Sachsens Neuntklässler liegen beim Ländervergleichstest IQB gemeinsam mit Bayern und Schleswig-Holstein auf den Spitzenplätzen. Sachsen hat sich in mehreren Bereichen deutlich verbessert. Im Vergleich zu 2009 haben deutlich mehr Schüler die Mindeststandards erreicht. Im Fach Deutsch belegt der Freistaat beim Lesen jetzt den ersten Platz.
Kategorie: Bildungspolitik
Die sächsische Staatsregierung hat sich gestern Abend auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket geeinigt, um den Lehrerberuf in Sachsen attraktiver zu machen. Für insgesamt 213 Millionen Euro in den nächsten beiden Jahren werden sächsische Lehrer entlastet und finanziell besser gestellt. »Hätten Sie mir vor Monaten ein solches Paket in Aussicht gestellt, hätte ich es nie für möglich gehalten«, sagte Kultusministerin Kurth heute bei der Vorstellung des Paketes.
Mit Beginn dieses Schuljahres haben zwei weitere sächsische Grundschulen den jahrgangsübergreifenden Unterricht eingeführt. Damit ist die Gesamtzahl dieser Schulen auf zehn gestiegen. An den sechs Schulen, die das Konzept bereits im letzten Schuljahr eingeführt hatten, werden nun erstmalig Erst- und Zweitklässler gemeinsam unterrichtet.
Das Kultusministerium bietet ab 1. Oktober 2016 nochmals Einstellungsmöglichkeiten für Lehramtsabsolventen an. Damit wird der Übergang vom Studium in den Schuldienst erleichtert. Zielgruppe sind vor allem Absolventen der Lehramtsstudiengänge mit 1. Staatsexamen. Bewerben können sich auch fertig ausgebildete Lehrer sowie Master of Education. Seiteneinsteiger sind dagegen ausgeschlossen. Einstellungsmöglichkeiten gibt es vor allem an Grundschulen, Oberschulen und Förderschulen.
Begabtenförderung ist seit Jahren eine der Stärken des sächsischen Schulsystems. Meist denkt man dabei zuerst an die Erfolge sächsischer Schüler bei den großen internationalen Olympiaden im Sport, in Mathematik oder in den Naturwissenschaften. Sachsens Schüler belegen hier immer wieder Spitzenplätze. Aber Begabtenförderung zeigt sich ganz besonders im schulischen Alltag.
Für das neue Schuljahr hat Sachsen insgesamt 45 Prozent Seiteneinsteiger in den Schuldienst eingestellt – so viele wie noch nie. Die meisten an den Grundschulen und Oberschulen. Das verkündete Kultusministerin Kurth heute in der Pressekonferenz zum neuen Schuljahr 2016/17. Grund ist der Mangel an Bewerbern mit Lehramtsabschluss. Für alle Beteiligten wie Schulaufsicht, Lehrer, Schulleiter und die Seiteneinsteiger selbst ist das eine riesige Herausforderung. Um den Einstieg zu erleichtern und sie für die neue Aufgabe weiter zu qualifizieren, gibt es erstmals sachsenweit abgestimmte Fortbildungsangebote.
Die Staatsregierung hat für die Jahre 2017 und 2018 den Entwurf des Landeshaushaltes beschlossen. Dabei sind auch wachsende Ausgaben für Schulen und Kitas vorgesehen.
Aus fünfzehn Ländern kommen EU-Bildungsexperten am 1. Juni nach Sachsen, um sich anzusehen, wie bei uns schulische Integration funktioniert. Dabei haben sich die Experten den Freistaat für ihren Erfahrungsaustausch ganz bewusst ausgesucht. Sachsen ist deutschlandweit das einzige Bundesland, das seinen Lehrern wissenschaftlich geprüftes Material zur Verfügung stellt, mit dem sie die Sprachentwicklung ihrer Schüler beobachten können. Auf dieser Basis können die Schüler ganz gezielt in jedem Unterrichtsfach gefördert werden.
