Erasmus+: Mehr europäische Erfahrungen für Sachsens Schulen

Vom Austausch mit anderen Ländern Europas lernen ­– und damit neue Konzepte etwa für Inklusion, Migration oder Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) kennenlernen und im Unterricht anwenden: Das ist das Ziel des europäischen Bildungsprogramms Erasmus+. Ein Weg dorthin: internationale Fortbildungen für Lehrkräfte. Ein sächsisches Projekt macht es Schulen jetzt noch einfacher.

Das Erasmus+ Projekt „Plus 4 – Das große Plus für Sachsens Schulsystem“ des Sächsischen Landesamtes für Schule und Bildung bietet Schulen in Sachsen die Möglichkeit, Mobilitätsprojekte für Schulpersonal durchzuführen. Dabei geht es um Fortbildungsmaßnahmen im europäischen Ausland in einem bestimmten Zeitraum und mit einem übergeordneten Ziel. Die Besonderheit: Das Projekt ist ein sogenanntes Konsortialprojekt. Das heißt: Das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) ist Träger, Antragsteller und Koordinator. So können bis 2021 Fortbildungen (bzw. Job-Shadowing oder Hospitationen) von 213 sächsischen Lehrerinnen und Lehrern von 33 Grund­schulen, Oberschulen, Gymnasien und Berufsbildenden Schulen in ganz Europa ermöglicht werden. Dafür stehen 540.000 Euro zur Verfügung.

Davon profitieren insbesondere kleinere Schulen, die sich zunächst den administrativen Anforderungen nicht gewachsen fühlten. Das Projekt entlastet zum Beispiel die Schulleiter: Bei der Ausarbeitung des Projektantrags wurde ihre Aufgabe auf stichpunktartige Erläuterungen begrenzt, die Antragstellung übernimmt das LaSuB.

Zur Wahl stehen vier Schwerpunkt­bereiche: 1. Integration, Inklusion und Umgang mit Heterogenität, 2. Fachliche Kompetenz, 3. Fremdsprachliche und interkulturelle Kompetenz oder 4. Lehrergesundheit weiterbilden und professionalisieren. Welche Fortbildungen die Lehrerinnen und Lehrer konkret besuchen, entscheiden die Schulen eigenverantwortlich. Das übergeordnete Ziel besteht darin, in allen Schularten neue Impulse für die Schulprogrammarbeit zu gewinnen. Deshalb erstellt jede teilnehmende Lehrkraft einen 4-Punkte-Plan mit Veränderungen, die sie in der Projektzeit erreichen möchte. Jede Schule legt außerdem vier Ziele fest, die der Schulentwicklung dienen. Die Ergebnisse aus den Auslandsaufent­halten werden anschließend in das gesamte Kollegium getragen und langfristig im Schul­programm implementiert.

Zusätzlich können die Lehrkräfte mit einem Stimmungsbarometer den Zugewinn an fachlichen Kompetenzen online bewerten – und damit über Erfolg und Qualität der Fortbildung Auskunft geben.

Weitere Informationen gibt es unter: www.plusvier-sachsen.de.

Lynn Winkler, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

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