Zahl der Schüler in Sachsen steigt bis zum Schuljahr 2026/2027

Zahl der Schüler in Sachsen steigt bis zum Schuljahr 2026/2027

Die Gesamtschülerzahl in Sachsen wird bis zum Schuljahr 2026/2027 kontinuierlich steigen. Danach sinken die Schülerzahlen. Das geht aus einer aktuellen Prognose des Statistischen Landesamtes in Kamenz hervor.

Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen erstellt im Auftrag des Kultusministeriums in den Jahren 2020, 2021 und danach alle zwei Jahre eine regionalisierte Schüler- und Absolventenprognose für allgemeinbildende und berufsbildende Schulen. Die Ergebnisse stellen eine wichtige Grundlage für die Ermittlung des Lehrerbedarfes sowie für die Schulnetzplanung dar. Eine aktuelle Schülerprognose macht auch in den nächsten Jahren zunehmenden Lehrerbedarf deutlich. In den aktuellen Haushaltsanmeldungen ist der Bedarf bereits entsprechend berücksichtigt worden.

Nach der aktuellen Prognose wird der steigende Trend der Schülerzahlen aus den vergangenen Jahren bis zum Schuljahr 2026/2027 anhalten. Dabei unterscheiden die Statistiker aufgrund unterschiedlicher Annahmen (zum Beispiel der Geburtenrate) zwischen einer unteren und oberen Prognosevariante. Der oberen Variante zufolge steigt die Gesamtschülerzahl an öffentlichen Schulen von rund 409.400 im Schuljahr 2019/2020 bis zum Schuljahr 2026/2027 auf rund 446.000. In einer unteren Variante wird eine Schülerzahl von 441.300 für das Schuljahr 2026/2027 prognostiziert. Erst danach sinken die Schülerzahlen bis zum Ende des Prognosezeitraumes im Schuljahr 2035/2036. In einer oberen Variante prognostizieren die Statistiker eine Gesamtschülerzahl von etwa 423.100 im Schuljahr 2035/2036 und in einer unteren Variante werden circa 402.500 Schüler erwartet.

Bei einem Vergleich der Prognose aus dem Jahr 2018 mit der aktuellen Prognose ist festzustellen, dass sich die Entwicklung der Schülerzahlen weitgehend innerhalb des Korridors (untere, obere Variante) aus dem Jahr 2018 bewegt.

Wie unterschiedlich sich die prognostizierten Schülerzahlen innerhalb Sachsens entwickeln werden, zeigt der Blick in die Regionen.

Während in den Kreisfreien Städten Dresden und Leipzig sowie in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen in beiden Varianten steigende Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2035/36 erwartet werden, sind diese in den übrigen Landkreisen und in der Kreisfreien Stadt Chemnitz sowohl in oberen als auch unteren Variante rückläufig. Der größte Zuwachs wird für die Kreisfreie Stadt Leipzig prognostiziert. Die größten Verluste werden hingegen für den Erzgebirgskreis bis 2035/36 erwartet (siehe auch Abb. 2 bis 5).

Weitere Informationen zur 1. Regionalisierten Schüler- und Absolventenprognose des Statistischen Landesamtes gibt es hier.

 

Abb. 2: Prognostizierte Schülerzahl Grundschulen*

Abb. 3: Prognostizierte Schülerzahl an Oberschulen*

Abb. 4: Prognostizierte Schülerzahl an Gymnasien*

Abb. 5: Prognostizierte Schülerzahl an Förderschulen*

*Quelle: Statistische Landesamt Sachsen

Dirk Reelfs, Pressesprecher im Sächsischen Staatsministerium für Kultus

1 Kommentar

  1. Claudia Männich 3 Wochen vor

    Im Umkehrschluss bedeutet dass, wir wissen also heute schon, wieviele zusätzliche Leher wir im Laufe der nächsten 8 bis 9 Jahren in Sachsen brauchen! Zusätzlich heißt, zuzüglich der zu ersetzenden Altersabgänge.
    Bei ca.35.000 zusätzlichen Schülern ergeben sich grob geschätzt 1300 zusätlich Klassen, also etwa auch 1300 zusätzliche Lehrer. Und da eine Lehrerausbildung sieben Jahre braucht, sollte unser Freistaat schon mal beginnen, diese Lehrer zusätzlich auszubilden!