Selbsttests an Schulen: Geringe Infektionsrate bei Schulpersonal und Schülern

Die Ergebnisse aus den Selbsttestungen an öffentlichen weiterführenden Schulen dieser Woche liegen vor. Die Infektionsraten fallen gering aus.

Nach der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung darf man die Schule nur betreten, wer an der Testung an der Schule teilnimmt oder anderweitig einen negativen Nachweis vorlegen kann. Bei der aktuellen Auswertung gab es 3.453 Schülerinnen und Schüler, die einen aktuellen negativen Test vorlegen konnten. Bei dem Schulpersonal war dies 1.967 Mal der Fall.

Unter den 146.281 Selbsttest bei Schülerinnen und Schülern gab es 191 positive Ergebnisse. Das entspricht einer Infektionsrate von 0,13 Prozent. In der Vorwoche betrug die Infektionsrate 0,12 Prozent. 2.533 Schülerinnen und Schüler verweigerten den Test. Bei dem Schulpersonal wurden bei insgesamt 62.622 Testungen 90 Infektionsfälle festgestellt, was einer Infektionsrate von 0,14 Prozent (Vorwoche: 0,13 Prozent) entspricht. Unter dem Schulpersonal, welches sich zwei Mal wöchentlich testen muss, wurden die Selbsttest 26 Mal verweigert.

Dirk Reelfs, Pressesprecher im Sächsischen Staatsministerium für Kultus

33 Kommentare

  1. Oberschullehrerin 2.0 6 Monaten vor

    Hallo Frau Winkler,
    Mia fragte,was mit dem Lehrpersonal passiert,dass sich nicht testen lassen will.Dazu verweisen Sie auf die Pressekonferenz.Dort weicht Herr Piwarz aus und gibt keine konkrete Anrwort.In unserem Kollegium gibt es auch eine Testverweigerin.Was passiert nun?Nichts.Bekommen das gleiche Geld weiter..Wir sind sehr wütend darüber.

    • Lynn Winkler - SMK 6 Monaten vor

      Liebe Oberschullehrerin 2.0,

      vielen Dank für Ihren Beitrag. Grundsätzlich nehmen unsere Lehrerinnen und Lehrer das Testangebot wahr, es gibt nur sehr wenige Testverweigerungen. Die Gründe dafür muss man sich individuell anschauen, aber arbeitsrechtliche Konsequenzen können folgen. Denn jede und jeder ist auch in der Pflicht, einen sicheren Schulbetrieb zu gewährleisten, auch als Beschäftigter des Freistaates Sachsen. Christian Piwarz hat das am Dienstag deutlich gesagt: https://youtu.be/xFS6JKph7Xg?t=3960.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

  2. Mimi Müller 6 Monaten vor

    Es wäre doch trotzdem keine schlechte Idee die LehrerInnen der weiterführenden Schulen zu impfen in den Ferien. Dann sind auch eventuelle Unpässlichkeiten nach der Impfung nicht mit neuem Ausfall verbunden. Aber ach, wir wurschteln irgendwie bis Juli, dann sind Ferien.

  3. Robert Krüger 6 Monaten vor

    Gerade die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Schnelltests anscheinend nicht ausreichen, um alle Infektionen zu erkennen.

    Weiterhin finde ich den Verweis auf einen älteren SMK Blog, dass sich Inzidenzen aus diesen Zahlen nicht berechnen lassen etwas frech. Natürlich lässt sich für eine Gruppe von 400000 Schülern eine Inzidenz angeben, und auch für die Berufsgruppe von 34000 Lehrern kann man dies tun. Das RKI gibt für kleine Landkreise auch die Inzidenzen für bestimmte Altersgruppen an, da kommen zum Teil auch nur wenige 10000 Personen zusammen. Selbstverständlich ist der Einfluss des Einzelfalles bei kleinen Bezugsgrößen größer, aber es geht hier nicht um Mengen von 3000-5000 Personen.
    Prozente lesen sich einfach kleiner, als die direkt vergleichbare Zahl.

    Weiterhin tricksen sie ja bei der Infektionsrate beim Lehrpersonal durch Bezug auf Testanzahl bereits herum und sehen sich auch nach Nachweis nicht genötigt dies richtig zu stellen. Die Inzidenz bei den Lehrern ist mit den aktuellen Zahlen jetzt 419 – oder wie sie es nennen würden 0.419% Im Verhältnis zum Sachsenschnitt sind wir da übrigens bei Faktor >2.

