Startchancenprogramm: 43 Millionen Euro jährlich für 183 Schulen in Sachsen

Startchancenprogramm: 43 Millionen Euro jährlich für 183 Schulen in Sachsen

Ab dem kommenden Schuljahr werden in Sachsen 30 Grundschulen und 30 Oberschulen mit besonderen Herausforderungen aus dem Startchancenprogramm unterstützt.

Die Schulen haben ihren Standort jeweils zur Hälfte im ländlichen Raum und in den Kreisfreien Städten. Weitere Schulen werden in den nächsten zwei Jahren folgen, so dass im Freistaat insgesamt 109 Grundschulen und 74 Oberschulen in besonderen Lagen eine Förderung bekommen können. Im Ergebnis werden die Schulen aus den Landkreisen entsprechend dem Anteil an den Schülerinnen und Schülern unterstützt werden.

Das Startchancenprogramm von Bund und Ländern soll Kindern und Jugendlichen bessere Bildungschancen unabhängig von der sozialen Lage ihrer Eltern ermöglichen. Dafür sollen für die Dauer von zehn Jahren Bundesmittel von jährlich einer Milliarde aufgewendet werden. Der Freistaat Sachsen erhält aus dem Startchancenprogramm bis 2034 jährlich 43,4 Millionen Euro vom Bund. Es ergänzt erhebliche Aufwendungen, die der Freistaat hier seit langem aus eigenen Mitteln erbringt.

»Ein Hauptfokus des Programms liegt auf der Vermittlung der Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen sowie der Stärkung der sozialen und emotionalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Deswegen haben wir uns für die Förderung von Grund- und Oberschulen entschieden. Wichtig war für uns darüber hinaus eine regional ausgewogene Verteilung«, so Kultusminister Christian Piwarz.

Die Auswahl der Schulen wird auf Grundlage eines wissenschaftlich fundierten Auswahlverfahrens getroffen, welches zu 20 Prozent auf validen sozioökonomisch-kulturellen Indikatoren, wie etwa eine hohe Arbeitslosigkeit im Schuleinzugsgebiet oder einen hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund beruht. Zu 80 Prozent kommen pädagogische Indikatoren wie zum Beispiel hohe Wiederholerquoten oder ein hoher sonderpädagogischer Förderbedarf zum Tragen. Maßstab der Verteilung auf die kreisfreien Städte und die Landkreise ist der Anteil der jeweiligen Schülerinnen und Schüler an der Schülerschaft in ganz Sachsen.

Die 43,4 Millionen pro Jahr verteilen sich zu fast gleichen Teilen auf drei Programmschwerpunkte. 14,4 Millionen Euro sollen jährlich in lernfördernde und barrierefreie Lernumgebungen fließen. Damit soll die Attraktivität der Schulen gesteigert werden. Rein bauliche Instandsetzungs- oder Sanierungsmaßnahmen werden damit allerdings nicht unterstützt. Mit weiteren 14,5 Millionen Euro pro Jahr werden multiprofessionelle Teams an Schulen unterstützt. Als dritten Schwerpunkt sieht das Startchancenprogramm sogenannte Chancenbudgets vor. Mit den Budgets können die Schulen in eigener Verantwortung die Schul- und Unterrichtsentwicklung vorantreiben.

Das Programm wird vom Bund wissenschaftlich evaluiert. Damit sind für die teilnehmenden Schulen auch Berichtspflichten verbunden. Für die Teilnahme am Startchancenprogramm ist ein Beschluss der jeweiligen Lehrer- und Schulkonferenz notwendig.

Diese sächsischen Schulen sind dabei.

Dirk Reelfs, Pressesprecher im Sächsischen Staatsministerium für Kultus

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