Lernorte des Erinnerns und Gedenkens für Schüler

Lernorte des Erinnerns und Gedenkens für Schüler

Sachsens Schulen steht ab sofort ein neues Programm zur politisch-historischen Bildung zur Verfügung. Ziel soll dabei sein, möglichst allen Schülerinnen und Schülern die wichtige Erfahrung im Rahmen des Besuchs eines außerschulischen Lernorts zu ermöglichen.

Extremismus, Fanatismus und Totalitarismus sind für Jugendliche keine abstrakten Begriffe einer längst bewältigten Geschichte. Sie sind vielmehr gegen­wärtige Phänomene, die nicht zuletzt in ihrer starken medialen Präsenz das Leben beeinflussen, Irritationen erzeugen oder gar Ängste schüren können. Umso wichtiger ist es, dass Schulen im Unterricht jeglicher Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegenwirken – egal, in welcher Schulart oder in welchem Fach. Unterstützung bekommen Schulen nun durch ein neues Programm zur politischen-historischen Bildung.

Ab sofort können alle Schulen 39 Lernorte des Erinnerns und Gedenkens besuchen und die dafür anfallenden Reise- und Sachkosten in Höhe von bis zu 500 Euro abrechnen. „Politisch-historische Bildung wird den Schülern nicht allein durch das Lehrbuch vermittelt, sondern muss durch außerschulische Lernorte greifbar werden“, erklärt Kultusminister Christian Piwarz, der heute (29. August 2019) im Militärhistorischen Museum in Dresden das neue Programm zur Finanzierung eintägiger Bildungsfahrten vorgestellte. „Unser Ziel ist es, möglichst allen Schülern den Besuch einer Gedenkstätte zu ermöglichen“, betonte Piwarz.

Außerdem präsentierte der Minister eine neue Lernortbroschüre mit den 39 sächsischen Lernorten, die den Fokus auf historische Ereignisse des 20. Jahrhunderts legen und pädagogisch aufbereitete Angebote für Schüler bereithalten. Hier finden die Lehrkräfte grundlegende Informationen zum gewählten Lernort und können sich termingenau dort und bei der Landesservicestelle anmelden.

Das Sächsische Kultusministerium hat seit Beginn 2019 bei der Brücke/Most-Stiftung in Dresden die Servicestelle „Lernorte des Erinnerns und Gedenkens“ eingerichtet. Die Servicestelle berät und unterstützt Schulen bei schulischen Vorhaben zu historischen Lernorten des 20. Jahrhunderts in Sachsen, Deutschland und darüber hinaus.

Mehr Informationen zum Programm, der Broschüre und dem Antragsverfahren gibt es auf den Seiten der Landesservicestelle und hier.

Dirk Reelfs, Pressesprecher im Sächsischen Staatsministerium für Kultus

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