeln auf, wie mit diesen Daten umgegangen wird.
Ein Wortungetüm sorgt derzeit für Aufregung: EU-Datenschutz-Grundverordnung, kurz EU-DSGVO. Ist die Unruhe berechtigt? Kaum, sagen die Juristen des Kultusministeriums. Wer vorher Datenschutzbestimmungen beachtet hat, wird auch mit der EU-DSGVO zurechtkommen. Ein paar neue Regeln gilt es allerdings zu beachten.
Warum die Medienbildung zunehmend wichtig wird für Sachsens Schulen. Kultusminister Christian Piwarz im Gespräch mit Peter Stawowy zur digitalen Bildung und dem Vertrauen in Medien.
Die Medienbildung soll in den kommenden Jahren als Schlüsselqualifikation in allen schulischen Bereichen gestärkt werden. Mit der Konzeption »Medienbildung und Digitalisierung in der Schule« stellt das Kultusministerium seine strategischen Ziele zu diesen Entwicklungsschwerpunkten vor.
In Zeiten von Fake-News und social bots will der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Medienkompetenz von Schülern jetzt aktiv fördern. Dafür haben ARD, ZDF und Deutschlandradio das Medienkompetenzangebot »so geht Medien« für Lehrer und Schüler gestartet. Es soll helfen, die Quellen und den Wahrheitsgehalt im Netz zu hinterfragen und einzuschätzen.
Nachdem die Kultusministerkonferenz (KMK) unter der Leitung der Länder Schleswig-Holstein und Sachsen ein Strategiepapier zur Bildung in der digitalen Welt erarbeitet und Ende 2016 verabschiedet hat, legt Sachsens Kultusministerium jetzt den Entwurf einer Konzeption »Medienbildung und Digitalisierung in der Schule« vor. Damit wird die KMK-Strategie im Freistaat Sachsen für Schulen landesspezifisch umgesetzt. Der Entwurf soll in den nächsten Wochen mit der Fachöffentlichkeit diskutiert, anschließend überarbeitet und Mitte dieses Jahres verabschiedet und veröffentlicht werden.
