Wäre es tatsächlich sinnvoll Fleisch teurer zu machen, um den Fleischkonsum einzuschränken und für mehr Tierschutz zu sorgen? Hochkonzentriert diskutierten darüber gestern jeweils zwei Schüler der achten Klasse pro und contra in den Klassenräumen des Gymnasiums Bürgerwiese in Dresden. Die Debatte folgt exakt definierten Regeln und Zeitvorgaben: Eröffnungsrunde, freie Aussprache und Schlussrunde. Die Schülerjury verfolgt die Diskussion aufmerksam, während eine Lehrerin als »Zeitwächter« immer dann eine Glocke läutet, wenn die Redezeit zu Ende geht. Die Schüler gehören zu den 24 Besten des Wettbewerbs »Jugend debattiert« aus ganz Sachsen und beweisen vor Publikum und Jury nun ihr ganzes Können.
Kategorie: Bildungspolitik
An den sächsischen Schulen ist die Zahl der Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund von 74 (2014) auf 46 (2015) gesunken. In den überwiegenden Fällen handelt es sich bei den Delikten um das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Seltener kam es zu Volksverhetzung oder Sachbeschädigung. In drei Einzelfällen ging es um Beleidigung, Bedrohung und Brandstiftung. In allen Fällen wurden sofort Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Politische Bildung in Sachsen. Eines der Themen, das derzeit heiß diskutiert wird. Angeblich erhalten sächsische Schüler deutlich weniger Unterrichtsstunden in politischer Bildung als in anderen Bundesländern. Das zumindest behauptet unter anderem auch die Studie »Erfolgreich.Politisch.Bilden« der Konrad-Adenauer-Stiftung. Doch ist das wirklich so? Wir sind dieser Behauptung auf den Grund gegangen.
Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange hat Eckpunkte für die Hochschulentwicklungsplanung bis 2025 vorgelegt. Dabei wurden in Abstimmung mit dem Kultusministerium auch weitreichende Entscheidungen für die Lehrerbildung getroffen.
Das Kultusministerium wagte die sächsische Premiere und suchte erstmals mit einem Gesetzentwurf in der Tasche einen umfassenden Bürgerdialog – und zwar schon in Version der ersten Kabinettsfassung. Doch was brachten die neun Etappen der Schultour des Kultusministeriums, die vor allem in der sportlichen zweiten Halbzeit nach den Winterferien gern als Marathon bezeichnet und empfunden wurden? Hier ein erstes Fazit.
Sachsens Schüler sollen sich intensiver mit demokratischen Grundwerten wie Freiheit, Gerechtigkeit, Verantwortung und Toleranz auseinandersetzen. Das unterstreicht ein überarbeiteter Erlass des Kultusministeriums zu Politikerbesuchen an öffentlichen Schulen. Er betont die Verantwortung der Schule bei der politischen Bildung deutlich stärker als die alte Fassung.
Eine gute Idee für den Abschluss der Dialogforen: Das Chemnitzer Berufliche Zentrum für Wirtschaft I war Gastgeber für die neunte Etappe des Bürgermarathons, mit dem das Kultusministerium zur Diskussion des neuen sächsische Schulgesetzes in Version der ersten Kabinettsfassung einlud. Einerseits bot die lichte Aula architektonisch akkurate Nachkriegsmoderne und andererseits zeigte die Einrichtung mitsamt den vielen Hinweisen in Zimmern und Fluren die breite Entwicklungspalette für Oberschüler nach ihrem Abschluss. Fotogalerie
Das Leipziger Reclam-Gymnasium füllte sich recht früh und rasch: Erstaunlich viele Eltern und Elternvertreter, etliche Schüler, recht wenige Studenten – so der erste Eindruck vom Andrang zur achten Bürgerwerkstatt zur sächsischen Schulgesetznovelle, die – so der Plan von Initiatorin Brunhild Kurth – bereits am dem Schuljahr 2017/18 wirken soll. Ein sportliches Programm, was Sachsens Kultusministerin von ihren Mitarbeitern fordert – ebenso wie der Bürgerdialog selbst.