    • Lynn Winkler - SMK 6 Monaten vor

      Lieber Robert Krüger,

      es steht Ihnen zu, Ihre eigene Meinung dazu zu vertreten.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

  4. BerEb 6 Monaten vor

    Sehr geehrte SMK-Mitarbeiter,
    auf Ihrer Homepage konnte man lesen, wer bei der Testpflicht zum schulischen Personal gehört und wer nicht. Meine Berufsgruppe wurde bei beiden nicht erwähnt. Berufseinstiegsbegleiter (BerEb) arbeiten sehr eng mit den Schülern zusammen, besonders für die Abschluss-Schüler ist das Bewerbungsprocedere in vollem Gange. Wir helfen beim Bewerben nicht nur in der klassischen Form, auch bei Online-Portalen und anderen elektronischen Möglichkeiten. Auch für die Auswahl von Berufsrichtungen oder bei der Suche freier Lehrstellen bieten wir in Zusammenarbeit mit den Berufsberatern der BAA Hilfe an. Nicht immer geht das per Telefon oder E-Mail. Der Kontakt in der Schule wird gern von den Abschluss-Schülern angenommen.
    Ja, wir sind nicht über die Schule, sondern bei externen Arbeitgebern angestellt. Und der eine Test/Woche reicht nicht aus, um die Schule betreten zu können. Wir können uns 1x/Woche kostenlos bei Apotheken oder dem DRK usw. testen lassen, verlieren aber viel Zeit mit deren Öffnungszeiten im Bestellsystem. Wird es immer montags als erste Testperson funktionieren? Dann können wir aber auch erst ab 10:00 Uhr frühestens in die Schule. Mögliche Freistunden vor dem täglichen Unterricht oder wegen abgewählter Fächer werden gern genutzt. Die vergehen dann vielleicht ungenutzt. Und der Arbeitgeber ist nicht immer am gleichen Ort wie die Schulen. Sollen wir dann erst in den ggf. weit entfernten Sitz des AG fahren? Neben diesem Zeitverlust wäre das auch wegen der Fahrkilometer nicht umweltgerecht.
    Und nun meine Frage: Wurden wir vielleicht in der Kürze der Zeit nur vergessen und könnten wir noch bis zum Schulbeginn nach den Ferien in die Gruppe des Schulpersonals aufgenommen werden?
    Vielen Dank für Ihre Überlegungen, egal wie sie ausgehen.

  5. Eine besorgte Mutter 6 Monaten vor

    Ich bin ehrlich gesagt verwirrt. Im Corona Update steht das insgesamt 459 Schüler positiv sind und wenn jetzt durch den Test alleine 191 Schüler entdeckt worden sind, dann sind das doch aber nicht wenige? Genauso sieht es ja auch bei den Lehrern aus. Hier werden insgesamt 81 Lehrer als positiv angegeben und in ihrem Artikel wird erklärt das 26 Lehrer durch die Selbsttest entdeckt wurden und sich daraus ergebe das eine allgemeine niedrigen Infektionsrate unter Schülern und Lehrern vorherrscht!? Ich finde das eher erschreckend, wie viele unbemerkt in die Schule gekommen sind und nicht wussten das sie positiv sind.

  6. Mama von 2 6 Monaten vor

    Man fragt sagt noch immer, warum bei dieser geringen Rate, Kinder von Schulleitern als „Virusüberträger“ deklariert werden und warum mit aller Macht Tests an Grundschulen und Kitas durchgedrückt werden müssen. Unglaublich!

  7. Ich fände es gut wenn es ein Formular gäbe, für Schüler auf denen das Testergebnis vermerkt wird. Die Eltern würden es downloaden soweit ausfüllen und es müsste nur noch das Ergebnis angekreuzt und vom Lehrer unterschreiben werden. Gerade wenn dann auch die Testpflicht in anderen Bereichen besteht zum Beispiel für Freizeitsport usw.. So wäre das 4 Augen Prinzip gut umgesetzt. Mit freundlichen Grüßen

  8. Frage 6 Monaten vor

    Wie soll das in den Grundschulen ablaufen, wenn das Kind medizinisch Begründet nicht mit einem Nasen-Test (Selbsttest) getestet werden kann? Lt Grundschule wird dies im Klassenverband durchgeführt und das Kind darf die Schule „ohne mit machen“ nicht betreten. Rachenabstrich ist mit den selbsttests nicht möglich und auch nicht durch ein 6 jähriges kind umsetzbar.
    1x wöchentlich könnten die Eltern in ein Testzentrum zum RachenAbstrich, mehr ist kostenfrei nicht möglich. Was ist die Lösung?

