Freistaat stellt kostenlose Schnelltestkits für Kita-Personal bereit

Der Freistaat Sachsen stellt den Trägern der Kindertageseinrichtungen sowie den Kindertagespflegepersonen kostenlos Corona-Schnelltestkits zur Verfügung.

Vor Öffnung der Kindertageseinrichtungen zum 15. Februar bestand für Erzieherinnen und Erzieher die Möglichkeit, sich bei einem Hausarzt durch einen Antigen-Schnelltest einmalig, freiwillig auf Kosten des Freistaates Sachsen testen zu lassen. Das Angebot soll nun durch regelmäßige, einmal wöchentlich durchgeführte Antigen-Schnelltests für das Personal an Einrichtungen der Kindertagesbetreuung einschließlich Kindertagespflege ergänzt werden. Dafür stellt der Freistaat Sachsen den Trägern der Kindertageseinrichtungen sowie den Kindertagesspflegepersonen für einen Übergangszeitraum von drei Wochen kostenlos Corona-Schnelltestkits zur Verfügung.

Was ist Ziel der Testungen?

»Das Land unterstützt die Kita-Träger, damit diese der berechtigten Erwartung der Erzieherinnen und Erzieher nachkommen können. Durch die regelmäßigen Testungen sollen symptomfreie Infektionen erkannt und Infektionsketten unterbrochen werden. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Infektionsschutz des Personals, der Kinder und deren Eltern«, begründet Kultusminister Christian Piwarz die Maßnahme.

Wer kann sich testen lassen?

Das Angebot zur freiwilligen Testung gilt für das pädagogische Personal ebenso wie für die sonstigen Beschäftigten der Einrichtungen. Auch Kindertagespflegepersonen können die wöchentlichen Testungen in Anspruch nehmen.

Um welche Tests handelt es sich?

Bei den Testkits handelt es sich noch nicht um die derzeit diskutierten Selbsttests. Diese sind aktuell noch nicht verfügbar. Daher werden den Einrichtungen zunächst für einen Übergangszeitraum von drei Wochen herkömmliche Testkits (Testung mittels Nasenabstrich) zur Verfügung gestellt, die durch geschultes Personal angewandt werden müssen.

Wer führt die Testungen durch?

Die Organisation und Durchführung der Tests übernehmen die jeweiligen Träger in Abstimmung mit den Gemeinden. Dazu können eigene Beschäftigte in den Kitas entsprechend der vorhandenen Schulungskonzepte (z.B. des DRK Bildungswerkes) als Testhelfer befähigt werden, die dann die Testungen für das Personal der jeweiligen Einrichtung oder in mehreren Einrichtungen des Trägers durchführen. Denkbar ist auch, für die Durchführung der Testungen auf Betriebsärzte, niedergelassene Ärzte, Apotheken in der Nähe oder die Hilfsorganisationen vor Ort zuzugehen, damit diese die Testungen einmal pro Woche in den Einrichtungen vornehmen. Um einen optimalen und kostengünstigen Ablauf der Testungen vor Ort zu gewährleisten, stimmen sich die Einrichtungsträger kurzfristig mit der Kommune zur Testdurchführung ab.

Ab wann kann getestet werden?

Das hängt von der Organisation in den Landkreisen und Kreisfreien Städten ab. Die Testkits werden durch den Freistaat voraussichtlich in der nächsten Woche an zentrale Stellen im jeweiligen Landkreis und der Kreisfreien Stadt geliefert. Die weitere Bereitstellung der Testkits an die Einrichtungen erfolgt durch die Kommunen in eigener Verantwortung.

Wie verfährt man bei positivem Testergebnis?

Beim Vorliegen eines positiven Testergebnisses, muss die getestete Person sofort mit einer FFP-II-Maske ausgestattet werden und die Einrichtung unverzüglich und ohne weitere Kontakte verlassen, um sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Das Ergebnis des Schnelltests ist anschließend durch einen PCR-Test in einer Corona-Ambulanz oder durch einen Hausarzt zu bestätigen. In jedem Fall ist auch das Gesundheitsamt durch die den Test durchführende Person über das positive Ergebnis des Schnelltests zu informieren.

Dirk Reelfs, Pressesprecher im Sächsischen Staatsministerium für Kultus

21 Kommentare

  1. Eltern 1 Woche vor

    Wir wohnen in einem Landkreis, welcher aktuell einen Inzidenzwert größer 100 hat.

    Nächste Woche öffnen Friseure und co. Eine Woche später würden die KiTa s wieder zu sein.

    Wurde durch die Politik nicht versprochen das KiTa s zuerst öffnen? Wie sollen die Eltern das schaffen wenn die Notbetreuung nicht möglich ist ( und nie war, weder im Frühjahr 20 noch seit Dezember 20)?

