Griaß eich: Wie ein Bayer die Oberschule Frankenberg bereichert

Griaß eich: Wie ein Bayer die Oberschule Frankenberg bereichert

Lehrer werden in Sachsen? Auf dem Land? Als Bayer? Wir haben die Oberschule im mittelsächsischen Frankenberg besucht. Seit fünf Jahren unterrichtet hier Frederik Grundstein aus Bayern. Und nicht nur er ist damit glücklich.

„Eine großzügige Anlage mit drei Höfen, verschiedene Plätze zum Entspannen und Toben, Fachkabinette für Physik, Chemie, Biologie und Informatik. Eine Mediathek. Ein Schulclub. Doch das ist nicht alles“, weiß der 51-jährige Dirk Rauthe über seine Schule zu berichten. Er leitet sie seit zwei Jahren.

An der 2007 generalsanierten Erich-Viehweg-Oberschule in Frankenberg werden 420 Schülerinnen und Schüler in 18 Klassen unterrichtet – von 35 Kolleginnen und Kollegen, unter ihnen zwei Lehramtsanwärter, ein Praktikant und ein Kollege aus Bayern. „Unsere Schule engagiert sich nicht nur in der Ausbildung, sondern wir möchten neue Lehrkräfte für unsere Oberschule, für den ländlichen Raum gewinnen“, so Schulleiter Dirk Rauthe. „Deshalb freuen wir uns, dass wir Frederik Grundstein aus Bayern überzeugen konnten und er Teil unseres Teams ist.“

„Eine Besonderheit an unserer Schule ist das GTA-Konzept“, erzählt Dirk Rauthe stolz. Es gibt 27 verschiedene Kurse. Im Bereich Sport wird zum Beispiel Volleyball und Fußball angeboten. Außerdem steht eine Theater-AG, die AG „Grünes Klassenzimmer“, eine AG „YouTube“ sowie „Robotertechnik“ und „Gesunder Rücken“ zur Auswahl. „Man sieht: Das Angebot ist wahnsinnig breit gefächert.“

Einen weiteren Vorteil sieht Dirk Rauthe in der Lage der ländlichen Schule: „Wir sind sehr Chemnitz-nah. Man könnte in der Großstadt wohnen, muss es aber nicht. Denn auch hier im ländlichen Raum gibt es wunderschöne Flecke zum Wohnen.“

Viele gute Gründe, die auch den 38 Jahre jungen Frederik Grundstein aus Bayern überzeugt haben, in Sachsen als Lehrer zu arbeiten. Er unterrichtet Englisch und Geschichte – und wagte den Blick über den Bundeslandrand hinaus. Im August 2014 kam er nach Frankenberg, übernahm eine 5. Klasse als Klassenlehrer und ist seitdem geblieben.

Hier gibt es nicht nur mehr Möglichkeiten, die Natur zu genießen, sondern er schätzt vor allem das hilfsbereite Kollegium: „Neben den Kollegen hat auch die Schulleitung immer ein offenes Ohr und steht den Lehrkräften mit Rat und Tat zur Seite.“ Und auch bei bayrisch-sächsischen Verständigungsproblemen findet sich schnell eine Lösung: Was das Wort „Nischel“ bedeutet, weiß Frederik Grundstein dank seiner Schülerinnen und Schüler inzwischen.

Noch mehr zur Geschichte von Dirk Rauthe und Frederik Grundstein gibt es auf unserem YouTube-Kanal SMKsachsen.

Lynn Winkler, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

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