Zweites Schulhalbjahr startet mit rund 670 neu besetzten Lehrerstellen

Zweites Schulhalbjahr startet mit rund 670 neu besetzten Lehrerstellen

600 freie Lehrerstellen sind zum 2. Schulhalbjahr ausgeschrieben worden, davon 150 Stellen schulscharf. 438 Stellen konnten bis zum 28. Januar besetzt werden. Das Einstellungsverfahren läuft noch weiter. Die Zahlen im Einzelnen.

Vier Mal im Jahr schreibt das Kultusministerium freie Stellen aus. Während sich die Einstellungstermine zum 1. November und 1. Mai eines jeden Jahres an Seiteneinsteiger richten, werden zum 1. Februar und 1. August grundständig ausgebildete Lehrkräfte gesucht. In Einzelfällen können sich zu den letztgenannten Terminen aber auch Seiteneinsteiger bewerben. Voraussetzung ist allerdings, dass die Seiteneinsteiger eine dreimonatige Einstiegsqualifizierung aufgrund vorhandener Erfahrungen im Schuldienst nicht mehr benötigen.

Zahl der Bewerber

625 Personen hatten sich für die Einstellung zum 1. Februar 2019 beworben. Die Gesamtzahl der Bewerber ist Ausdruck des begrenzten Lehrerarbeitsmarktes. Eine Verbesserung der Situation ist erst zu erwarten, wenn sich die perspektivisch steigenden Absolventenzahlen aus der Lehramtsausbildung auf den Lehrerarbeitsmarkt spürbar auswirken. Unter der Bewerbern waren auch 57 geeignete Seiteneinsteiger.

Bemerkenswert ist, dass unter den Bewerbern 185 grundständig ausgebildete Lehrkräfte waren, die ihren Vorbereitungsdienst in einem anderen Bundesland absolviert hatten. Das entspricht einer Quote von etwa 30 Prozent. In den vorherigen Einstellungsverfahren lag die Quote bei etwa 20 Prozent. Die höhere Quote an Bewerbern aus anderen Bundesländern kann darauf hindeuten, dass Sachsen durch das Handlungsprogramm auf dem bundesweiten Lehrerarbeitsmarkt an Attraktivität gewonnen hat

Zwischenstand zum Einstellungsergebnis

Bis zum 28. Januar konnten 438 Stellen überwiegend mit grundständig ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern besetzt werden, aber auch 30 Seiteneinsteiger waren darunter. Zählt man noch die 231 Seiteneinsteiger hinzu, die bereits zum 1. November 2018 eingestellt wurden und seitdem eine Qualifizierung durchlaufen, startet das 2. Schulhalbjahr 2018/2019 mit insgesamt 669 neu besetzten Stellen.

Wie auch bei bisherigen Einstellungsverfahren gelang es bei den Gymnasien besser, freie Stellen zu besetzen. Häufig wurden sogar mehr Gymnasiallehrkräfte eingestellt, als Stellen ausgeschrieben waren. Deutlich schwieriger war die Stellenbesetzung bei den Schularten Grundschule, Oberschule und Förderschule. Ähnlich sieht es auch in der regionalen Verteilung aus. Es fiel schwer, ausreichend Bewerber für die Regionen Chemnitz und Bautzen zu gewinnen, wie aus der Tabelle (Quelle: LaSuB; Stand 28. Januar 2019) hervorgeht.

Dirk Reelfs, Pressesprecher im Sächsischen Staatsministerium für Kultus

1 Kommentar

  1. Y.P. vor 1 Woche

    “Deutlich schwieriger war die Stellenbesetzung bei den Schularten Grundschule, Oberschule und Förderschule.“
    Wen wunderts…mir persönlich wurde bei der Einstellung in den Schuldienst an der Grundschule gesagt, dass die zu absolvierende wissenschaftliche Ausbildung in meinem Fall als Seiteneinsteigerin 2 Jahre plus 12 Monate Vorbereitungsdienst dauert. Jetzt kommt über 5 Ecken heraus, dass ich 4 Jahre studieren plus 12 Monate Vorbereitungsdienst absolvieren muss, um grundständig ausgebildete Grundschullehrerin zu werden…das sind 5 Jahre Ausbildung (berufsbegleitend!). Das spricht sich schnell rum… Letztendlich habe ich dann insgesamt 9 Jahre (Dipl. Päd + Lehramt) studiert! Herzlichen Glückwunsch! Das motiviert…

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