    I

  2. Frau Weiss 2 Wochen vor

    Ich muss hier mal einen Kommentar zu den Kindergärten loswerden: Das Singeverbot ist weltfremd und tut doch den Kindern in der Seele weh! Die Kleinen verstehen doch gar nicht, warum keiner mehr singt und man selbst nicht singen darf! Die Kleinen schreien, lachen, weinen, reden und tuscheln in der Gruppe ABER singen dürfen sie nicht! Warum muss dies denn so sein?

    • Erzgebirgler 2 Wochen vor

      Diese Antwort würde mich auch sehr interessieren. Die Kitas zu öffnen und dann den Kindern dort das Singen zu verbieten, ist auch aus meiner Sicht völlig weltfremd und keinesfalls kindgerecht. Leider werden hier die entsprechenden Regelungen zur Allgemeinverfügung und die sogenannten Handlungsempfehlungen des SMK von Personen erarbeitet, die weit weg von jeder Basisarbeit sind und vielleicht noch im Homeoffice auf der Couch sitzen.

    • Lynn Winkler - SMK 1 Woche vor

      Lieber Erzgebirgler,

      vielen Dank für Ihre Meinung. In den Handlungsempfehlungen gibt es keine Angabe zum Singen, das legt die Corona-Schutz-Verordnung (https://www.coronavirus.sachsen.de/download/SMS-Saechsische-Corona-Schutz-Verordung-2021-02-12.pdf) fest. Das Singen im Freien ist möglich.

      Inwieweit Ihre Homeoffice-Couch-Bemerkung zu einem konstruktiven Austausch beitragen soll, kann ich leider nicht nachvollziehen.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

  3. Fragensteller 2 Wochen vor

    Liebes SMK-Team,
    wenn eine Person positiv ist aber grundsätzlich nur den ÖPNV nutzt – muss die Person zum Hausarzt oder nach hause mit dem ÖPNV fahren und kann ggf. andere anstecken (wo eine Kontaktverfolgung unmöglich wird, weil man die anderen alle nicht kennt)?
    Oder müssen dann Eltern, Partner o.ä. die Person mit dem Auto fahren, selbst wenn sie -wie bei Personal üblich- über 18 ist? Und wie verhält man sich bei Kindern und Jugendlichen (egal ob Kita oder in z.B. Berufsschulen und schon 18), wenn die Eltern beide beruflich gebunden sind und nicht abholen können, z.B. wenn diese selbst Ärzte sind oder 200 km entfernt auf Dienstreise?
    Genau vor diesem Problem steht man nicht oft, aber hin und wieder, in Schulen und Kitas.
    Viele Grüße!

    • Lynn Winkler - SMK 1 Woche vor

      Lieber Fragensteller,

      vielen Dank für Ihren Beitrag. Hier muss der Staat auch auf die Eigenverantwortung seiner Bürgerinnen und Bürger vertrauen. Eine infizierte Schülerin bzw. ein infizierter Schüler sollte von seinen Eltern abgeholt werden und nicht die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

  4. Leiterin in Sachsen 2 Wochen vor

    Sehr gut, dass nun doch der Freistaat die Verantwortung auch für die ErzieherInnen übernimmt, da die Arbeitgeber dazu ja anhaltend nicht bereit waren. In meiner Kita gibt es die Tests bereits und sie können von einer geschulten Mitarbeiterin durchgeführt werden. Leider haben wir nun ein ganz anderes Problem: die MitarbeiterInnen wollen überwiegend gar nicht getestet werden. Es hat sich, ob der offiziellen Kommunikation der letzten Monate („kleine Kinder keine Überträger“, „Kitas keine Pandemietreiber“ etc. ) eine große Sorglosigkeit beim Personal etabliert. „Infektionen werden von außen eingetragen“, also werden sie in der Kita nicht weitergegeben: Die Mitarbeiter halten Abstand, Eltern kommen nicht herein- ergo keine Gefahr. Ich glaube, da kommen wir nicht mehr raus. Wozu jetzt die Tests?

  5. Viola Steiner 2 Wochen vor

    Auch für Grundschullehrer:nenn!!!!

