Sachsen will bereits zum 1. Mai 2018 rund 400 Seiteneinsteiger in den sächsischen Schuldienst einstellen und qualifizieren. Erstmalig werden damit Seiteneinsteiger rechtzeitig zum Start des neuen Schuljahres 2018/2019 die Einstiegsqualifizierung abschließen und für den Unterricht zur Verfügung stehen. Ab sofort können sich am Seiteneinstieg Interessierte bewerben.
Kategorie: Lehrer
Im August hatte das Kultusministerium freie Lehrerstellen ausgeschrieben. Erstmalig konnten sich Lehrerinnen und Lehrer dabei direkt an einer Schule bewerben. Nun liegt die Bewerberzahl auf dem Tisch.
Heute startet in den Kinos der Dokumentarfilm »Zwischen den Stühlen« über drei angehende Lehrer aus Berlin. Der Film begleitet die Referendare auf ihrem Weg zum Examen und gibt einen Blick hinter die Kulissen des Systems Schule.
Am 25. Oktober 2016 hatte die Sächsische Staatsregierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket in Höhe von 213,5 Millionen Euro beschlossen. Damit sollen Sachsens Lehrer entlastet und finanziell besser gestellt werden. Die meisten der einzelnen Maßnahmen sind jetzt umgesetzt. Weitere Umsetzungsschritte wurden eingeleitet. Bei vielen der einzelnen Maßnahmen mussten zuerst neue rechtliche Grundlagen von verschiedenen Stellen geschaffen werden. Deshalb greifen sie für die Betroffenen dann rückwirkend zum 1. Januar 2017. Hier eine Übersicht zum Stand der Umsetzung.
Eigentlich könnte Ute Puhl sich im Juni von ihrer Schule verabschieden. Doch das wird sie nicht tun, denn ihre Mission ist noch nicht erfüllt. Die 62jährige ist Schulleiterin an der 41. Grundschule in Dresden. Bald kommt ihr neuer Stellvertreter und diesen möchte sie unbedingt noch einarbeiten. Damit der Übergang gut klappt, will sie noch ein bis zwei Jahre dranhängen.

Im Kampf gegen den Lehrermangel wirbt Sachsen jetzt auch verstärkt im Ausland um Lehrer. Dabei setzt das Kultusministerium vor allem auf social media und Internet. Ein Videoclip ist der Startschuss für die neue Werbeaktion um Lehrer. Francesca aus Italien ist eine der drei Protagonisten. Seit zwei Jahren arbeitet die ausgebildete Gymnasiallehrerin bereits an einer Grundschule in Dresden. Damit ist sie eine von insgesamt 200 ausländischen Lehrern, die derzeit an einer sächsischen Schule unterrichten. Der Film lässt die zwei Lehrerinnen und einen Lehrer ihre teils bewegende Geschichte erzählen. Es sind Geschichten mit Happy End, denn alle drei fühlen sich wohl und es lohnt sich für sie aus vielen Gründen, in Sachsen als Lehrer zu arbeiten. Die Premiere für den Film gibt es hier bei uns im Blog.

»Lehrer werden? Schon immer mein Traum!« sagt Manja Paech, die bereits seit der 4. Klasse an ihrem Traum festhält, einmal als Lehrerin an einer Grundschule zu arbeiten. Eigentlich wollte Manja bereits im Oktober 2016 ihr Studium in Dresden beginnen, wenn da nicht der hohe Numerus Clausus gewesen wäre, der im vergangenen Jahr zwischen ihr und ihrem Traumberuf stand. Stattdessen absolviert sie seit Schulbeginn ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) Pädagogik in der Oberschule Schönfeld und wird nach den Winterferien an die Grundschule am Schacht in Großenhain wechseln, um ihre Fähigkeiten als Lehrerin an verschiedenen Schularten auf die Probe zu stellen. Anstelle von Vorlesungen und Seminaren stehen also nun Förderkurse, Exkursionen und Elternabende auf ihrem Stundenplan.
Insgesamt 800 neue Lehrer will Sachsen zum zweiten Schulhalbjahr 2016/2017 einstellen. Bis jetzt sind 765 Lehrerstellen besetzt. Weitere Lehrer werden in den nächsten Wochen eingestellt. Beworben hatten sich insgesamt 2.259 Personen. Allerdings waren nur 838 davon ausgebildete Lehrer und 1.421 Seiteneinsteiger. Das zeigt, wie angespannt die Lage auf dem Lehrerarbeitsmarkt ist, und zwar bundesweit.
