Herbstplan: Keine Einschränkungen von Schul- und Kitabetrieb vorgesehen

Herbstplan: Keine Einschränkungen von Schul- und Kitabetrieb vorgesehen

Der Schulbetrieb soll im kommenden Schuljahr 2022/2023 grundsätzlich ohne Einschränkungen stattfinden. Gleiches soll auch für Kindertageseinrichtungen gelten. Das sieht der Herbstplan der Staatsregierung vor.

Die Staatsregierung hat sich in der heutigen Kabinettssitzung (12. Juli) auf einen Herbstplan verständigt. Demnach soll der Präsenzunterricht an den Schulen während des gesamten Schuljahres 2022/2023 aufrechterhalten werden. Flächendeckende Schulschließungen werden ausgeschlossen. Auch die Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sollen ohne Einschränkungen beim Betreuungsumfang offengehalten werden.

»Natürlich müssen wir das Infektionsgeschehen an Schulen und Kindertageseinrichtungen sorgsam verfolgen. Sollte sich das Pandemiegeschehen im Herbst erneut verstärken, wird mit Augenmaß und nach Abwägung aller zu berücksichtigenden pädagogischen und infektiologischen Gesichtspunkten über die mögliche Wiedereinführung von Schutzmaßnahmen entschieden«, so Kultusminister Christian Piwarz.

Schutzmaßnahmen wie etwa eine Test- und Maskenpflicht kommen laut Herbstplan nur bei einer sich deutlich verschlechternden Pandemielage und allenfalls im Zusammenspiel mit gleichlaufenden Regelungen für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Betracht. Für eine mögliche Maskenpflicht an Schulen müsste der Bund ohnehin das Infektionsschutzgesetz ändern. Die jetzige Fassung des Infektionsschutzgesetzes lässt eine Maskenpflicht nicht zu.

Falls eine Maskenpflicht gesetzlich möglich gemacht wird, sollen Grund- und Förderschulen davon ausgenommen werden. Aus pädagogischen Gründen und angesichts der mittlerweile gefestigten medizinischen Einschätzung zu seltenen Corona-Erkrankungen bei Kindern, ist eine Maskenpflicht für Grundschüler im Herbstplan nicht vorgesehen.

Mit dem Plan orientiert sich die Staatsregierung an Empfehlungen des Expertenrates der Bundesregierung. Der hatte sich Anfang Juni dafür ausgesprochen, die Testung nur auf Kinder und Jugendlichen mit Symptomen zu beschränken und nur bei Auftreten neuer und gefährlicherer Virusvarianten sowie bei Ausbrüchen durchzuführen.

Dirk Reelfs, Pressesprecher im Sächsischen Staatsministerium für Kultus

2 Kommentare

  1. Billi 4 Monaten vor

    Ich begrüße diese Entscheidung aus Sicht unserer Kinder sehr. Nur fehlt mir auch eine Gedankenstütze zu allen an Schulen oder Kitas arbeitenden Personal. CO2 Ampeln gut und schön. Doch eine Anschaffung dauert. Da ist sicher auch das kommende Schuljahr um. Im Herbst stehen Lehrer ungeschützt vor den Klassen. Selbst die letzte Mutante hat gerade gezeigt, dass Kinder zwar kaum Symptome hatten, jedoch die Lehrer (länger als die Quarantäne) ausfielen. Bei der Lehrerknappheit würde man sich da etwas mehr Aufmerksamkeit in diese Richtung wünschen. Was nützt mir eine Schule, wenn Kinder nur betreut werden können (Grundschule – kann nicht wie weiterführende Schulen Ausfall geben), weil zu viele Lehrer krank sind. Diese dann noch zur Verfügung stehenden Lehrer arbeiten über dem Limit – teilweise betreuen Sie 2 Klassen und fallen spätestens aus, wenn die Kranken zurück sind. Bei der heutigen Personaldecke eine Endlosspirale. Hier fällt jeder einzelne Lehrer doppelt ins Gewicht, da niemand zum Einspringen da ist.

  2. Braungard 5 Monaten vor

    Danke, dass unseren Kindern im Herbst ein normaler Schulalltag ermöglicht werden soll. Hoffentlich bleibt es dabei.