Kultusminister Conrad Clemens setzt den von seinem Amtsvorgänger Christian Piwarz eingeschlagenen Weg zur sprachlichen Klarheit an Sachsens Schulen fort. Die überarbeitete »Verwaltungsvorschrift (VwV) Rechtschreibung in Schulen« tritt zum 1. August 2025 in Kraft. Damit gelten auch künftig an allen öffentlichen Schulen im Freistaat Sachsen die Vorgaben des Amtlichen Regelwerks der deutschen Rechtschreibung.
Ohne Sternchen, aber mit Respekt
Sonderzeichen wie Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen‑I sollen im schulischen Bereich sowie in offiziellen Schreiben nicht verwendet werden. Zur besseren Verständlichkeit sollen stattdessen geschlechtsbezogene Paarformen wie »Schülerinnen und Schüler«, geschlechtsneutrale Formulierungen oder Passivformen zum Einsatz kommen. Verstöße gegen die amtliche Rechtschreibung werden in schriftlichen Arbeiten als Fehler markiert und bei der Bewertung berücksichtigt.
– Kultusminister Conrad Clemens»Gute Bildung braucht eine klare Sprache. Deshalb folgen wir weiterhin den Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung und geben unseren Schulen, aber vor allem unseren Schülerinnen und Schülern, verlässliche Regeln. So schaffen wir eine Lernumgebung in der alle Schülerinnen und Schüler erfolgreich lernen können.«
Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung
Mit der neuen Verwaltungsvorschrift folgt das Kultusministerium den Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung. Der Rat hat Genderzeichen nicht in das amtliche Regelwerk der deutschen Sprache aufgenommen und darüber hinaus am 14. Juli 2023 klargestellt, dass Sonderzeichen im Wortinneren nicht zum Kernbestand der deutschen Orthografie gehören. Auch die Kultusministerkonferenz hat die Rechtschreibregelungen als verbindliche Regeln an Schulen beschlossen.

Gerade die Genderdiskussion wird hart und intensiv geführt. In der Regel geschieht das mit stark ideologisch gefärbtem Unterton. Umso irritieren der, wenn man lediglich die Pressemitteilung liest,aber keine Leserkommentare veröffentlicht. (Obwohl das der SMK Blog ja suggeriert) Dass man auf sprachliche Richtigkeit pocht,wird in der Debatte auch als Pseudoargument verbucht,hinter der man eine bestimmte Weltanschauung verbirgt. Bestürzend ist die Tatsache,dass man in einem Bundesland,in dem quere Anfeindungen von rechts beständig zunehmen,auf ein Genderverbot setzt und die betreffenden Menschen wieder unsichtbar macht. Man bekommt den Eindruck,dass es hier um rechte Symbolpolitik geht. Dummerweise wird man die AFD nicht damit los,wenn man deren Forderungen faktisch übernimmt.
Hammer Symbolpolitik! Kein einziges Problem gelöst.
In einer Zeit,in der sich quere Anfeindungen gerade in Sachsen! häufen,ein völlig falscher und rein populistischer Weg. Jeder weiß: Es geht hier allein um rechtskonservative Symbolpolitik. Abgesehen davon ist es in vielen Lebensbereichen längst üblich,dass gegendert wird. (Andernfalls blamiert man sich als Hinterwäldler.) Das machen übrigens sogar die Materialien zur politischen Bildung,die dem Kultus unterstellt- sind.