    • Lynn Winkler - SMK 6 Monaten vor

      Hallo Frage,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Hier möchte ich noch um ein wenig Geduld bitten: Die neue Corona-Schutz-Verordnung wurde noch nicht beschlossen. Sobald die Maßnahmen final feststehen, schauen wir uns die Details gern genau an.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

    • Mutti von einem Kind 6 Monaten vor

      Warum sollte ein Kind mit einem einfachen Nasen-Selbsttest nicht getestet werden? Wo ist das Problem? Jedes Kind ab 6 Jahre wird wohl schon Mal ein Wattestäbchen in der Hand gehalten haben. Und dann im vorderen Bereich der Nase drehen ist nicht schwer. Könnte man sogar zu Hause üben. Mit den Flüssigkeit kann man helfen und dauert auch nicht Stunden. Warum sollen Eltern für ihre Kinder den Test verweigern? Ich gehe nicht von beeinträchtigten Kindern aus! Dort sind die Klassen meist kleiner und die Lehrkräfte könnten das mit übernehmen.

  9. Schulz 6 Monaten vor

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    haben Sie die existierenden Studien dazu aus Österreich berücksichtigt und werden diese mit in die Evaluierung mit einfließen?

    Mit freundlichen Grüßen
    R. Schulz

  10. Besorgte Eltern 6 Monaten vor

    Es wäre schön, wenn Sie nicht die Infektionsrate, sondern zum besseren Vergleich mit anderen Datenerhebungen die Inzidenz angeben würden. Dann sieht das Ergebnis des Infektionsgeschehen an Schulen leider ganz anders aus und ist mit den Werten in der Bevölkerung identisch. Warum wird hier getrickst?

  11. C. Paul 6 Monaten vor

    Das eine Infektionsrate von 0,13% einer Inzidenz von 130 entspricht und damit alles andere als „gering“ ist, ist ihnen bewusst?

  12. Uwe Dulz 6 Monaten vor

    Die Überschrift ist in vielerlei Hinsicht deplaziert. Ja, leider ist es der Zeitgeist, aber in ethischer Hinsicht sei die Frage gestattet: Wer bestimmt, was gering ist und was nicht? Meiner Meinung nach ist jede Infektion eine zuviel, insbesondere jedoch solche, die zum Beispiel unter Einhaltung von einfachsten Maßnahmen, die viele Kinder besser umsetzen können als Erwachsene, vermeidbar wären. Aber da wurde ja von oben festgelegt, dass Grundschulkinder das nicht können dürfen, obwohl mich meine eigenen (und nicht nur die) seit einem Jahr in dieser Hinsicht eines Besseren belehren.
    Jede Statistik kann man ja lesen, wie man möchte. Ich lese aus obigen Zahlen Folgendes heraus: Kinder und Jugendliche sind entgegen der oft wiederholten Ansicht verschiedener Politiker von der Pandemie genauso betroffen wie Erwachsene. Mancher mag das bereits seit einem Jahr geahnt haben, einige hatten früher im Biologieunterricht sogar besonders gut aufgepasst und wussten das sicher.
    Die Zahlen sollte man aber auch in folgender Hinsicht mit Vorsicht betrachten: Es ist davon auszugehen, dass nahezu ausschließlich Personen getestet wurden, die sich selbst für gresund erachtet haben. Oder anders: Es sind Zahlen, die auf die Dunkelziffer hinweisen.
    Übrigens: Der Plural von Selbsttest ist Selbsttests. Und die sollten zur konsequenten Risikominimierung täglich durchgeführt werden. Erst dann wäre ein sicherer und unbeschwerter Schulbesuch für Kinder, Jugendliche und Lehrer verantwortbar, dann unter Umständen sogar auch ohne Wechselunterricht. Ob ich damit Recht habe, wird man aber voraussichtlich nie herausfinden, wenn so weitergemacht wird wie in den vergangenen 12 Monaten.

  13. Julia 6 Monaten vor

    Guten Abend,
    mir stellt sich hier erneut die Frage, warum hier der prozentuale Anteil der positiven Tests an den Gesamttests angegeben wird?
    Bei der Berechnung der Indizes werden sich die positiven Fälle auf 100.000 Einwohner angegeben. Wenn ich das vergleiche, sind beide Werte (aktuelle Indizes und Anteil der positiven getesteten Schüler/ Lehrer bezogen auf 100.000 Getestete ) nicht wirklich weit auseinander.
    Merkwürdigerweise sind die allgemeinen Indizes zu hoch, die Testergebnisse an den Schulen aber positiv.
    Das erweckt den Eindruck, dass die Zahlen schön geredet werden sollen.
    Hier sollten dringend gleiche Bewertungsmaßstäbe angewendet werden, um eine Vergleichbarkeit herzustellen.

  14. Kathrin Köhler 6 Monaten vor

    Leider muss man bei den geringen Infektionszahlen der letzten Woche bedenken, dass Schulen ii den Landkreisen mit hoher Inzidenz geschlossen waren.

