Wie zu Hause: Die Lehrerausbildungsstätte Annaberg-Buchholz

Wie zu Hause: Die Lehrerausbildungsstätte Annaberg-Buchholz

Lehrer werden im Erzgebirge? Dafür braucht es nicht nur engagierte Nachwuchslehrer, sondern auch ausreichend Ausbilder. Wir haben die Ausbildungsstätte für das Lehramt an Grundschulen in Annaberg-Buchholz besucht. Hier gibt es neben einer modernen Einrichtung in mitten einer atemberaubenden Landschaft vor allem ein engagiertes Team mit viel Kompetenz, Motivation und jeder Menge Herzlichkeit.

Corina Schneider leitet seit der Eröffnung 2019 die neue Lehrerausbildungsstätte für das Lehramt an Grundschulen in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge. Zusammen mit ihrem Team bildet sie angehende Lehrerinnen und Lehrer aus. „Die Auszubildenden kommen nach dem erfolgreich abgeschlossenen Ersten Staatsexamen zu uns an die Lehrerausbildungsstätte und absolvieren hier ihr Referendariat, um das Zweite Staatsexamen zu erwerben – und starten dann in den Schuldienst.“

Das heißt: An einem Tag pro Woche sind die Referendare an der Ausbildungsstätte. An den vier weiteren Tagen werden sie an ihrer Schule durch die Schulleitung und ihre Mentoren in ihren Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht sowie im Wahlfach – Werken, Sport, Kunst, Musik, Englisch, Ethik oder Religion – ausgebildet. Dafür steht eine großzügige Einrichtung mit modernster Ausstattung in ruhiger Lage zur Verfügung: Es gibt insgesamt 10 Seminarräume mit bis zu 24 Plätzen, zwei Werkräume, ein Kunstkabinett, ein Musikkabinett, ein PC-Kabinett und einen Lehrsaal mit Platz für 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch eine Bibliothek und ein Ruheraum befindet sich in der Ausbildungsstätte. Die fünf großen Seminarräume mit je 24 Plätzen sind jeweils sowohl mit Whiteboard bzw. einem interaktiven Tafelsystem als auch mit einer Kreidetafel ausgestattet.

„Pro Kurs können wir 100 Referendare ausbilden“, erzählt Corina Schneider. „Dafür brauchen wir aber genügend Ausbilderinnen und Ausbilder, die ihre Erfahrung weitergeben und mit dem Nachwuchs teilen: Erfahrung aus dem Unterricht, Erfahrung mit Kindern, mit Eltern und mit Schulleitung. Deshalb möchte ich alle Kolleginnen und Kollegen herzlich einladen, sich unserem Team anzuschließen und Fachausbildungsleiterin bzw. Fachausbildungsleiter oder Hauptausbildungsleiterin bzw. Hauptausbildungsleiter zu werden.“ Diese Aufgabe bringt aus Sicht der Leiterin auch eine große Chance für den eigenen Unterricht mit: „Man kann ganz viel mitnehmen: Von den Referendaren, aber auch von den anderen Ausbilderinnen und Ausbildern, die in einem engen Austausch untereinander stehen.“

Fachausbildungsleiter werden

Anke Rühlow ist seit März 2020 Fachausbildungsleiterin für Mathematik an der Ausbildungsstätte. In den Mathematikseminaren wiederholt und festigt sie zusammen mit den Referendaren die Inhalte der Theorieausbildung – also alle Inhalte, die die angehenden Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Studium behandelt haben. Besonders wichtig ist dabei der praktische Bezug: Die Referendare probieren viele Dinge selbst aus, die sie später für ihren eigenen Unterricht nutzen können.

„Mathematik ist meine Leidenschaft. Diese Begeisterung möchte ich gern an zukünftige Lehrerinnen und Lehrer weitergeben – im besten Fall nehmen sie diese Begeisterung mit in ihre Klassen und können den Kindern zeigen: Auch wenn Mathe vielleicht manchmal ein bisschen schwer ist, es kann doch ganz toll sein“, erzählt die Lehrerin. „Ich kann die Arbeit als Fachausbildungsleiterin bzw. Fachausbildungsleiter nur empfehlen: Wir haben hier in Annaberg-Buchholz sehr schöne räumliche Voraussetzungen und ein herzliches Team. Wir werden sehr gut betreut und unterstützt – man fühlt sich hier einfach wie zu Hause!“

Hauptausbildungsleiter werden

Hauptausbildungsleiter werden

Astrid Roloff ist Hauptausbildungsleiterin in Annaberg-Buchholz. „Ich unterrichte Bildungswissenschaften, also die pädagogischen Grundlagen, die die angehenden Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Berufsalltag brauchen.“ Ihr Beruf hat für sie eine zentrale Funktion: „Vielleicht kann ich noch mehr erreichen, wenn ich bei denen ansetze, die die zukünftigen Kindergenerationen ausbilden. Es ist wichtig, den Referendaren während ihrer Ausbildung ganz viel mitzugeben, wenn es darum geht, wie wir mit Kindern umgehen.“ Und was spricht noch für die Ausbildungsstätte? „Wir sind hier in einem ständigen Austausch – wir diskutieren, können frische Ideen einbringen und etwas bewegen. Und: Annaberg ist landschaftlich wunderschön.“

Die ganze Geschichte gibt es auf unserem SMK-YouTube-Kanal.

Wie werde ich Fach- bzw. Hauptausbildungsleiter?

Die Stellen für Fachausbildungsleiterinnen bzw. Fachausbildungsleiter und Hauptausbildungsleiterinnen bzw. Hauptausbildungsleiter werden in der Regel halbjährlich für Lehrerinnen und Lehrer mit Berufserfahrung im Schulportal ausgeschrieben – jeweils etwa zu Beginn des neuen Schulhalbjahres.

Fragen? Interessierte Lehrerinnen und Lehrer können sich dazu an ihre Schulleitung, die zuständige Fachabteilung des Landesamts für Schule und Bildung oder direkt an die Ausbildungsstätte wenden.

Die Ausbildungsstätte Annaberg-Buchholz ermöglicht gern Hospitationen und steht für Fragen bereit.

Kontakt:

Corina Schneider, Leiterin für das Lehramt an Grundschulen an der Lehrerausbildungsstätte Annaberg-Buchholz

Hans-Witten-Straße 5
09456 Annaberg-Buchholz

Telefon: 03733 89 99 115

E-Mail: corina.schneider@lasub.smk.sachsen.de

Lynn Winkler, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

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