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Mehr Wissenschaft und Forschung im Unterricht: Die Gewinner des HZDR-Lehrkräftepreises stehen fest

Mehr Wissenschaft und Forschung im Unterricht: Die Gewinner des HZDR-Lehrkräftepreises stehen fest

Zum dritten Mal hat das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) den deutschlandweit einzigartigen Preis für engagierte MINT-Bildungsarbeit verliehen. Wir stellen die herausragenden Lehrkräfte und ihre Projekte vor.

Der HZDR-Lehrkräftepreis unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Conrad Clemens würdigt Lehrerinnen und Lehrer der weiterführenden Schulen, die zukunftsweisende Unterrichtsformate im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – entwickeln und damit Schülerinnen und Schülern wissenschaftsgeleitet und über Fachgrenzen hinweg neue Erkenntnisse vermitteln.

»Gerade in den MINT-Fächern entscheiden oft unsere Lehrkräfte darüber, ob aus Neugier echte Begeisterung für Wissenschaft wird. Viele der ausgezeichneten Projekte zeigen: Unterricht endet nicht mit dem Klingeln – er lebt von Neugier, Kreativität und zusätzlichem Engagement. Kooperationen zwischen Schulen und Forschungseinrichtungen wie dem HZDR zeigen, wie lebendig Wissenschaft sein kann und wie gut schulisches und außerschulisches Lernen Hand in Hand gehen. Damit fördern wir die Problemlösefähigkeit und das wissenschaftliche Denken unserer Schülerinnen und Schüler. MINT-Bildung ist Zukunftsbildung. Viele Lehrkräfte leisten hier Herausragendes oft abseits der öffentlichen Wahrnehmung. Ich freue mich, dass wir ihr Engagement mit diesem Preis sichtbar machen und gratuliere den Ausgezeichneten herzlich«, betont Clemens.

Dr. Matthias Streller, Leiter des HZDR-Schülerlabors ergänzt: »Als Schülerlabor möchten wir einen wichtigen Beitrag zur Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses leisten. Wir erleben jeden Tag, wie entscheidend engagierte Lehrkräfte dafür sind – dieser Preis ist unsere Anerkennung für ihre unverzichtbare Rolle.«

Das sind die Ausgezeichneten

Platz 1, 2.000 Euro:

Karsten Beuche, Martin-Rinckart-Gymnasium Eilenburg

Entwicklung digitaler Lernplattformen und moderner MINT‑Bildung innerhalb der Schule und darüber hinaus

  • »1997 gründete ich gemeinsam mit meiner Frau, ebenfalls Mathematik- und Physiklehrerin, die Plattform ›Pittys Physik‹«, erzählt der Physik und Informatiklehrer. Die Webseite stellt mehr als 1.300 fast ausschließlich selbst entwickelte Physikaufgaben unterschiedlicher Anforderungsniveaus inklusive Lösungen bereit. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie weitere Interessierte und wird bundesweit genutzt.
  • Darüber hinaus hat Beuche eine Unterrichtsplattform gegründet. Die kostenlose Lernplattform ermöglicht es Lehrkräften aller Schulformen und Fächer, eigene digitale Quizformate zu erstellen, zu teilen, zu kopieren und auch als Leistungskontrollen einzusetzen.
  • Um der wachsenden Bedeutung von Programmierung und informatischer Bildung gerecht zu werden, entwickelte der Lehrer außerdem einen schuleigenen Lehrplan. Er soll es ermöglichen, Programmierung bereits im Technik- und Computerunterricht der Klassenstufe 5 einzuführen.

Hier geht es zum ausführlichen Steckbrief.

Platz 2, 1.000 Euro:

Dr. Christian Feller, Sächsisches Landesgymnasium Sankt Afra

Aufbau eines Biologielabors und Initiator des Projekts »Mathe trifft Musik«

  • Der Biologie- und Chemielehrer hat mit »Mathe trifft Musik« ein Format entwickelt, das Mathematik kreativ und interdisziplinär erlebbar für Lernende aus ganz Sachsen macht. Es ist ein Ideenwettbewerb für den besten Mathe-Song, inklusive eines Live-Konzerts und professioneller Songproduktionen mit dem Mathe-Influencer DorFuchs.
  • Feller hat auch ein Molekularbiologie-Labor am Landesgymnasium aufgebaut. Es finden Workshops und Camps im Bereich Molekularbiologie und Bioinformatik statt, es gibt Kooperation mit anderen Schulen und Schüler-Peer-to-Peer-Formate. Seit 2025 ist darüber hinaus ein Citizen-Science-Projekt zur eDNA-Analyse von Gewässerqualität in Kooperation mit desklabgUG, RPTU Kaiserslautern und der University of Cambridge im Aufbau.

Hier geht es zum ausführlichen Steckbrief.

Platz 3, 500 Euro:

Jens Baumann, Berufliches Schulzentrum »Erdmann Kircheis« Aue-Bad Schlema

Schulentwicklung im Bereich digitaler Fertigung und Zertifizierung für Ausbildung auf Industrieniveau 4.0

  • Der gelernte Werkzeugmacher, Diplom-Ingenieur Maschinenbau und Berufsschullehrer treibt seit vielen Jahren die Weiterentwicklung der Ausbildung in den Berufen Zerspanungsmechaniker und Werkzeugmechanikersowie im Leistungskurs am Beruflichen Gymnasium aktiv voran. Sein Ziel ist eine praxisnahe Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen moderner Industrieprozesse.
  • Er war maßgeblich für die Zertifizierung seines Schulzentrums durch die Nachwuchsstiftung Maschinenbau 2024 verantwortlich. Die umfassende Dokumentation in den Bereichen Ausstattung, Lehrpersonal und Ausbildungsprozesse bildet die Grundlage für eine nachhaltige Qualitätsentwicklung der Schule.
  • Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt zudem auf praxisnahen Schülerprojekten.

Hier geht es zum ausführlichen Steckbrief.

Für den HZDR-Lehrkräftepreis 2026 wurden 40 Projekte eingereicht. Eine Expertenjury wählt die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Die drei überzeugendsten Konzepte werden mit 2.000, 1.000 und 500 Euro prämiert. Darüber hinaus werden Anerkennungspreise vergeben. Unterstützt wird der HZDR-Lehrkräftepreis von NTT DATA Business Solutions, GlobalFoundries und ROTOP Pharmaka.

Das Schülerlabor DeltaX

Das Schülerlabor DeltaX ist seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil der sächsischen außerschulischen MINT-Bildung. Es bietet vielfältige Angebote für Schulen in den Naturwissenschaften wie Experimentiertage vor Ort für Klassen sowie einzelne Schülerinnen und Schüler, über individuelle Talentförderung bis hin zu Online-Angeboten in den Ferien. Außerdem können Lehrkräfte Fortbildungsangebote aus der aktuellen Forschung und Wissenschaft wahrnehmen.

Bilder: André Wirsig sowie HZDR


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