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SMK-Blog

Das Referendariat in Sachsen: Viel schöner als mancher glaubt!

Das Referendariat in Sachsen: Viel schöner als mancher glaubt!

Angehende Lehrkräfte absolvieren nach ihrem Lehramtsstudium den Vorbereitungsdienst. Doch es gibt mitunter Vorbehalte gegenüber dem Referendariat – vollkommen zu Unrecht, wie die Lehrerausbildungsstätte in Dresden beweist. 

Der Vorbereitungsdienst (VBD), auch als Referendariat (Ref) bekannt, ist für Lehrkräfte in Ausbildung, kurz LiAs, eine intensive Phase. Hier vertiefen sie ihre während des Studiums erlernten theoretischen Kenntnisse und sammeln weitere praktische Erfahrungen. Am Ende dieser 12 bzw. 18 bzw. 24 Monate steht die Zweite Staatsprüfung.

»Unser Schnuppertag für Lehramtsstudierende soll Vorurteile abbauen!«

»Hartnäckig halten sich negative Geschichten über das Ref, die angehende Nachwuchslehrkräfte davon abhalten, ihren Vorbereitungsdienst zu absolvieren und die damit ihre Ausbildung ohne das Zweite Staatsexamen beenden. Und das ohne Grund!«, erklärt Nicole Mittendorf. Sie und ihre Kollegin Kathleen Dilg arbeiten an der Lehrerausbildungsstätte (LAS) Dresden und sind als Fach- und Hauptausbildungsleiterinnen für Berufsbildende Schulen im ganzen Freistaat tätig.

»Wir hören immer wieder von Studierenden: ›Das Ref mache ich nicht – ich will nicht gegängelt werden.‹ Doch entsprechen diese Ängste ganz und gar nicht der Realität. Mit unserem Schnuppertag wollen wir zeigen, wie wertschätzend, abwechslungsreich und gewinnbringend der VBD für alle ist«, betont Dilg und Mittendorf ergänzt: »Wir öffnen die ›Blackbox‹ Referendariat und geben den Studierenden die Möglichkeit, einen ganzen Tag in den verschiedenen Fachrichtungen zu hospitieren.«

Der Schnuppertag an der Lehrerausbildungsstätte in Dresden ist nach einer Pause im Mai 2025 wieder gestartet und richtet sich an Studierende der höheren Semester (ab dem 7. Semester) aller beruflichen Fachrichtungen der Berufsbildenden Schulen, wie zum Beispiel Elektrotechnik, Druck- und Medientechnik, Sozialpädagogik sowie Gesundheit und Pflege. Künftig soll er mindestens einmal im Jahr, im besten Fall halbjährlich, stattfinden und Platz für 30 Interessierte bieten.

Wie unterrichte ich lernwirksam?

»Beim heutigen Schnuppertag hospitieren die Studierenden im Schwerpunkt ›Lernwirksam unterrichten‹. Das heißt: Sie lernen, wie sie Unterricht gestalten. Dazu gehören gute Unterrichtseinstiege, Erarbeitungsphasen und die Ergebnissicherung«, berichtet Mittendorf. »Die Studierenden besuchen am Aktionstag die regulären Veranstaltungen der aktuellen Referendare, um sich ein genaues Bild von unserer Arbeit machen zu können und sich mit anderen auszutauschen.«

»Wir sind eine Quelle der Inspiration!«

»Die Referendare sind einen Tag pro Woche hier bei uns an der Lehrerausbildungsstätte Dresden und verdichten ihr pädagogisches Handwerkszeug, das sie dann an den anderen vier Tagen in ihrer Schule praktisch anwenden«, so Kathleen Dilg. 

»Wir arbeiten eng mit den Universitäten zusammen und sehr bedarfsorientiert. Stehen unsere Referendare vor einem Problem oder einer Frage, haben wir immer ein offenes Ohr und erarbeiten gemeinsam eine Lösung – stets auf Augenhöhe«, unterstreicht Mittendorf. »Unsere angehenden Lehrerinnen und Lehrer haben zudem viele Ideen, die wir gern in unsere Arbeit einfließen lassen. Wir selbst lernen nie aus und sind dankbar für neue Sichtweisen und Wege!«

Das Team aus Hauptausbildungsleiterinnen und Hauptausbildungsleitern sowie Fachausbildungsleiterinnen und Fachausbildungsleitern, zu denen auch Dilg und Mittendorf gehören, steht den Referendaren mit Expertise zur Seite: »Wir üben die Theorie aus der Uni am eigenen Unterricht, erstellen Unterrichtsentwürfe, kommen zu Hospitationen an die Schulen der Referendare. Und es darf auch mal etwas danebengehen, denn daraus lernen wir. Beratung und Coaching werden bei uns großgeschrieben«, betont Dilg.

Die Ausbildungsstätte bietet den Referendaren darüber hinaus unterschiedliche Workshops zu aktuellen Themen an. »Wir machen ganz viel im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), und Digitalisierung. Erst vor Kurzem habe ich ein KI-Seminar gehalten. Dabei haben wir uns zum Beispiel mit möglichen Aufgabenstellungen an die KI beschäftigt. ›Differenziere mir die Aufgabe XY‹ war eine davon«, erinnert sich Mittendorf. »Es braucht immer das entsprechende, pädagogische Werkzeug, um die Ergebnisse der KI auf Tauglichkeit für den Unterricht beurteilen zu können.«

Das Fazit

»Wir sind hier eine Quelle der Inspiration«, resümiert Nicole Mittendorf strahlend. »Jede und jeder Einzelne liegt uns am Herzen. Mit unserem Schnuppertag zeigen wir uns als Menschen, die vor allem ein Ziel haben: Gute Lehrkräfte für Sachsens Berufsbildende Schulen ausbilden.« Am Ende des Schnuppertags können das auch die Interessierten bestätigen – und das liegt nicht nur am selbstgebackenen Kuchen.

»Super Angebot, um sich über den VBD zu informieren und in die Fachgruppen reinzuschnuppern.«

»Mir hat vor allem der Austausch mit aktuellen Referendarinnen und Referendaren und Ausbildungsleiterinnen und Ausbildungsleitern sehr gefallen! «

»Ich fand es super, danke für die gute Organisation.«

In dubio pro Ref.

Kontakt aufnehmen!

Alle, die die Ausbildungsstätte in Dresden und ihr sympathisches Team auch gern kennenlernen möchten, wenden sich an:

Besucheradresse
Atrium »Am Rosengarten«
Glacisstraße 8
01099 Dresden

0351 8439-507

Leitung der LAS: Heike Neunaß

schnuppertag@as-bs.lernsax.de

Weitere Informationen zum Vorbereitungsdienst gibt es hier: https://lehrer-werden-in-sachsen.de/infos-zum-vorbereitungsdienst.


Ein Gedanke zu “Das Referendariat in Sachsen: Viel schöner als mancher glaubt!

  1. Das Referendariat ist absolut notwendig,denn dort erlernen zukünftige Lehrer*Innen ihr Handwerkszeug. Bereits die Kürzung auf 1,5 Jahre in Sachsen war fahrlässig. Andere Bundesländer bleiben bei notwendigen 2 Jahren. Quereinsteiger*Innen fehlt diese Zeit-trotz hoher fachlicher Qualifikation. Verrückt,gerade dort die Fachberatung zeitlich zu kürzen. Passt nicht zusammen.

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