Freistaat beschließt Landesstrategie für mehr Bildung zur nachhaltigen Entwicklung

Freistaat beschließt Landesstrategie für mehr Bildung zur nachhaltigen Entwicklung

Klimatische Veränderungen, Globalisierungsprozesse, Armut, Konflikte, Terror, Flucht – Wie beeinflussen meine Entscheidungen Menschen auf anderen Kontinenten und nachfolgende Generationen? Wie lernen wir, Zukunft friedlich und lebenswerter zu gestalten? Die Sächsische Staatregierung hat heute auf ihrer Kabinettssitzung eine Landesstrategie für mehr Bildung zur nachhaltigen Entwicklung verabschiedet.

„Die Landesstrategie enthält 170 Vorschläge wie wir es schaffen, Kinder und Heranwachsende noch besser darauf vorzubereiten, Zukunft friedlicher, sicherer und lebenswerter zu gestalten. In der Schule werden diese Ziele unter anderem in den Lehrplänen und Lehrerfortbildungen verankert und im Unterricht und Schulalltag umgesetzt“, erklärte Kultusminister Christian Piwarz. Neben der Schule sind auch Empfehlungen für weitere Bildungsbereiche wie die frühkindliche Bildung, den Hochschulbereich, das informelle Lernen und die Kommunen enthalten. Die Gestaltung der sächsischen Bildungslandschaft anhand der Ziele der Landesstrategie zur Bildung für nachhaltige Entwicklung soll den Freistaat zukunftsfähiger machen und eine generationengerechte, regional und global verantwortungsbewusste Entwicklung des Freistaates fördern.

Die „Sächsische Landesstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) wurde über ein Jahr hinweg, in einem breit angelegten Dialogprozess unter Beteiligung von 140 Experten, Vereinen und Initiativen erstellt. Darüber hinaus wurde der Entwurf in einer Online-Beteiligung von rund 850 interessierten Bürgern diskutiert und kommentiert. Durch die praxisnahen Vorschläge können nun Kindergärten, Schulen, Bibliotheken, Hochschulen, aber auch Firmen und Behörden sowie viele weitere Akteure mitwirken und davon profitieren.

Die Landesstrategie reiht sich ein in das UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung und den Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung. Weitere Informationen zum Thema gibt es hier.

Die Wanderausstellung „Landesausstellung Bildung für nachhaltige Entwicklung“ wird derzeit im Sächsischen Staatsministerium für Kultus gezeigt. Noch bis zum 8. Februar 2019 präsentieren sich sächsische Projekte und Initiativen, die zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag anregen wollen.

Lynn Winkler, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

1 Kommentar

  1. M.N. 7 Monaten vor

    Liebes SMK,

    ich freue mich, dass endlich auf diese wichtigen gesellschaftlichen Entwicklungen Bezug genommen und deren Wichtigkeit auch im schulischen Rahmen betont wird.

    Ich denke, dass sich diese Ziele wunderbar mit der neuen Gestaltungsfreiheit in den Profilen umsetzen lassen. Alle Profile bieten hierfür wunderbare Anknüpfungspunkte. Lehrerinnen und Lehrer sollten ermutigt werden, eigene Lehrpläne für ihre schulspezifischen Profile zu konzipieren, die Aspekte der Nachhaltigkeit thematisieren.

    Glücklicherweise nutzte unsere Schule bereits die Möglichkeit, durch schulspezifisch konzipierte Lehrpläne mit Schülerinnen und Schülern Themen der Verantwortung zu diskutieren. Mich begeistern diese Stunden zutiefst. Das Nachdenken über unseren Planeten, was uns Erwachsenen wohl doch manchmal abhanden gekommen ist, findet bei Jugendlichen immer jüngeren Alters eine hohe Präsenz.

    Ich kann alle Kolleginnen und Kollegen nur ermuntern, mit Schülerinnen und Schülern Themen des Klimaschutzes, der Vermüllung durch Plastik und übermäßigen Konsum, Massentierhaltung und Zerstörung unserer Natur zu sprechen. Nutzen wir unsere wunderbare Chance, mithilfe des Profilunterrichtes diese so wichtigen, aber unterrepräsentierten Themen endlich in den schulischen Alltag zu integrieren. Vielleicht lassen sich auf diesem Wege auch Mitstreiter finden: zum Austausch von Ideen, Materialien oder Projektanregungen.

    Ich hoffe dabei auf eine Stärkung des Profilunterrichts durch das SMK und eine rasche, zielgerichtete und tiefgreifende Umsetzung dieser – so wichtigen – Grundsätze.

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