Sachsen geht bundesweit einmaligen Weg bei der betriebsärztlichen Betreuung von Lehrkräften

Sachsen geht bundesweit einmaligen Weg bei der betriebsärztlichen Betreuung von Lehrkräften

Arbeitsmedizinische Vorsorge, Untersuchung des Sehvermögens, Beratung von werdenden Müttern: An staatlichen Schulen in Sachsen wird der Arbeits- und Gesundheitsschutz für Lehrer von der Arbeitsgemeinschaft für Fachkräfte für Arbeitssicherheit in Kooperation mit der TU Chemnitz und vom Zentrum für Arbeit und Gesundheit Sachsen GmbH (ZAGS) deutschlandweit in einmaliger, innovativer Art und Weise umgesetzt. Davon berichtet das Ärzteblatt Sachsen. Die Gesundheitsfürsorge verknüpfe beispielhaft die praktische, arbeitsmedizinische Tätigkeit mit der aktuellen Forschung.

In regelmäßigen Abständen werden an allen Schulen Gefährdungsbeurteilungen (auch der psychischen Belastung) durch die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Betriebsärzte durchgeführt. Dafür hat das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) zusammen mit der Professur für Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement das erste schulische Arbeitsschutzmanagementsystem Schulen (AManSys) in Deutschland erarbeitet. Zusätzlich gibt es für alle Lehrkräfte regelmäßig das Angebot zur arbeitsmedizinischen Vorsorge vor Ort an der Schule, bei dem u. a. Herz-Kreislauf- sowie Burnout-Risiken sowie psychische Beanspruchungen erfasst und die Lehrkräfte dazu beraten werden. Da die Lehrtätigkeit auch das Arbeiten an Bildschirmgeräten erfordert, werden – nach Angabe des Ärzteblatts nur in Sachsen – allen Lehrkräften zudem Untersuchungen des Sehvermögens mit ärztlicher Beratung angeboten. Auch die arbeitsmedizinische Vorsorge „Mutterschutz“ ist Teil der Gesundheitsfürsorge, bei der die werdende Mutter zu Gefährdungen bei Ihrer Tätigkeit und zu Infektionsgefährdungen beraten wird.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Maßgeblichen Anteil an den innovativen Präventionsmaßnahmen für sächsische Lehrkräfte trägt Prof. Dr. med. hab. Klaus Scheuch vom ZAGS. Er erhielt dafür den Innovationspreis 2018 der Arbeitsmedizin.

Lynn Winkler, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

2 Kommentare

  1. Ralph Kunzmann 3 Monaten vor

    An unserer Schule war bis jetzt noch nie jemand und hat arbeitsmedizinische Vorsorge erklärt oder durchgeführt. Wer ist denn dafür zuständig?

    • Autor
      Lynn Winkler - SMK 3 Monaten vor

      Lieber Ralph Kunzmann,

      vielen Dank für Ihre Nachfrage. Grundsätzlich finden Sie für jede Schule im Schulportal unter der Rubrik „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ den zuständigen Betriebsarzt (BA) und die Fachkraft für Arbeitssicherheit mit den Kontaktdaten. Zusätzlich stehen im Schulportal ebenfalls unter dieser Rubrik Informationsblätter zur Verfügung.

      Es ist allerdings möglich, dass die Betriebsärztin bzw. der Betriebsarzt den Lehrkräften nicht bekannt ist, zum Beispiel wenn seitens der Lehrkräfte bisher kein Vorsorgeangebot angenommen wurde. Betriebsärztliche Begehungen werden aber in Absprache mit der Schulleitung an allen öffentlichen Schulen durchgeführt. Wenden Sie sich am besten an Ihre Schulleitung.

      Einen schönen Nachmittag
      Lynn Winkler

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