  15. Interessierter Leser 6 Monaten vor

    Eine Infektionsrate von 0,13% entspricht einer Inzidenz von 130 auf 100000.
    Wenn das Eine gering ist, muss auch das Andere gering sein bzw.
    Wenn das Andere hoch ist, muss auch das Eine hoch sein.
    Ich denke, man sollte aufhören, die Menschen für dumm zu verkaufen. 0,13% heißt 0,13 auf Hundert heißt 1,3 auf 1000 heißt 13 auf 10000 heißt 130 auf 100000.
    Ich nehme die Bedrohung durch das Virus sehr ernst, ich sehe auch die Notwendigkeit von offenen Schulen,
    Ich weigere mich aber, immer und immer wieder manipulativ dargestellte Fakten, hier Zahlen, zu lesen.
    0,13 ist ja schon klein und 130 ist sehr groß …
    Meine Frage:
    Warum gibt man bei Schülern, Lehrern und Schulen keine Inzidenzen an?
    Warum verschleiert man den direkten Vergleich?
    Warum ist man nicht auf offene Weise ehrlich?

    • Lynn Winkler - SMK 6 Monaten vor

      Lieber Interessierter Leser,

      vielen Dank für Ihre Gedanken. Gern dazu meine Antwort an Julia beachten: http://www.bildung.sachsen.de/blog/index.php/2021/03/26/selbsttests-an-schulen-geringe-infektionsrate-bei-schulpersonal-und-schuelern/#comment-13034.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

    • Kraus 6 Monaten vor

      Guten Tag, Inzidenz wird auf 7 Tag gerechnet. Da nicht angegeben ist, in welchem Zeitraum getestet wurde, gehe ich mal davon aus, dass dies nicht an einem Tag erfolgte, sondern schlechtestenfalls das Ergebnis der Testung einer Woche ist. Somit ergäbe sich eine Inzidenz von ca. 20. Nachdem Also vorher Kinder und Schüler praktisch nicht getestet wurde, tragen diese mit 20 Punkten zur Inzidenz bei. Diese Berechnung leidet unter vielen Annahmen, genauso wie das Starren auf Inzidenzwerte, die aus absoluten Zahlen, die wiederum aus einer beliebig erweiterbaren Datenmenge ermittelt werden und damit in der Höhe in beide Richtungen beeinflußbar sind, ermittelt werden. Leider hat der Spruch „Glaube keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast“ ungeahnte Aktualität.

  16. Mia 6 Monaten vor

    Hallo!
    Was passiert bei Verweigerung zum Selbsttest des Schulpersonals?

    • Lynn Winkler - SMK 6 Monaten vor

      Liebe Mia,

      vielen Dank für Ihre Frage. Dazu am besten mal in die Pressekonferenz mit unserem Kultusminister Christian Piwarz schauen (etwa ab 23:58): https://youtu.be/W1HW9isZAxA?t=1438.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

    • Mutti eines 10-jährigen 6 Monaten vor

      Mit welchem Grund sollte das Schulpersonal den Test verweigern? In anderen betrieblichen Einrichtungen, u.a. medizinischen ist es auch Pflicht. Stellen Sie sich Mal vor, die würden sich verweigern und die medizinischen Stellen schließen!

  17. J. 6 Monaten vor

    Infektionsrate von 0,13 bzw 0,14 Prozent bedeutet Inzidenz von 130 bzw 140 von 100.000 – also warum nicht (vergleichbaren) Klartext sprechen? Die Zahlen sind, auf die gesamte sächsische Bevölkerung bezogen, überdurchschnittlich hoch. Oder kann man das nicht vergleichen?

  18. Robert Krüger 6 Monaten vor

    Danke für Zahlen. Zwei Bitten/Fragen hätte ich dennoch:
    1. Können sie die Infektionsrate beim Schulpersonal nochmal unter dem Gesichtspunkt berechnen, dass hier jede Person zweimal getestet werden wurde (es gibt nur knapp 34000 LuL an sächsischen Schulen, und in einer Vielzahl von Lk sind die Schulen geschlossen). Wieviele Personen wurden mit den 62622 Tests denn getestet?

    2. Melden sie am Montag noch die Infektionszahlen an den Grundschulen?

    • Lynn Winkler - SMK 6 Monaten vor

      Lieber Robert Krüger,

      vielen Dank für Ihre Fragen. Zu 1) In KW 12 haben am ersten Test 25.626 Lehrerinnen und Lehrer sowie weiteres schulisches Personal teilgenommen, am zweiten 36.996. Zu 2) Das Corona-Update gibt es, wie gewohnt, auf der Corona-Webseite – wie Sie sicher schon entdeckt haben.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler