Ein Wortungetüm sorgt derzeit für Aufregung: EU-Datenschutz-Grundverordnung, kurz EU-DSGVO. Ist die Unruhe berechtigt? Kaum, sagen die Juristen des Kultusministeriums. Wer vorher Datenschutzbestimmungen beachtet hat, wird auch mit der EU-DSGVO zurechtkommen. Ein paar neue Regeln gilt es allerdings zu beachten.
Kategorie: Hintergrund
Susanna Stähnke ist eine von 123 Praxisberatern, die an öffentlichen und freien Oberschulen in Sachsen arbeiten. Ihr Auftrag: Den Schülerinnen und Schüler in den Klassenstufen 7 und 8 ganz individuell bei der Berufsorientierung zu helfen. Keine einfache Aufgabe, denn zuständig ist sie für insgesamt 130 Schüler an der 121. Oberschule in Dresden Prohlis. Ihre Devise lautet deshalb »Dranbleiben und kümmern«.
Waren die Dialogforen zum Schulgesetzentwurf Makulatur oder gar eine Farce, wie immer noch behauptet wird? Landesschülerrat und Landeselternrat haben sich klar positioniert. Und das ist gut so, sagt Kultusministerin Brunhild Kurth.
Sachsens Schüler sollen sich intensiver mit Politik und Gesellschaft auseinandersetzen. An den Oberschulen wird deshalb die Wahlmöglichkeit für Geschichte oder Geographie in der 10. Klasse gestrichen. Die Änderung gehört zu einem Maßnahmenkatalog, den das Sächsische Kabinett im März beschlossen hat, um die Demokratiebildung in Sachsen zu stärken. Schon ab dem kommendem Schuljahr 2016/ 17 wird dies umgesetzt. Doch der Wegfall der Wahlmöglichkeit kann nicht ohne weitere Auswirkungen auf die Stundentafel bleiben.
Kaum etwas ist für Bildungsexperten so interessant wie die sogenannten Kenndaten des sächsischen Schulwesens. Für das laufende Schuljahr 2015/2016 liegt die vorläufige Schulstatistik nun auf dem Tisch.

Die Zahlen sprechen für sich: Im Vergleich zum Vorjahr war die Zahl der Flüchtlingskinder in Vorbereitungsklassen schon im August 2015 um mehr als 70% auf 3.751 Schüler gestiegen. Im Laufe des aktuellen Schuljahres werden es deutlich über 5.000 Kinder sein.