  6. Angestellte PI 40 2 Wochen vor

    Ein interessanter Kommentar von Frau „Grundschullehrerin“. Ich fände Schnelltests vor Ort auch gut. Spart Kosten, reduziert Wege und somit Ansteckungsmöglichkeiten, entlastet Ärzte und vermitteln wenigstens etwas gefühlte Sicherheit. Was mich verwundert ist, dass deshalb derzeit Unterricht ausfällt. Einen Test kann man doch außerhalb der Unterrichtszeit legen. Ich gehe 40 Wochenstunden im öffentlichen Dienst arbeiten und muss es auch schaffen, meine Arztbesuch neben meiner Arbeitszeit zu organisieren. Und falls es eine Dienstanweisung gibt, dass während der Dienstzeit getestet werden darf, dann doch bitte außerhalb der Unterrichtszeit. Früher hieß es: „Lehrer ist kein Beruf sondern eine Berufung.“ Davon spüre ich nur noch wenig. Und jeder Lehrer sollte doch daran interessiert sein, „seine“ Schüler bestmöglich zu unterrichten. Bitte nicht vergessen, Sie haben eine sehr, sehr wichtige Aufgabe. Sie formen unsere Zukunft in einem extrem hohen Maße mit. Was so mancher Lehrer an unseren Kindern „versaut“, ist nur noch schwer korrigierbar. Daher bitte ich alle Lehrer, seien Sie wertschätzend unseren Kindern gegenüber (auch wenn sie sich manchmal nicht so verhalten), finden Sie rechtzeitig Lösungen bei Problemen mit den Schülern, Eltern und ggf. Dritten zusammen, geben Sie nicht auf, unsere Kinder zu motivieren, bilden Sie sich fort (i. d. R. bitte in den Ferien der Kinder) zu neuen Lernkonzepten, aktuellen Schulstoff und neuen Medien, fühlen Sie sich einfach wieder berufen. In dem Sinne viel Erfolg und bitte nicht aus den Augen verlieren, wie gewisse Verhaltensweisen auf die durchschnittliche Bevölkerung außerhalb der Lehrerschaft wirkt.

    • Frau Weiß 1 Woche vor

      Selbstverständlich können sich Lehrer außerhalb des Unterrichts testen lassen. Vor allem an Grundschulen findet nur Vormittags Unterricht statt. Wer sich informiert und das wirklich möchte, findet da gute Möglichkeiten für Tests außerhalb der Schulzeit. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg!

  7. Engelke 2 Wochen vor

    Hallo,
    wann, wo und wie können sich Schulsozialarbeiter:innen testen lassen.
    LG Schulsozialarbeit

  8. Grundschullehrerin 2 Wochen vor

    … Eine andere Frage… Wie werden denn die Kinder, die weiterhin zu Hause lernen benotet? Diesbezüglich gab es bislang keine Informationen…

  9. Peter 2 Wochen vor

    Gilt das auch für Erzieher und Erzieherinnen im Schulhort?

    • Lynn Winkler - SMK 1 Woche vor

      Lieber Peter,

      vielen Dank für Ihre Nachfrage. Der Hort ist mit dabei.

      Herzliche Grüße
      Lynn Winkler

  10. Grundschullehrerin 2 Wochen vor

    Ich finde das sehr gut. Könnte das bitte auch für die Grundschullehrer ermöglicht werden?
    Ich muss jede Woche zum Hausarzt. Dafür fällt Unterrichtszeit aus.

    • Julian 2 Wochen vor

      Das ist auch bei mir das Problem. Mein Hausarzt testet nur vormittags, da bin ich aber in der Schule…

    • Erzgebirgler 2 Wochen vor

      Dies ist ein richtiger, aber leider ein sehr später Schritt. Es ist schon erstaunlich, dass die Landesregierung und das SMK nach fast einem Jahr Corona-Krise noch immer nicht die Reihenfolge der wichtigen Schritte gelernt hat.
      Erzieher/innen sind die Berufsgruppe, die in der täglichen Arbeit mit Kindern hinsichtlich Abstand, Mund-Nasen-Bedeckung und Desinfektion die wenigsten Schutzmöglichkeiten haben. Die (ohne Frage auch wichtige) Öffnung der Kitas kurzerhand zu beschließen, dann die Verantwortung hinsichtlich möglicher Tests und Maßnahmen auf die Kommunen und Träger abzuschieben, dann nach mehreren Wochen Lockdown irgendwann zu der Erkenntnis zu kommen, dass die regelmäßigen Tests nicht nur für Lehrer sondern gerade auch für Erzieher wichtig sind. Leider werden nun auch die Kommunen und Träger mit der kurzfristen Durchführung der Test durch geschultes Personal und organisierte Abläufe bestimmt an ihre Grenzen kommen. Leider merkt man auch jetzt erst, dass die Erzieher bei den Corona-Impfungen nur in der Priorität 3 sind (wie über 60-Jährige, Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko, Mitarbeitern der öffentlichen Versorgung und Entsorgung, Transportwesen, …). Die Liste der Unzulänglichkeiten und Versäumnisse könnte ich noch mit vielen weiteren Punkten füllen. Die Arbeit mit den Kindern und die Unterstützung der Eltern ist den meisten Erzieher/innen so wichtig, dass sie sich leider nicht gegen die verantwortungslose Politik der Landesregierung entschieden zur Wehr setzen, was meine Hochachtung verdient. Ich würde mir aber auch sehr wünschen, dass sich die landesweiten Träger und die Gewerkschaften hier endlich einmal eindeutig positionieren und sich für die Erzieher/innen an der Basis einsetzen. Es besteht dringender Handlungsbedarf! Es müssten ja nun endlich alle verstanden haben, was in unserem Land systemrelevant ist!

    • Susi 1 Woche vor

      Wieso lassen Sie sich während der Unterrichtszeit testen? Nachmittags ist hoch auch genug Zeit. Das versteh ich nicht.
      Alle anderen müssen das doch auch nach der Arbeitszeit tun